Römerroute

Die Römerroute beginnt standesgemäß in Bratananium, das heute auch als Gauting bezeichnet wird, und führt entlang der alten Römerstraße Via Julia über Mammendorf bis zum S-Bahnhof Karlsfeld. (Autor: Björn Eichelbaum)
67 km
210 m
4.00 h

Per aspera...

Falls Sie nicht in Gauting oder Umgebung wohnen, bietet sich die Anreise mit der S-Bahn-Linie S5 an. Zum einen ist das umweltfreundlicher, zum anderen müssen Sie nicht am Ende der Tour zum Ausgangspunkt zurückkehren und haben darüber hinaus unterwegs mehrfach die Option, an einem der am Weg liegenden S-Bahnhöfe aus der Tour aus- und in die Bahn einzusteigen.

Am Bahnhof geht es unter der Brücke hindurch links auf die Römerstraße, der Sie einfach durch den Ort bis zum Ortsausgang folgen. Ab und zu werden Sie am Straßenrand ein kleines Schild mit dem »Via-Julia«-Zeichen sehen – das bedeutet, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Nun geht es etwa sechs bis sieben Kilometer fast schnurgeradeaus, vorbei am Reiterhof bei Hüll durch Argelsried und den Ortskern von Gilching. In Gilching folgen Sie der gerade verlaufenden Straße, die am Ortsausgang wieder zur Römerstraße wird. Bitte achten Sie darauf, dass Sie an dieser Stelle richtig fahren, der Fehler wird Ihnen aufgrund doppelter Ausschilderung sonst erst mehrere Kilometer später auffallen.

Richtung Biburg haben Sie bei Germansberg den ersten Anstieg zu bewältigen, mit genug Schwung und etwas Biss im Tritt überrollen Sie diesen allerdings auch auf dem großen Blatt. In Biburg biegen Sie an der ersten Gelegenheit links ab, dann bei der zweiten wieder links zum Ort hinaus und weiter über Neuried nach Holzhausen.

... ad astra

Mit genügend Schwung von der kleinen Abfahrt Richtung Schöngeising können Sie jetzt Tempo fahren, abgesehen von ein paar kleineren Wellen und Anstiegen geht es nun im Streckenverlauf in der Hauptsache bergab. Besonders zu Saisonanfang und -ende, wenn es kühl und feucht ist, hat man nicht unbedingt Lust, ständig gegen den Wind oder die Schwerkraft an zukämpfen, man will einfach nur rollen. Dafür ist diese Strecke wunderbar geeignet, da man zwar ab und zu antreten muss, sonst aber mit gutem Tempo vorankommt, ohne sich dabei wirklich quälen zu müssen. Nutzen Sie die abfallenden Abschnitte, um sich zu erholen oder, wenn Sie in der entsprechenden Verfassung sind, mal die ganz dicken Gänge technisch sauber zu treten.

In Landsberied folgen Sie der Vorfahrtsstraße, biegen bei der Kirche rechts ab und fahren weiter bis zum Ortsausgang, wo es über Eitelsried Richtung Mammendorf weitergeht. Unmittelbar vor Mammendorf befindet sich ein schön angelegter Badesee mit Wasserwacht-Aufsicht – an einem heißen Sommertag nach etwa 28 Kilometern ein angenehmer Rastpunkt. Weiter geht es nach Mammendorf hinein, dann rechts auf die Hauptstraße, aus Mammendorf hinaus und dann gleich links Richtung Oberschweinbach, das am Kreisverkehr bereits per Schild angekündigt wird. Die Route überquert die Bahnlinie und führt weiter Richtung Oberschweinbach, wo Sie am Kreisverkehr die rechte Ausfahrt Richtung Spielberg/Unterschweinbach nehmen. In Unterschweinbach folgen Sie der Straße und fahren an der Kirche vorbei in nördlicher Richtung aus dem Ort Richtung Oberweikertshofen, dort weiter über Waltenhofen nach Wenigmünchen. Dort halten Sie sich einfach links Richtung Ebertshausen.

