Aschenbrennerhaus – Kufstein

Die Rodelbahn ist nicht sehr anspruchsvoll und ziemlich lang, als Familientour mit größeren, geübten Kindern geeignet.
Anstieg und Rodelbahn befinden sich auf einer gemeinsamen Trasse, deshalb sollte man aufmerksam hochwandern und vorausschauend abfahren. Hier ist besonders mit dem Rodeltaxi, mit dem man sich auch hochfahren lassen kann, zu rechnen. Offizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
Aufstieg.
Auf einer zunächst geraden Forststraße wandert man im lichten Bergwald mit mittlerer Steigung bergauf. Immer wieder sieht man durchs Geäst die Kufsteiner Burg. Aber unsere Aufmerksamkeit gilt dem Weg und entgegenkommenden Rodlern. Etwa 10 Minuten später schlängelt sich der Weg in weiten Serpentinen den steilen Berg hinauf. Nach insgesamt etwa 30 Minuten ziehen wir unsere Schlitten an der kleinen Kapelle, die leider meistens verschlossen ist, vorbei und erreichen nach weiteren 20 Minuten eine kleine Brücke – die Hälfte des Weges ist geschafft. Nun wird der Weg steiler, die Serpentinen ziehen sich weitere 50 Minuten den Berg hinauf. Wer genau hinsieht, kann zwischen den Bäumen schon von weitem die Fahnenstange des Gasthauses erkennen.
Abfahrt.
Zunächst sind die Sperrzeiten der Rodelbahn zu beachten. Vom Haus aus führt der Weg in zwei engen Kurven Richtung Tal; die vielen Serpentinen lassen das Herz des Rodlers höher schlagen, es geht anständig ohne Flachstellen bergab. Nach der Brücke wird der Weg etwas flacher, hier folgt ein ausgesetzter, aber bei guten Schneeverhältnissen ungefährlicher Abschnitt. Auf dem ganzen Weg sollte man nicht nur auf entgegenkommende Familien mit Kind und Kegel achten, sondern auch mit dem Rodeltaxi rechnen, das zwar die Warnblinkleuchten eingeschaltet hat, was jedoch dem allzu schnellen Rodler wenig hilft. Die Schlussgerade läuft im Parkplatz aus, hier sollte man das Tempo rechtzeitig reduzieren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied620 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortKufstein
TourencharakterWas der Nanga-Parbat-Stüberl mit dem Wilden Kaiser zu tun hat, kann man auf dem Aschenbrennerhaus nachlesen. Hoch über dem Inntal führt uns eine der beliebtesten Rodelbahnen vom Wilden Kaiser mitten in die Stadt Kufstein. Oben gibt es in einem Nebenraum eine Lektion in Berggeschichte.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 12%
KartentippTopografische Karte, Maßstab 1 - 50 000, Kompass-Wanderkarte WK 9 / Kaisergebirge
VerkehrsanbindungInntalautobahn A 93 Richtung Innsbruck, Ausfahrt Kufstein Süd, grob der Beschilderung Glashütte folgen, gegenüber des Rot-Kreuz-Hauses führt die Mitterndorfer Straße zum Aschenbrennerhaus, wenig Parkplätze, mehr gibt es am Ende der Josef-Egger-Straße, ca. 200 m nördlich. Grobe Richtung (weil es auf Anhieb nicht leicht zu finden ist) - östlich der Burg am Fuß des Berges. Mit der Bahn bis Kufstein, etwa 20 Minuten zu Fuß.
GastronomieWenn es dort nicht zu voll ist, sitzt man im Weinstadel am Kaiseraufstieg in Ebbs, Familie Zitta (Tel. und Fax 0043/5372/6 41 72), ganz gemütlich bei Wein und Brotzeit. Öffnungszeiten - täglich 16–24 Uhr, Ruhetag: Montag.
Tipps
Die erste funktionstüchtige Nähmaschine erfand Josef Madersperger (1786 in Kufstein geboren), doch seine Erfindung war seiner Zeit zu weit voraus. Das Madersperger-Museum, das das Leben des Erfinders, den Wandel der Kleidung vom Luxusgut zum Massenprodukt und die Entwicklung der Nähmaschine aufzeigt,befindet sich in der Kinkstraße und ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Informationen
Das Aschenbrennerhaus (1128 m) ist keine kleine Almhütte, eher ein Ausflugsrestaurant mit allen Begleiterscheinungen. Es wird von Familie Silberbauer (Tel. 0043/5372/6 22 20, Internet www.berghaus-aschenbrenner.at) bewirtschaftet. Früher war es mit dem Sessellift erreichbar, der den Weg alles Vergänglichen gegangen ist. Übernachtungsmöglichkeit gibt es mit und ohne Dusche im Zimmer, insgesamt 26 Betten. Geöffnet ist täglich. In einem Nebenraum ist eine kleine alpine Ausstellung untergebracht, ein Aschenbrenner war bei der berühmten Nanga-Parbat-Expedition dabei. Wer seinen Schlitten vergessen hat, kann sich einen durchaus anständigen ausleihen.

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