Anniviers- mit Zinal-Hochtalstraße

Alpenpässe in der Schweiz (Autor: Rudolf Geser)
25 km
1135 m
2.00 h
Mattertal (Tour 76) und Saastal (Tour 77) sind sicherlich die bekanntesten Täler im Wallis. Aber wenn von den schönsten Tälern im Wallis die Rede ist, müsste eigentlich ein anderes genannt werden: das Annivierstal, das sich gar nicht weit westlich des Mattertals ebenfalls in die Walliser Alpen hineinzieht und zu Füßen des 4221 m hohen Zinalrothorns endet. Hier hat der Fremdenverkehr nie so Fuß gefasst wie in anderen Teilen des Wallis, was allerdings auch dazu führte, dass es noch ursprünglicher und unverbauter geblieben ist. Die Berghänge des Tales sind teilweise schroff und die schindelgedeckten Holzhäuser ducken sich eng an die steilen Berghänge. Ein früher oft gehörter Spruch spottete, dass hier sogar die Hühner Steigeisen tragen müssten. Wir brauchen diesbezüglich keine besonderen Maßnahmen zu treffen, denn die Straße verläuft eher gemäßigt und fordert allenfalls an den zwei kurzen 11 %igen Abschnitten etwas mehr Stehvermögen.Ausgangspunkt ist eine Abzweigung an der Rhônetalstraße, der Hauptstraße 9, ca. drei Kilometer östlich von Sierre/Sitten, wo man auf die Beschilderung »Zinal/Grimetz« trifft (km 0,0). Zur ersten Ortschaft des Tales, Niouc (km 4,5), steigt die Trasse mit 9 % nach oben, bevor der anfangs recht geradlinige Verlauf in eine enge Kehrengruppe übergeht.Die mit 11 % aus dem Ort herausführende Steigung legt sich bald wieder zurück, auf fast ebener Trasse kommt man rasch vorwärts, bis kurz vor dem Restaurant Les Pontis (km 7,0) die Steigung wieder auf 11 % zunimmt. Einem 100 m langen, unbeleuchteten Tunnel schließen sich zwei kurze Lawinengalerien (km 11,5) an und mit Steigungen bis 7 %, meist jedoch weit darunter, erreichen wir die Ortschaft Vissoie (km 13,0).Nadelspitz zeigt sich nun die vergletscherte Pyramide des Zinalrothorns über dem Talschluss, die 9 % ige Steigung legt sich bald zurück, um erst hinter Mission (km 16,0) über zwei Kehren hinauf nach Ayer (km 18,0) wieder auf 8 % anzusteigen. Schöne alte Holzhäuser am Wegrand beanspruchen unsere Aufmerksamkeit. Leicht abwärts rollend nähern wir uns dem Talschluss, in einer engen Kurve überfahren wir das Flüsschen Navisence (km 20,0), bevor es über eine Kehre wieder mit 9 % Steigung nach oben geht. Kurz vor Mottec (km 22,0), bei einer kleinen Kapelle, ist das Ende dieser Steigungsstrecke erreicht, bis zum Gasthof Pralong rollt es eben, bevor die Steigung bis zu den Holzhütten von La Boulette (km 23,5) nochmals auf 9 % zunimmt.Eine Kurve noch und schon liegt das Ortsschild von Zinal (km 24,0) vor uns und bald darauf endet die Tour in einem kleinen Talschluss (km 25,5), der die eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft ringsum allerdings nur anzudeuten vermag.

Schwierigkeit:

Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung

Befahrbarkeit:

Ganzjährig befahrbar

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour25 km
Höhenunterschied1135 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAbzweigung an der Rhônetalstraße H 9, ca. 3 km östlich von Sierre, 565 m
Hinweise
Schwierigkeit: Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung, Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt Schweiz
VerkehrsanbindungAutobahn Luzern-Bellinzona A 2 (Gott-hardautobahn), Ausfahrt Göschenen – Andermatt – Realp – Furkapass – Gletsch – Ulrichen – Münster – Brig – Visp – Sierre
Höchster Punkt
1700 m

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