Campo-Carlomagno-Passstraße

Alpenpässe in Italien (Autor: Rudolf Geser)
47 km
915 m
1.00 h
Nordseite: Das Val di Sole, Ausgangspunkt der nördlichen Passrampe, ist eine sanft geformte Wald- und Wiesenlandschaft, mit ausgedehnten Obstgärten und zahlreichen Dörfern, wovon eines davon, Dimaro (km 0,0), etwa in der Mitte des lang gestreckten Tales, das sich von Mezzolombardo aus dem Etschtal bis zum Tonalepass (Tour 42) erstreckt, unseren Startort bildet. Der Beschilderung »Folgárida/Madonna di Campiglio« nach radelt man auf mit 9 % ansteigender Trasse in das Meledriotal ein. Kurz nach dem Ort beginnt die erste Kehre (km 0,0) und über weitere geht es bei gleich bleibender 9 %iger Steigung anfangs über freie Wiesenhänge, dann durch einen dichten Waldgürtel aufwärts. An der Hotelansammlung von Folgárida (km 6,5) vorbei geht die Steigung bis zum Restaurant Belvedere auf 7 % zurück und über der östlichen Talseite zeigen sich erstmals die von tiefen Karen und Schluchten zerrissenen Felswände der Brentagruppe. Die Steigung geht noch weiter zurück und wer es eilig hat, kann das große Kettenblatt auflegen. Bei der Bar Genzianella (km 12,5) wird das schnelle Vorwärtskommen wieder etwas abgebremst, denn die Steigung nimmt auf 5 % zu. Die ersten Ferienhäuser tauchen am Straßenrand auf und bald darauf deutet ein Schild die Passhöhe (km 15,0) an, obwohl zum Scheitelpunkt noch einige Meter zu radeln sind. Den schönsten Blick auf die Brenta hat man etwas unterhalb der Passhöhe in der Ortschaft Madonna di Campiglio, wohin man etwa 4,5 km weit mit Gefälle bis 7 % abfährt oder von wo aus man die Tour gleich, wie nachfolgend beschrieben, von der Südseite aus unternimmt. Südseite: In einem weiten Talkessel am Zusammenfluss von Arno und Sarca dehnt sich der Marktflecken Tione di Trento (km 0,0) aus. Wir verlassen ihn der Beschilderung »Madonna di Campiglio/Pinzolo« folgend in nördlicher Richtung, das breite Rendenatal einwärts. Anfangs hält sich die Trasse fast eben im Talboden und erst in Spiazzo (km 9,0) wartet der erste Anstieg mit 8 %, der uns hinauf in die anschließende Ortschaft Mortaso bringt. Dort legt sich die Trasse auch schon wieder zurück und am breiten, steinigen Bachbett der Sarca entlang radeln wir eben taleinwärts. Wir überqueren die Sarca (km 13,0), die Steigung nimmt bis Vestina (km 14,5) leicht zu, bevor es bis Pinzolo (km 16,0) wieder leicht abwärts rollt. Die Ortschaft ist der eigentliche Beginn der nördlichen Passroute und wer will, kann noch einen Blick in die San-Viglio-Kirche direkt an unserer Auffahrtsstrecke werfen, die als eines der bedeutendsten religiösen Kunstdenkmäler des Trentino gilt. Im Nachbarort Carisolo überqueren wir nochmals die Sarca und müssen dann den Berggang auflegen, denn die Straße steigt nun mit 9 % an den Hängen der westlichen Talseite an. Über eine weitere kleinere Brücke (km 20,0) geht es kurvenreich mit gleich bleibender Steigung höher, in Sant' Antonio di Mavignola (km 22,5) geht der Wald zurück und vor uns eröffnet sich ein faszinierender Blick auf die charakteristischen hellen Felswände der Brenta, deren von tiefen Karen und schneebedeckten Bändern durchzogene bizarre Spitzen und kräftige Pfeiler sich über den Wiesen der rechten Talseite erheben. Über weitere Kehren geht es aufwärts, immer dieses prächtige Felspanorama vor Augen. Der bekannte Fremdenverkehrsort Madonna di Campiglio (km 28,0) empfängt uns etwas unfreundlich mit einer bis auf 11 % zunehmenden Steigung, die aber schon am Ortsende wieder nachlässt. Die Strecke zieht sich dann noch bis zur mit Hotels verbauten Passhöhe (km 32,5), aber bei Steigungen bis 7 % sind dabei keine Schwierigkeiten mehr zu erwarten.

Schwierigkeit: Mittelschwere Radtour mit 9 % Höchststeigung / Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung. Dauer: 1,25 - 1,75 / 2 - 2,75. Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour47 km
Höhenunterschied915 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNordseite: Dimaro, 767 m; Südseite: Tione di Trento, 600 m
TourencharakterDer Campo-Carlomagno-Pass hat seinen Namen von Kaiser Karl dem Großen, der bei einem seiner Feldzüge um 770 v. Chr. auch diesen Übergang benutzt haben soll, um sich weiter südlich mit den Langobarden in Italien zu streiten. Heute benutzt man diese Strecke hauptsächlich, um in den bekannten Wintersportort Madonna di Campiglio, am Fuße der Brenta Dolomiten zu gelangen.
Beste Jahreszeit
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt Südtirol/ Venetien
VerkehrsanbindungNordseite – Ausgangspunkt: Dimaro, 767 m; Anfahrt: Brennerautobahn A 22, Ausfahrt San Michele a. A. /Mezzocorona – Mezzolombardo – Dermulo – Cles – Male – Dimaro Südseite – Ausgangspunkt: Tione di Trento, 600 m; Anfahrt: Brennerautobahn A 22, Ausfahrt Trento Centro – Ponte Arche – Tione di Trent
Höchster Punkt
1682 m

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