Entspannt zum Ende

Ab Ebertshausen geht es leicht bergauf, vorbei an den Höfen Ober- und Unterwinden bis nach Einsbach, wo aufmerksame Beobachter das Damwild im Wildgehege am Ende der Ortschaft entdecken werden. Die abfallende Streckenführung wird nur ab und zu von einem kleinen Hügelchen unterbrochen, sodass Sie weiter entspannt über Lauterbach und Eisolzried dem Gasthaus Pfeil in Bergkirchen entgegenrollen, wo Sie gutbürgerliche Küche mir radfahrergerechten Portionen zu ungedopten Preisen erwartet. Sollten Sie um die Mittags- oder Abendzeit am Wochenende einkehren wollen, reservieren Sie bitte vorher per Telefon, da die Gaststätte beliebt und zu diesen Zeiten meist gut gefüllt ist.

Frisch gestärkt sollten die letzten 10 bis 15 Kilometer kein Problem darstellen. Von Bergkirchen aus fahren Sie nach Günding hinein, wo Sie in Richtung Neuhimmelreich, durch Neuhimmelreich hindurch und weiter bis nach Eschenried fahren. In Eschenried biegen Sie links auf die Münchner Straße ein, bis es nach etwa einem Kilometer rechts in die Allacher Straße geht. Folgen Sie der Allacher Straße, dann bei der ersten Gelegenheit rechts abbiegen und nach einigen Metern links auf den Gündinger Weg. Nun geht es noch einmal rechts ab, dann scharf links und Sie sollten nach etwa 250 Metern rechts in die Birkenstraße abbiegen können, die Sie fast direkt bis zum S-Bahnhof Karlsfeld führt.

Von Gauting über Gilching und Mammenhofen nach Karlsfeld 

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour67 km
Höhenunterschied210 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Gauting
EndpunktS-Bahnhof Karlsfeld
TourencharakterDie Römerroute folgt in Teilen dem Verlauf der alten Römerstraße Via Julia und eignet sich wunderbar, um zu Saisonanfang oder -ausklang locker im KB- oder GA1-Tempo durch die Landschaft zu rollen. Steile Anstiege gibt es kaum, dafür gut asphaltierte Straßen und weite Sicht.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes (1:50 000)
VerkehrsanbindungBahn: S6 Starnberg, S2 Dachau
GastronomieGasthaus Pfeil, Sonnenstraße 6, 85232 Bergkirchen, Tel. 08131-78827
Tipps
Die Römer-Strasse Via Julia: Die heute als Via Julia bezeichnete Römerstraße war im ersten Jahrhundert nach Christus eine der wichtigsten Verbindungsachsen in die germanischen Provinzen und wichtiger Teil des römischen Straßennetzes. In ihrer ursprünglichen Länge führte Sie vom heutigen Günzburg über Augsburg bis ins Salzburger Land. In der Region um München verläuft sie entlang der Ortschaften Schöngeising, Gauting, Kleinhelfendorf bis nach Seebruck. Das Projekt Via Julia hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alte Römerstraße als Radwander- und Ausflugsweg wiederzubeleben. Die mittlerweile gut 280 Kilometer umfassende Strecke eignet sich leider nur auf kurzen Abschnitten für Rennradfahrer. Mit einem Trekking- oder Mountainbike ist sie allerdings problemlos zu befahren und auf jeden Fall eine Überlegung für schmutzige Ausfahrten im Winter und Herbst wert. Kleine Schilder mit dem blauen Via-Julia-Logo weisen auf den Verlauf der Route hin. Im Internet (www.viajulia.de) finden Sie weitere Informationen zur Geschichte der Via Julia, aber auch zu historischen Veranstaltungen entlang der Straße, wie etwa Römerfeste und Aufmärsche in nachempfundenen Legionärsuniformen.

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