Frasdorfer Hütte – Frasdorf

Bei guten Schneeverhältnissen eine nicht zu steile, ideale Familienrodeltour für geübte Kinder.
Anstieg und Rodelbahn befinden sich auf einer gemeinsamen Trasse, deshalb sollte man aufmerksam hochwandern und vorausschauend abfahren. Inoffizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
4 km
300 m
1.00 h
Aufstieg.
Vom Wanderparkplatz Lederstube zieht man den Schlitten noch etwa 100 m bergan und zweigt bei der Weggabelung links ab. Hier geht der Weg ein kleines Stück bergab bis zur Brücke über die Ebnater Ache. Nun folgt ein kurzer Abschnitt mit mäßiger Steigung, dann geht der Weg allmählich durch den Mischwald zügig bergauf. Immer wieder hat man einen schönen Ausblick auf den munteren Bergbach. Nach etwa 20 Minuten wird der Weg flacher, kurz darauf folgt man nicht dem Sommerweg, der links des Baches weiterführt, sondern überquert den Bach, indem man über die Brücke nach rechts geht. Nun nimmt die Steigung wieder etwas zu; man plagt sich die Steigung gemächlich hoch, die nach etwa 5 Minuten schon wieder abnimmt. Man biegt bei einer Weggabelung links ab – die Hälfte der Tour ist geschafft. Jetzt geht der Weg ein paar Meter bergab zum Bach, es lohnt sich, sich dafür auf den Schlitten zu setzen. Entlang des Wegs stehen uralte wunderschöne Bergahorne, rechts oben kann man das geschmackvoll renovierte Forsthaus Zellboden, das idyllisch am Hang liegt, bewundern. Der Bach wird nochmals überquert, man zieht an ihm bis kurz vor die Rauch-Alm entlang, die altehrwürdig in ihrem Taleinschnitt hockt, und erfrischt sich am Brunnen mit eiskaltem Wasser. Dann überquert man ein letztes Mal den Bach nach rechts und zieht den Rodel in einer lang gezogenen Schleife weiter bergauf, die kräftige Steigung des Wegs kommt uns später bei der Abfahrt zugute. Nach insgesamt einer Stunde erreicht man die Hochfläche. Vor uns erhebt sich steil der Riesenberg. Links sieht man bereits ein kleines Rauchfähnchen und bald darauf ist unser Ziel erreicht.
Abfahrt.
Anfangs muss man seinen Schlitten etwa 5 Minuten ziehen. Aber dann geht der Weg hurtig entlang des Taleinschnitts bergab; man schaut, dass man die Haarnadelkurve ohne Geschwindigkeitsreduzierung nehmen kann und saust weiter zur nächsten großen Kurve an der Rauch-Alm. Von dort geht der Weg übersichtlich und mit gutem Gefälle bis zum Zellerboden weiter. Achtung, hier hängt Stacheldraht an den Seiten! Ein kleines Stück zieht man den Schlitten hoch, ab der Brücke geht der Weg wieder flott bergab. Er ist hier etwas unübersichtlich und vereinzelt könnte Gegenverkehr auftauchen. Bis zur Brücke fällt der Weg mit Ausnahme einer kleinen Anhöhe ausreichend, aber nicht zu steil ab. Am Ende des Forstwegs zieht man den Schlitten noch über eine Flachstelle an der Brücke, dann erreicht man den Parkplatz.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied300 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortFrasdorf
TourencharakterLangweilig wird es auf dieser Tour nie, Bergbäche, Mischwälder und schöne Almen begleiten den Weg auf die idyllisch gelegene Hütte, die auf einer Hochebene direkt unterm Riesenberg liegt. Und recht einsam ist die Wanderung, insbesonders unter der Woche bleibt man hier für sich.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 9%
KartentippTopografische Karte Chiemgau, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungAutobahn A 8 München – Salzburg bis zur Ausfahrt Frasdorf, im Ort links hoch Richtung Lederstube, am Ende der Straße rechts Wanderparkplatz. Mit der Bahn bis Rosenheim, umsteigen in Bus 9496 oder 9494 nach Frasdorf oder Bus 9500 von München nach Reit im Winkl, in Frasdorf aussteigen, weiter Richtung Lederstube, am Ende der Straße Wanderparkplatz. Das ist der Ausgangspunkt.
Tipps
Wenn es die Schneelage erlaubt, kann man etwa eine weitere Stunde und 400 Höhenmeter mit dem Schlitten zur Riesenhütte (Tel. 08052/29 21) aufsteigen und dort in einem der 12 Betten oder 30 Matratzenlager übernachten. Josef Bachmann ist der Wirt der ganzjährig ohne Ruhetag geöffneten Hütte.
Informationen
Früher stand ein indianischer Totempfahl in der Frasdorfer Hütte (950 m). Es gibt aber keine Berichte, dass je ein Gast von der freundlichen Wirtin, Ina Thaurer (Tel. 08052/ 51 40, www.frasdorfer-huette.de), gemartert worden wäre. Im Gegenteil, in der gemütlichen Wirtsstube herrscht Gastfreundschaft, es gibt einfaches, aber schmackhaftes Essen und ein weiteres Hüttenspecial: Reserviert man rechtzeitig, kann man sich eines der Folk-Pop-Jazzkonzerte in der Hütte anhören. Übernachten kann man in einem der beiden Doppelzimmer oder der 46 Lagerplätze. Mittwoch–Freitag 17–24 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr. Betriebsferien: eine Woche Ende Dezember.

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