Gressoney-Hochtalstraße

Alpenpässe in Italien (Autor: Rudolf Geser)
Das Massiv des Monte Rosa ist eine der beeindruckendsten und gewaltigsten Berggruppen, welche die Alpen überhaupt aufzuweisen haben. Als kaum überwindbares Bollwerk aus Schnee und Eis bildet es einen Grenzwall zwischen dem Schweizerischen Wallis und dem italienischen Piemont, der in der 4634 m hohen Dufourspitze gipfelt. Lyskamm, Castor und Pollux sind weitere bekannte Namen, deren Besteigung Alpinisten einiges an Renommée verschafft. Die Gressoney-Hochtalstraße, über die wir uns dem Massiv von Süden her nähern, ist unter Radlern vielleicht nicht so bekannt, sollte als schwere Radtour aber auch Anerkennung verschafften. Pont-St.-Martin (km 0,0), unser Ausgangspunkt, verdankt seinen Namen einer fast vollständig erhaltenen Brücke aus dem 1. Jahrhundert, die sich hier über das Flüsschen Lys spannt. Wir verlassen die lang gezogene Ortschaft am Ende des Aostatales mit der Einfahrt in das Lystal über die Via-Rue-Gressoney, die sich zwischen einem Haus und einer Felswand hindurch aus dem Ort zwängt, um über Kehren mit 10 % Steigung zu einem 200 m langen Tunnel (km 3,0) anzusteigen. Nach diesem ersten Aufschwung ist aus steigungsmäßiger Sicht nun länger nichts Besonderes mehr zu vermelden. Bis Lillianes (km 5,5) rollt es eben und auch über Fontainemore (km 9,0) und Issime (km 11,5) wechseln Anstiege bis maximal 8 % mit langen flacheren Abschnitten und ebenen Teilstücken ab. Erst hinter Gaby (km 17,0), nach einem 100 m langen, beleuchteten Tunnel nimmt die Steigung wieder bis auf 10 % zu, eine Talstufe wird über zwei Kehren überwunden (km 21,0), bevor sich die Trasse bis Gressoney-St.-Jean (km 25,0) wieder zurücklegt. Lange rollt es nun eben im Talboden dahin, die Gletscher des Lyskamms vermitteln endlich den Eindruck von Hochgebirge und über zwei Kehren (km 30,0) gewinnt man mit 10 % Steigung wieder an Höhe. Nach einem 50 m langen, beleuchteten Tunnel (km 32,0) legt sich die Straße wieder zurück, die Gletschersicht weitet sich aus und bis Gressoney-La Trinité (km 33,5) rollt es eben. Die Parkplätze am Ortsende bilden für uns noch nicht den Endpunkt der Auffahrt. Über zwei Kehren mit 12 % Steigung geht es höher, dann radeln wir bei zurückgehender Steigung zu einer Wendeschleife bei einer Brücke über die Lys (km 38,0), welche den endgültigen Talschluss bildet. So beeindruckend die Auffahrt mit über 1500 Höhenmetern auch gewesen sein mag, die Aussicht mit recht eingeschränktem Blick auf den Lyskamm ist es leider nicht. Wer noch etwas für seine Bildung tun will, kann zurück am Ausgangspunkt das Aostatal noch etwa fünf Kilometer einwärts bis Bard radeln, dort ist noch eine Festung aus dem 11. Jahrhundert erhalten, wo im Mittelalter Reisende ins Aostatal Wegegeld entrichten mussten, also eine Art Vorläufer der heutigen Autobahnmautgebühren.

Schwierigkeit: Schwere Radtour mit 12 % Höchststeigung. Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied1525 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPont-St.-Martin im Aostatal, 300 m
TourencharakterDas Massiv des Monte Rosa ist eine der beeindruckendsten und gewaltigsten Berggruppen, welche die Alpen überhaupt aufzuweisen haben. Als kaum überwindbares Bollwerk aus Schnee und Eis bildet es einen Grenzwall zwischen dem Schweizerischen Wallis und dem italienischen Piemont, der in der 4634 m hohen Dufourspitze gipfelt. Lyskamm, Castor und Pollux sind weitere bekannte Namen, deren Besteigung Alpinisten einiges an Renommée verschafft. Die Gressoney-Hochtalstraße, über die wir uns dem Massiv von Süden her nähern, ist unter Radlern vielleicht nicht so bekannt, sollte als schwere Radtour aber auch Anerkennung verschafften. Pont-St.-Martin (km 0,0), unser Ausgangspunkt, verdankt seinen Namen einer fast vollständig erhaltenen Brücke aus dem 1. Jahrhundert, die sich hier über das Flüsschen Lys spannt.
Hinweise
Wegen der drei Tunnels, 50 bis 150 m lang, ist Beleuchtung ratsam.
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Italien Blatt Piemont/Aostatal
VerkehrsanbindungAutobahn Turin-Aosta A 5, Ausfahrt Pont-St.-Martin
Höchster Punkt
1825 m

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Rudolf Geser

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Region:
Italien
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