Agergschwend-Alm – Marquartstein

Wenn andere Bergregionen am Winterwochenende überlaufen sind, findet man am Hochgern durchaus noch die Ruhe der Natur. Ein moderater Aufstieg durch den Fichtenwald auf der sonnigen Seite des Bergs führt uns zu einer Bilderbuch-Alm mit Panoramablick auf die Chiemgauer Berge.
4 km
400 m
1.00 h
Für den Aufstieg nimmt man anfangs abhängig von der Schneelage entweder den Forstweg, der rechter Hand am Parkplatz beginnt und in weiten Schleifen bergan führt, oder den etwas steileren Hohlweg, der geradeaus etwas steiler im Wald verläuft. Dieser ist eng und man muss damit rechnen, dass Rodler in flotter Fahrt entgegenkommen. Daher sollte man vor allem mit Kindern und auch um die eigenen Schienbeine zu schützen auf diesem Abschnitt erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen.

Mit Blick auf den Geigelstein

Der Hohlweg kreuzt nach kurzer Zeit den Forstweg und mündet nach ca. 20 Minuten in diesen ein. Nun führt der Weg rechts gemütlich weiter, bis man nach etwa 10 Minuten eine Weggabelung erreicht. Hier kann man eine Pause einlegen und den Blick weit hinüber zum Geigelstein genießen.

Nicht zu steil und nicht zu flach, grad richtig gemütlich zieht man den Schlitten weiter, an einem Fischweiher vorbei bis zu einer Abzweigung. Hier geht der Weg links ab. Wer dort in der Kurve sitzen bleibt, muss damit rechnen, dass er vom ziemlich flotten Gegenverkehr niedergerodelt wird.

Gulaschsuppe auf der Agergschwend-Alm

Nach den nächsten 10 Minuten, bei denen man außer Atem kommen könnte, halten wir uns bei der Abzweigung rechts, von dort sind es noch etwa 15 Minuten zu unserem Ziel. Auf den letzten Metern über verschneite Almwiesen strömt einem schon der Duft von Holzfeuer und Gulaschsuppe entgegen.

Abfahrt: Von der Agergschwend-Alm zieht man den Schlitten das kurze Stück bis zum Waldrand und fährt dieselbe Strecke, auf der man raufgekommen ist, mal schneller, mal gemütlicher. Nach etwa 5 Minuten sollte man laut schreien oder langsam fahren, denn in der engen Rechtskurve sitzen häufig Familien mit Kleinkindern oder hungrigen Huskies. Nach 10 Minuten kann man wieder links durch den Wald in den Hohlweg einbiegen. Die Abfahrt ist eng, holprig, gefährlich und aufregend. Sicherer ist es, auf dem Forstweg zu bleiben.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied400 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortMarquartstein
TourencharakterWenn andere Bergregionen am Winterwochenende überlaufen sind, findet man am Hochgern durchaus noch die Ruhe der Natur. Ein moderater Aufstieg durch den Fichtenwald auf der sonnigen Seite des Bergs führt uns zu einer Bilderbuch-Alm mit Panoramablick auf die Chiemgauer Berge.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 11%
KartentippTopografische Karte Chiemsee und Umgebung, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungAutobahn A 8 München – Salzburg bis zur Ausfahrt Bernau, weiter Richtung Reit im Winkl bis nach Marquartstein. Im Ort von der Hauptstraße links abbiegen, über die Brücke in den Ortsteil Alt-Marquartstein, immer Richtung Burg, in der Kurve die Burgstraße eng und steil bergauf, nach ca. 1 km linker Hand Wanderparkplatz. Mit der Bahn bis Marquartstein, vom Bahnhof sind es ca. 10 Minuten bis zum Wanderparkplatz.
GastronomieIn Marquartstein findet man ein größeres Angebot an Gaststätten.
Tipps
Wenn es Schneeverhältnisse und Kondition erlauben, kann man seinen Schlitten von der Agergschwend-Alm noch etwa eine Stunde und 500 Höhenmeter bis zum ganzjährig bewirtschaften Hochgernhaus, Familie Sima (Tel. 08641/6 19 19, Internet www.hochgernhaus.de), ziehen und dort übernachten. Dazu gibt es 15 Betten und 20 Matratzenlager. Vom Haus hat man bei entsprechendem Wetter ein wunderbares Panorama über die Tegernseer und die Chiemgauer Berge sowie das Kaisergebirge. Vom Gipfel aus sieht man weit über den Chiemgau.
Informationen
Die Agergschwend-Alm (1040 m) selbst ist eine Augenweide mit dem Rosenstock über der Küchentür. Sie bietet eine großartige Aussicht aufs Tal. Die Alm wird von der freundlichen Familie Ager (Tel. 08641/ 84 81) betrieben. Hungrige Rodler werden mit eigenen Demeterprodukten in Form von Brotzeit und selbst gebackenen Kuchen verwöhnt. Gesünder geht es kaum. Übernachtungsmöglichkeit gibt’s keine. Geöffnet ist die Alm an jedem Wochenende und – bei schönem Wetter – durchgehend vom 25. Dezember bis zum 6. Januar.

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