Eckbauer – Garmisch

Weil ein paar Steilstückchen die Strecke durchaus anspruchsvoll machen, ist sie als Familienrodelbahn nicht zu empfehlen. Auch die leicht talwärts geneigten Hangquerungen, die mit Skiern problemlos zu bewältigen sind, fordern unser ganzes Können heraus.
Bei schlechten Schneeverhältnissen, Sulz oder Neuschnee wird man Probleme haben, auf der Piste zu rodeln. Aber wenn die Schneeverhältnisse es erlauben, hat man durchaus seinen Spaß. Offizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
Aufstieg.
Kurz nach der Talstation der Sommerrodelbahn (östliches Ende des Parkplatzes am Olympia-Skistadion) zweigt rechts der Wanderweg zum Eckbauer ab. Er ist nicht geräumt und relativ wenig Wanderer benutzen ihn, also muss man mit erschwertem Durchkommen rechnen, wenn viel Schnee liegt. Der Weg schlängelt sich zunächst bei mittlerer Steigung durch Mischwald bergan, nach etwa 10 Minuten, kurz nach dem Hohlweg, erreicht man eine sonnige Lichtung. Nach weiteren 10 Minuten vorwiegend über Almwiesen taucht man wieder in den Wald ein und nach insgesamt 30 Minuten wird unsere Wanderung beschwerlich, denn es wird richtig steil. Nach etwa einer Stunde erreicht man die Bergstation. Nun sind es nur noch ein paar Minuten bis zu unserem Ziel.
Abfahrt.
Von der Bergstation der Seilbahn nimmt man die präparierte Skipiste, die talwärts gesehen links der Seilbahntrasse hinab nach Garmisch führt. Wegen gemeinsamer Nutzung der Trasse durch Rodler und Skifahrer gegenseitig Rücksicht nehmen! Die Abfahrt ist durchwachsen: Das erste Stück führt gut bergab, nach ein paar Minuten muss man den Schlitten über eine Anhöhe ziehen, dann kann man mit Schwung abfahren bis zu einer Flachstelle kurz nach der Seilbahnunterquerung, auf der man etwa 2 Minuten zu Fuß weitergeht. Ein Teilstück hat starkes Seitengefälle, da heißt es selbst mit einem spursicheren Rodel kräftig gegenlenken. Wenn man die Olympiasprungschanze sieht, hält man sich rechts, das letzte Stück vor dem Parkplatz ist recht steil – hier aufmerksam und mit verminderter Geschwindigkeit abfahren, da rodeln ab und zu die Kleinsten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied400 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortGarmisch
TourencharakterWer keine Berührungsängste mit Seilbahnen und Skifahrern hat, kann am Eckbauer das tun, was woanders als größte Pistensünde geahndet wird - auf einer Skipiste ins Tal rodeln.
Bei schönem Wetter und guten Schneeverhältnissen bietet dieser Rodelausflug durchaus eine pfundige Tour.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 16%
KartentippTopografische Karte Karwendelgebirge, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungAutobahn A 95 München – Garmisch, in Garmisch Richtung Mittenwald, beim Olympiastadion rechts abbiegen, an der linken Seite des Olympiastadions befindet sich die Talstation der Eckbauerseilbahn. Mit der Bahn bis Garmisch Bahnhof, umsteigen in Bus Richtung Kainzenbad/Olympiastadion, Haltestelle Olympiastadion.
GastronomieBei Renzo (Tel. 08821/41 71) am Rathausplatz - gediegene italienische Küche, zivile Preise, kein Ruhetag.
Tipps
Über den Zustand der Piste kann man sich bei der Talstation der Eckbauerbahn (Tel. 08821/34 69; Internet www.eckbauerbahn.de) erkundigen, die Betriebszeit im Winter ist von 9–17 Uhr, die Bergfahrt kostet € 8,–, die Tageskarte € 18,–. Nach der Rodeltour können in Garmisch die Schlittschuhläufer auf ihre Kosten kommen, das Olympia-Eissport-Zentrum (Tel. 08821/75 32 91) in Garmisch hat 5 Eisflächen, davon 3 in der Halle, auch Abendlauf wird angeboten. Das Stadion liegt in unmittelbarer Nähe des Alpspitzbads nördlich des Zentrums.
Informationen
Der Berggasthof Eckbauer (1236 m) mit schöner Aussicht wird von Familie Neuner (Tel. 08821/22 14; Internet www.eckbauer.de) bewirtschaftet. Obwohl man auf den ersten Eindruck hin glaubt, in einem der auf Skipisten üblichen Selbstbedienungsrestaurants zu sein, wird vom freundlichen Wirt versichert, dass alles, auch der Kartoffelsalat, hausgemacht ist. Übernachten kann man nicht, geöffnet wird täglich (Allerheiligen–Weihnachten Betriebsferien.

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