Rossfeld-Höhenringstraße

Alpenpässe in Deutschland (Autor: Rudolf Geser)
36 km
1175 m
4.00 h
Ganz im Südwesten Oberbayerns, unmittelbar an der Grenze zum Salzburger Land im Österreichischen, liegt mit dem Berchtesgadener Land eine der schönsten Landschaften Bayerns, wenn nicht gar ganz Deutschlands. Watzmann und Königssee sind die bekanntesten Attraktionen dieser Region, aber für uns ist etwas ganz anderes von Interesse: die Roßfeld-Höhenringstraße.Eingebettet in die Berchtesgadener Alpen ist sie nicht nur landschaftlich äußerst reizvoll, mit ihrer Höhe von 1540 m gilt sie zudem als Deutschlands höchste Bergstraße. Mit einem zu überwindenden Höhenunterschied von gut 1000 m und Steigungen bis 14 % ist sie aber auch aus sportlicher Sicht gesehen attraktiv und so kann diese Tour eigentlich jedem Radler nur ausdrücklich empfohlen werden.Bevor Sie sich nun, wie nachfolgend beschrieben, in Berchtesgaden auf das Rad setzen und sich auf der Bundesstraße 305 Richtung Marktschellenberg auf flacher Straße bis Unterau einmal gut 3,5 km einrollen, gäbe es noch eine andere Möglichkeit, die Tour zu unternehmen. Ausgangspunkt ist auch der Markt Berchtesgaden, wo Sie im Ort ebenfalls der Beschilderung »Marktschellenberg« folgen. Aber bevor Sie den Ort verlassen, folgen Sie kurz vor dem Ortsende den nach rechts abzweigenden Hinweisschildern zum Obersalzberg. Aber seien Sie gewarnt, kaum haben Sie die Brücke über die Berchtesgadener Ache überquert, steigt die Straße auf 24 % an und behält diese Steigung auf den nächsten gut 2,5 km bis zum Parkplatz Obersalzberg fast durchgehend bei. Dort können Sie dann an einer Kreuzung entweder nach links abbiegen und auf unschwieriger Trasse Oberau erreichen und die Tour wie nachfolgend beschrieben fortsetzen oder geradeaus hochfahren und so über die westliche Auffahrtsstrecke ebenfalls das Roßfeld erreichen. Ob die Alternative über die Auffahrt zum Obersalzberg empfehlenswert ist? Eigentlich nur für diejenigen, die einmal ihre Grenzen auf dem Rad ausloten möchten, denn allzu großen Spaß macht es nicht, sich trotz größtmöglichen Ritzels mit schmerzenden Oberschenkeln und brennenden Lungen, den unrunden Tritt durch mächtiges Zerren am Lenker unterstützend, hier heraufzuquälen.Die Angst, dass die normale Auffahrtsstrecke einen nicht genügend fordert, muss niemand haben, denn von Unterau (km 3,5) bis Oberau (km 5,5) hält sich die Trasse durchgehend bei ebenfalls schon recht bemerkenswerten 14 %. Im Ort kann man bei nachlassender Steigung kurz etwas Verschnaufen, aber schon am Ortsende nimmt die Steigung wieder auf 12 % zu.Auch die Aussicht nimmt zu, im Westen sind die Bergzüge des Lattengebirges und der Reiteralm zu erkennen, während sich im Norden das sagenumwobene Massiv des Unterberges ausbreitet. Dort drüben soll einer Sage nach Kaiser Karl der Große mit seinem Gefolge in einem Palast aus blankem Marmor auf seinem Thron schlafen und darauf warten, dass sein Bart drei Mal um den vor ihm stehenden Tisch wächst. Dann soll er erwachen und in der größten Schlacht, die es je gab, seine Feinde vernichten. Zwei Mal soll der Bart bereits um den Tisch gewachsen sein. Wir werden diesen Zeitpunkt allerdings nicht mehr erleben und radeln so ohne Zeitdruck bei auf 8 bis 10 % zurückgehender Steigung zur Mautstelle Nord/Pechhäusl (km 10,5). Wer auf ein weiteres Nachlassen der Steigung gehofft hat, wird enttäuscht, sie nimmt wieder auf 10 bis 13 % zu und wer aufpasst, erkennt bei km 12,5 ein Schild mit der Höhenangabe 1400. 140 Höhenmeter also sind es noch, vorbei an der Roßfeld-Skihütte (km 13,5), bis zum Roßfeld-Parkplatz (km 14,5), dem höchsten Punkt der Auffahrt, zu dem sich die Trasse in weiten Schleifen, die im oberen Teil nochmals bis 13 % erreichen, hinaufzieht. Unterhalb der mächtigen Felswände des Hohen Göll radelt man nun etwa einen Kilometer eben zum Eckersattel, dann geht es mit Gefälle bis 13 % kurvig abwärts. An der Straßenkreuzung hinter der Mautstelle Süd/Ofnerboden (km 22,0) kann man entweder geradeaus am Obersalzberg vorbei mit Gefälle bis 24 % auf der B 425 nach Berchtesgaden (km 25,0) hinunterbremsen. Die zweite Möglichkeit wäre der B 319 rechtshaltend zu folgen und über Oberau und Unterau nach Berchtesgaden (km 30,0) zurückzuradeln. Die dritte und letzte Alternative ist, sich auf der B 319 links zu halten und über Hinterbrand (km 30,5) und den Gasthof Vorderbrand (km 31,0) zuletzt bei bis auf 23 % abfallender Trasse zum Ausgangspunkt (km 34,5) zurückzukehren.

Schwierigkeit:

Mittelschwere Radtour mit 14 % Höchststeigung auf ca. 2 km Länge zwischen Unterau und Oberau

Befahrbarkeit:

Ganzjährig befahrbar

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied1175 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBerchtesgaden, 573 m
TourencharakterBerchtesgaden (km 0,0) – Unterau (km 3,5) – Oberau (km 5,5) – Mautstelle Nord/Pechhäusl (km 10,5) – Roßfeldalm (km 13,0) – Roßfeld-Skihütte (km 13,5) – Parkplatz Hennköpfl/Roßfeld (km 14,5) – Ahornbüchsenkopf (km 16,0) / – Mautstelle Süd/Ofnerboden (km 22,0) – Hotel General Walker (km 23,5) – Scharitzkehlalm (km 27,5) – Hinterbrand (km 30,5) – Vorderbrand (km 31,0) – Berchtesgaden (km 34,5)
Hinweise
Schwierigkeit: Mittelschwere Radtour mit 14 % Höchststeigung auf ca. 2 km Länge zwischen Unterau und Oberau, Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt 12, Bayern
VerkehrsanbindungAutobahn München Salzburg A 8, Ausfahrt Knoten Salzburg Süd oder Hallein – Marktschellenberg – Unterau – Berchtesgaden
Höchster Punkt
1540 m

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