Grasberg – Garmisch

Diese durchaus anspruchsvolle Rodelbahn, liegt an der sonnigen Seite des Garmischer Tales unter dem Kramer. Einerseits kann man hier bei entsprechendem Wetter und den passenden Schneeverhältnissen eine wunderschöne Frühjahrstour machen, andrerseits ist diese Rodelbahn nicht sehr schneesicher und vereist leicht. Sie verläuft recht abwechslungsreich durch Bergwald und Almwiesen, meist mit guter Steigung bis zur Bergwirtschaft St. Martin.
Anstieg und Rodelbahn befinden sich auf einer gemeinsamen Trasse, deshalb sollte man aufmerksam hochwandern und vorausschauend abfahren. Offizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
Aufstieg.
Vom Tor am Bräustüberl führt der Weg mit anständiger Steigung bergan. Bald ist man über den Dächern von Garmisch. Von der Wegkreuzung aus, nach etwa 10 Minuten Fußweg, genießt man eine schöne Aussicht über die Stadt. Hier zweigt der Weg scharf rechts ab, es geht in einer langen Geraden im Fichtenwald bergauf, der Weg wird steiler und man sieht besser nicht in die Luft, sondern achtet auf entgegenkommende Rodler, die es hier wegen der übersichtlichen Schussstrecke nicht an Tempo fehlen lassen. Nach weiteren 5 Minuten folgen kurz hintereinander zwei Kehren. Dann führt der Weg ein gutes Stück mit guter Steigung geradeaus. Jetzt folgen einige Kehren und in der vierten achtet man auf den Baum, der angeblich eine magnetische Anziehungskraft auf trunkene Rodler hat. Nach der letzten, der fünften Kehre wandern wir die letzten Minuten auf relativ flachem Weg zum Ziel.
Abfahrt.
Auf der gleichen Strecke führt der Weg zunächst eben zurück, nach ein paar hundert Metern nimmt das Gefälle zu und die Rodelbahn beginnt. Achtung, hier sind einige Fußgänger unterwegs, die über die Gefahren, die von rasenden Rodlern ausgehen, nicht Bescheid wissen. Außerdem kreuzen einige Spazierwege die Rodelbahn. Also bei der Abfahrt sehr vorsichtig sein. Recht moderat lässt sich der Weg an, doch nach kurzem wird die Bahn steiler, ab der zweiten Kehre aufpassen, denn die Bahn wird ab hier etwas unübersichtlich.Die Kehren verlangen eine gute Kurventechnik, nach der S-Kurve im Anschluss an die Kehren kann man etwas aufatmen. Allzu Sportliche kürzen hier ab, indem sie querfeldein fahren. Es folgt die oben erwähnte lange Schussstrecke. Vorsicht, hier kreuzen einige Wanderwege – Geschwindigkeit zurücknehmen! Es folgt eine Wegkreuzung, an der man sich scharf links hält, nun verläuft der Weg auf dem Fahrweg weiter. Am Ende der Bahn folgt rechts ein Zaun, mit dem man besser keine zu nahe Bekanntschaft schließt. Rechtzeitig vor der öffentlichen Verkehrsfläche abbremsen!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied340 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortGarmisch-Partenkirchen
TourencharakterDie Schönheit und die elementare Wucht der Zugspitze, Deutschlands höchster Erhebung, genießt man besser nicht im Trubel auf dem Zugspitzblatt, sondern auf einem der gegenüberliegenden Aussichtsberge – und was eignet sich besser als der Grasberg mit seiner sonnigen Bergwirtschaft.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 13%
KartentippTopografische Karte Karwendelgebirge, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungAutobahn A 95 München – Garmisch bis Farchant, bei der Abzweigung vor Burgrain rechts Richtung Grainau – Garmisch halten, knapp 3 km danach rechts, dann links zum Friedhof, dort wieder links, die nächste Straße rechts in Richtung Brauerei, dort parken. Mit der Bahn bis Garmisch Bahnhof, umsteigen in Buslinie 3 oder 5 bis Thomas-Knorr-Straße oder mit Buslinie Burgrain bis Loisachbrücke, links Richtung Bräustüberl, daran rechts vorbei Richtung Friedhof, bei der US-Kaserne links Richtung Brauerei, Ausgangspunkt ist der Weg, der links des Brauereigebäudes abzweigt.
GastronomieVom Bahnende zur Ortsmitte zum Bräustüberl (Tel. 08821/23 12), dort kann man ganz gemütlich sitzen, essen und trinken.
Tipps
Nach dem Rodeln kann man sich von den Strapazen des Aufstiegs und den Schrecken der Abfahrt wunderbar im Alpspitzbad (Tel. 08821/7 53-313) mit Sauna, Solebecken und Dampfbad erholen. Wer noch nicht genug hat, kann sich einer der drei anderen Touren in Garmisch widmen. Leihrodel gibt es bei Sport Total (Tel. 08821/14 25), im Zentrum von Garmisch, Marienplatz 18.
Informationen
Die Bergwirtschaft St. Martin liegt auf 1040 m und ist eine gemütliche Hütte mit freundlichen Wirtsleuten, der Familie Scherer (Tel. 08821/ 49 10; Internet www.martinshuette-grasberg.de). Es gibt einfaches, gutes Essen zu angemessenen Preisen. Bei sonnigem Wetter kann man es auf der Terrasse lange aushalten, wenn es schneit, ist es in der Holzhütte ziemlich gemütlich. Eine Übernachtungsmöglichkeit gibt es hier aber leider nicht, Ruhetag: Dienstag. Geschlossen ist die Hütte zwischen Ostern und Pfingsten.

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