Zur Kenzenhütte

Gut zu fahrende Forstwege mit einigen mittleren Anstiegen. (Autor: Wolfgang Taschner, Udo Kewitsch)
15 km
550 m
2.00 h
Vom Startpunkt weg können wir es diesmal gemütlich angehen lassen. Die Asphaltstraße vom Wanderparkplatz Bruckschmied führt fast eben am Halblech entlang. Es bleibt genügend Zeit, um sich in Ruhe warm zu fahren und auch, um die schöne Flusslandschaft zu betrachten. Der Halblech hat im Lauf der Jahrzehnte eine Menge Gestein aus dem Gebirge hierher befördert und in breiten Kiesbänken angeordnet. Im Bachbett sind auch etliche Gumpen entstanden, die sich am Ende der Tour als Wanne für ein erfrischendes Bad anbieten. An einer Stelle sind die Brocken zu zahlreichen Steinmännchen aufgeschichtet worden; das Kunstwerk zieht alle Blicke auf sich.
Nach etwa zwei Kilometern heißt es runterschalten, denn kurz vor der Reiselsbergbrücke geht es auf einer Forststraße rechts hinauf in Richtung Lobental. Jetzt beginnt der erste Anstieg, der uns am Lobenbach entlang hinauf zum Stausee bringt. Dort wird aus der Wasserkraft elektrischer Strom erzeugt.
Wir machen jetzt einen kleinen Ausflug durch das hintere Lobental, die Forststraße steigt in einer weiten Schleife durch den dichten Wald an. In einer nachfolgenden kurzen Abfahrt erreichen wir den Bockstallsee, der sehr idyllisch in das Lobental eingebettet ist. Das kristallklare Wasser verlockt zu einem Bad, es ist allerdings sehr kalt.
Wir queren rechts am Bockstallsee vorbei die Hochebene. Hier lohnt sich ein Blick zurück an den prächtigen, einzeln stehenden Bäumen vorbei auf die Felswand des Rahmensteins. Ab der schön gelegenen Wankerfleck-Kapelle beginnt der letzte Anstieg, in weiten Serpentinen erklimmen wir das letzte Stück zu unserem Etappenziel. Kurz vor der Kenzenhütte passieren wir die Diensthütte der Bergwacht. An dieser Stelle stand ursprünglich ein königliches Jagdhaus, von dem aus der bayerische König Maximilian öfter zum Jagen unterwegs war. Ein Schild weist darauf hin, dass es für Wanderer nur noch fünf Minuten bis zur Kenzenhütte sind. Wir Mountainbiker sind schon etwas schneller dort und können uns auf der Terrasse mit Blick auf die steile Felswand der Hochplatte gemütlich niederlassen.
Nach der Einkehr empfiehlt sich in jedem Fall ein kurzer Abstecher zum nahe gelegenen Wasserfall. In mehreren Stufen rauscht das Bergwasser über die Felswand hinunter. Von König Ludwig II., dem Sohn des bayerischen Königs Maximilian, ist überliefert, dass er bei einem seiner Besuche im Jagdhaus den Wasserfall nachts von einem bengalischen Feuer beleuchten ließ. Der König nahm dabei an einer Tafel im Freien sein Abendessen ein und verweilte anschließend bis zum Morgengrauen an dem illuminierten Ort. Aber auch ohne bengalische Beleuchtung üben der Wasserfall und die umgebende Landschaft einen großen Reiz aus.
Auf dem Rückweg verzichten wir auf die Runde durch das hintere Lobental und bleiben bei der Wankerfleck-Kapelle geradeaus auf der Forststraße hinunter zum Halblech.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied550 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz Bruckschmied
EndpunktWanderparkplatz Bruckschmied
TourencharakterDas Streckenprofil dieser Tour ist ideal - Zunächst können wir uns einfahren, dann folgen mehrere mittelschwere Anstiege, zwischen denen immer wieder flachere Passagen Zeit zum Erholen bieten.
Hinweise
Mehrmals am Tag verkehrt ein Bus zwischen Bruckschmied und der Kenzenhütte. Deshalb ist insbesondere vor nicht einsehbaren Kurven vorsichtiges Fahren angesagt.
KartentippKompass Wanderkarte Füssen/Außerfern, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungVon München die A 96 bis Ausfahrt Landsberg/Lech, dann B 17 nach Halblech; bei der Brücke über den Halblech am westlichen Ortsende von Halblech liegt der Wanderparkplatz Bruckschmied.
GastronomieKenzenhütte und Einkehrmöglichkeiten in Halblech
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