Timmelsjoch-Hochalpenstraße

Alpenpässe in Italien (Autor: Rudolf Geser)
Die Südseite der Timmelsjoch-Hochalpenstraße, von St. Leonhard im Passeiertal ausgehend, war einige Jahre für Radfahrer gesperrt. Seit dem Jahre 2000 wurde diese Sperrung aufgehoben, die Strecke kann somit sowohl bei der Abfahrt im Anschluss an die Ötztal- und Timmelsjoch-Straße (Tour 13) als auch bei der Auffahrt von St. Leonhard wieder mit dem Fahrrad befahren werden. Damit steht uns Radlern wieder eine äußerst attraktive Passstrecke sowohl in landschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht zur Verfügung. Eine kleine Einschränkung ist allerdings zu machen, wegen der teils unbeleuchteten Tunnels im oberen Streckenbereich ist Beleuchtung (Vorder- und Rücklicht) aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich. St. Leonhard im Passeiertal (km 0,0) ist auch Geburtsort des wohl bekanntesten Freiheitskämpfers im deutschsprachigen Raum: Andreas Hofer. Seinen Ruhm begründete er als Anführer der Tiroler Bauern gegen die französisch-bayerische Herrschaft unter der Regentschaft des Franzosenkaisers Napoleon. Hofer leitete den Volksaufstand mit dem Ziel, das 1805 Bayern zugeschlagene Tirol wieder Österreich und dem Hause Habsburg zurückzuführen. Anfangs siegreich konnte er dennoch nicht verhindern, dass Tirol beim Frieden von Wien von den unterlegenen Habsburgern wieder an Bayern abgetreten wurde. Die letzte und entscheidende Schlacht verlor er dann, er musste fliehen, wurde verraten und von den Franzosen nach Mantua gebracht, wo er 1810 durch Erschießen hingerichtet wurde. Wir verlassen den Ort (km 0,0) das Tal der Passer aufwärts radelnd, am Ortsausgang beim Hotel Passeierhof nimmt die Steigung auf 10 % zu, wird aber bis Moos (km 7,0) immer wieder von längeren, flacheren Abschnitten unterbrochen, um dann allerdings über eine Kehrengruppe auf einer Länge von fast 3 km auf 13 % anzusteigen. Dann legt sich die Straße zuerst auf 10 %, dann noch weiter zurück, der Schneebergbach wird überquert und beim Gasthof Saltnuss (km 16,5) ist bereits die nächste Kehrengruppe zu erkennen. Anfangs hält sich die Steigung bis zum Gasthof Hoch-First (km 20,5) noch zurück, mit dem Beginn der Kehrengruppe (km 22,0) nimmt sie dann aber auf 10 % zu. Über weit auseinander gezogene Kehren geht es über die kahlen Hänge des Banker Jochs lange bei nicht nachlassender Steigung von 10 % nach oben. Erst mit Beginn der Tunnelstrecke (km 27,0) im obersten Abschnitt lässt die Steigung nach, dafür hat man nun bis zur Passhöhe (km 29,5) eine Galerie sowie einige Tunnels zu überwinden, der längste annähernd 600 m lang und unbeleuchtet, und wer hier oben ohne Beleuchtung unterwegs wäre, würde die Schattenseiten des Radfahrens auf Alpenpässen kennen lernen.

Schwierigkeit: Schwere Radtour mit 13 % Höchststeigung. Befahrbarkeit: 15. Juni bis 15. Oktober Der Grenzübergang ist von 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr geschlossen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour39 km
Höhenunterschied1820 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSüdseite: St. Leonhard im Passeiertal, 693 m
TourencharakterDie Südseite der Timmelsjoch-Hochalpenstraße, von St. Leonhard im Passeiertal ausgehend, war einige Jahre für Radfahrer gesperrt. Seit dem Jahre 2000 wurde diese Sperrung aufgehoben, die Strecke kann somit sowohl bei der Abfahrt im Anschluss an die Ötztal- und Timmelsjoch-Straße (Tour 13) als auch bei der Auffahrt von St. Leonhard wieder mit dem Fahrrad befahren werden. Damit steht uns Radlern wieder eine äußerst attraktive Passstrecke sowohl in landschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht zur Verfügung. Eine kleine Einschränkung ist allerdings zu machen, wegen der teils unbeleuchteten Tunnels im oberen Streckenbereich ist Beleuchtung (Vorder- und Rücklicht) aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich. St. Leonhard im Passeiertal (km 0,0) ist auch Geburtsort des wohl bekanntesten Freiheitskämpfers im deutschsprachigen Raum: Andreas Hofer. Seinen Ruhm begründete er als Anführer der Tiroler Bauern gegen die französisch-bayerische Herrschaft unter der Regentschaft des Franzosenkaisers Napoleon. Hofer leitete den Volksaufstand mit dem Ziel, das 1805 Bayern zugeschlagene Tirol wieder Österreich und dem Hause Habsburg zurückzuführen. Anfangs siegreich konnte er dennoch nicht verhindern, dass Tirol beim Frieden von Wien von den unterlegenen Habsburgern wieder an Bayern abgetreten wurde. Die letzte und entscheidende Schlacht verlor er dann, er musste fliehen, wurde verraten und von den Franzosen nach Mantua gebracht, wo er 1810 durch Erschießen hingerichtet wurde.
Hinweise
Für Radfahrer erfolgt die Befahrung auf eigene Gefahr, eine funktionierende Beleuchtungsanlage muss vorhanden sein.
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt Südtirol/Venetien
VerkehrsanbindungBrennerautobahn Ausfahrt Vipiteno/Sterzing – Jaufenpass – St. Leonhard
Höchster Punkt
2509 m

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