Rolle-Passstraße

Alpenpässe in Italien (Autor: Rudolf Geser)
0 km
965 m
2.00 h
Westseite: In Predazzo (km 0,0) hält man sich an die Beschilderung »Pso. Rolle« und radelt auf 9 % ansteigender Trasse das enge Travignolatal aufwärts. Beim Gasthof Saluna (km 2,5) wird ein Grashang über vier Kehren überwunden, die in Bellamonte (km 4,5) münden. Erst am Ortsende geht die Steigung zurück und lange radelt man nun fast eben am lang gestreckten Panevéggio-Stausee vorbei zu einer kleinen Waldlichtung, in der sich die Hotelsiedlung Panéveggio (km 12,0) ausgebreitet hat. An der Abzweigung zum Vállepass vorbei, der hier zum nördlich gelegenen San-Pellegrino-Pass (Tour 33) leiten würde, nimmt die Steigung wieder auf 9 % zu und hält diese, so viel vorweggenommen, bis zur Passhöhe auch bei. Viel passiert anfangs nicht, kehrenreich geht es durch dichten, urwüchsigen Wald, der zu den schönsten Waldgebieten Italiens zählt, nach oben, bis dieser plötzlich den Blick auf die gewaltigen Felsabstürze der Palagruppe freigibt. Auf der Passhöhe (km 19,5) beeindruckt dann vor allem die kühn geformte Spitze des Cimon della Pala, die dieser markanten Form wegen auch »Matterhorn der Dolomiten« genannt wird. Südseite: An der südlichen Passrampe wäre eigentlich nur auszusetzen, dass der Ausgangspunkt Fiera di Primiero verkehrsmäßig etwas umständlich zu erreichen ist. Dies bleibt dann allerdings auch der einzige Kritikpunkt, weitere gibt es auf Grund der Streckenführung und der landschaftlichen Umrahmung nicht. Fiera di Primiero (km 0,0), in einer weiten Talweitung am Zusammenfluss weitgehend unbekannter Flüsse wie Cismon und Canali gelegen, verlassen wir über den Vorort Tonadico. In der folgenden Ortschaft Siror (km 1,0) wird die Cismon überquert und anfangs über Kehren, dann geradliniger steigt die Straße an. Lange zieht sie sich so mit einer recht angenehm zu bewältigenden Steigung von meist 7 %, die nur hin und wieder auf 9 % zunimmt, an den dicht bewaldeten Hängen der westlichen Talseite nach oben. Nur zwei Mal wird der geradlinige Streckenverlauf von Kehren unterbrochen, dafür informieren uns alle halben Kilometer große Hinweisschilder am Straßenrand über die zurückgelegte Strecke. Mit dem Höherkommen weitet sich auch die Aussicht auf die Zinnen und Türme der Palagruppe aus, die sich bei San Martino di Castrozza (km 2,5) schon in imponierender Weise zur Schau stellen. Über eine Kehrengruppe mit 9 % Steigung lassen wir den ausgedehnten Fremdenverkehrsort unter uns, dann nimmt uns ein Waldgürtel auf, den wir bei gleich bleibender Steigung über weitere Kehren bewältigen. Ein Bachbett (km 19,0) wird überquert, der Wald bleibt zurück, dafür nimmt die Steigung auf 11 % zu. Die Kehren werden nun etwas enger, dann rückt die markante Spitze der 3129 Meter hohen Cimon della Pala, des höchsten Gipfels der Gruppe, immer mehr ins Blickfeld. Wer am Ende der Kehrengruppe (km 20,0) zurückblickt, hat nochmals einen herrlichen Blick auf die lang abfallende Felskette, dann geht der Weg um einen Bergrücken herum in ein kleines Hochtal. Den letzten Kilometer zur Passhöhe (km 21,0) radeln wir am Fuße der Cimon della Pala entlang auf fast ebener Strecke.

Schwierigkeit: Mittelschwere Radtour mit 9 % Höchststeigung / Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung. Dauer: 1,75 - 2,25 / 1,75 - 2,75. Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour0 km
Höhenunterschied965 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWestseite: Predazzo, 1018 m; Südseite: Fiera di Primiero, 717 m
TourencharakterIn ihrem südöstlichsten Teil türmen sich die Dolomiten mit der Palagruppe nochmals zu ihrem eindrucksvollsten und wildesten Teil auf. Dort liegt auch der Rollepass, der das Fleimstal mit dem Cismontal verbindet. Die Strecke führt dabei durch ein Gebiet von solch landschaftlicher Schönheit, dass man einen Teil davon als Naturpark Panéveggio ausgewiesen hat. Ausgangspunkt der westlichen Passroute ist dabei die Marktgemeinde Predazzo, welche wir am besten vom Etschtal aus über die Autobahnausfahrt Ora/Auer erreichen. Wer mit dem Rad hier herauffährt, ist für die Information, dass auf der 38 km langen Strecke ein Höhenunterschied von knapp 800 m zu überwinden ist und die höchste Steigung 9 % beträgt, sicher dankbar.
Beste Jahreszeit
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt Südtirol/ Venetien
VerkehrsanbindungWestseite – Ausgangspunkt: Predazzo, 1018 m; Anfahrt: Brennerautobahn A 22, Ausfahrt Egna/Ora – Cavalese - Predazzo; Südseite – Ausgangspunkt: Fiera di Primiero, 717 m; Anfahrt: Feltre – Artén – Fonzaso – Imer – Mezzano – Fiera di Primiero
Höchster Punkt
1980 m

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Rudolf Geser

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