Zur Gufferthütte

Auf breiten Forststraßen verläuft die Rundtour südlich der Blauberge. Die Abfahrt ins Tal ist gemütlich, die Rückfahrt erfolgt über den alten Steinberger Weg. (Autor: Lisa Bahnmüller)
21 km
480 m
2.00 h
Vom Parkplatz bis vor die Holzscheune und davorrechts dem Schild »Gufferthütte« nach. Bald darauf gabelt sichdie Strecke; wir halten uns links auf dem flacheren Weg und folgender MTB-Beschilderung zur Gufferthütte. Zunächst geht’snoch gemächlich dahin, wird jedoch bald steiler. Zum Glück folgenimmer wieder entspanntere Abschnitte, wo wir uns erholenkönnen. Nach knapp 4,5 km lassen wir die Abzweigungen zurBlaubergalm unberücksichtigt und radeln rechts über den Bach.Bald folgt ein herrlicher Höhenweg. Ein schwerer Sturm hat eineriesige Schneise in die Waldhänge geschlagen – ganz zur Freudevon uns Bergradlern, denn so genießen wir einen ungehindertenBlick auf Guffertspitze, Unnütz und die felsige Natterwand rechtsvon uns. Ein Jägeransitzkommt wie gerufen, undwir genießen dort dieRuhe und die Nachmittagssonneam Berg.Bei Kilometer 10,2 stößtvon rechts ein Forstwegin einer Kehre zu uns;von hier kommen wirnach dem Besuch aufder Gufferthütte zurück. Jetzt heißt es noch mal Kraftreservenbündeln für die letzten steilen Höhenmeter, vorbei an der Finzalm,bis zur Gufferthütte, wo die Wirtsleute ganz auf Radfahrereingestellt sind. Viele Mountainbiker kommen auch über die Erzherzog-Johann-Klause heraufgefahren. Auf der sonnigenTerrasse ist somit immer etwas los, und bei Tiroler Speckknödelsuppelässt es sich gut aushalten. Zurück geht es die 2 km bis zur Abzweigung und dann links denBerg hinab (Schild »Achenkirch«). Nach 700m müssen wir entscheiden:Wenn wir die etruskischen Schriftzeichen entdeckenwollen, biegen wie hier links ab und folgen demWeg bis zur Filzalmmit dem Rad. Von dort geht es zu den rätselhaften Inschriftennur per pedes weiter.Wer daran kein Interesse hat, der bleibt auf dem Hauptweg, aufdemman stets amFilzmoosbach entlang abwärts rollt. Die umgebendeLandschaft mit ihrer Schlucht und den Felsformationen istebenfalls sehr interessant, und sogar der Laie erkennt, dass es hierauf kleinem Raum gewaltige Verschiebungen gab. Der Filzbachhat viele Gesteinsschichten freigelegt, und dessen bizarre Verformungenlassen uns tief in die erdzeitliche Geschichte zurückblicken.Wie gut, dassman hier auch einen Geopfad angelegt hat, woman allesWissenswerte darüber erfährt.UnserWeg endet an einem großenWanderparkplatz. Dort biegenwir auf der Straße für wenige Meter nach links und dann gleichwieder rechts in die Forststraße. Nochmals erfolgt ein kleiner Anstieg.An der Weggabelung halten wir uns links (nicht bergab)und finden kurz danach wieder Schilder, die uns auf dem AltenSteinbergweg rechts nachAchenkirchweisen.Wir treffen auf eineTeerstraße und folgen ihr nach rechts unter der Schnellstraße hindurchnach Achental, einemVorort vonAchenkirch. Gleich zu Beginnbiegen wir hinter dem Feuerwehrhaus rechts ein und umgehenso ein Stück der viel befahrenen Bundesstraße, auf die wirwieder stoßen.Hier beginnt der Radweg »Bavarica Tyrolensis«, dem wir für dieletzten Kilometer nach links folgen. Ein letzter kurzer Anstiegsteht uns noch bevor, ehe wir endgültig bergab rollen und auf unserenbekannten Hinweg stoßen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied480 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortAchenwald in Tirol
AusgangspunktAchenwald in Tirol, kleiner Wanderparkplatz
Endpunkt Achenwald in Tirol, kleiner Wanderparkplatz
Tourencharakter Rätselhafte Inschriften und bizarre Gesteinsformationen
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 8 Tegernsee–Schliersee
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Holzkirchen, dann weiter über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinstausee. Links Richtung Achensee. Ca. 2,7 km nach der aufgelassenen Zollstation, kurz vor dem Gasthaus Marie, links über die kleine Brücke in den Weiler Achenwald (kleines gelbes Schild »Gufferthütte«); vor einer Scheune einige Parkplätze.
GastronomieGufferthütte (auch Ludwig-Aschbrenner-Haus; nur imSommer geöffnet); direkt amAusgangsort das TirolerGasthaus Marie
Informationen
Die rätselhaften Inschriftenin etruskischer oder rätischerSprache in der Nähedes Guffertgipfels, die sichnicht genau datieren lassen,gehören zu den bekanntestenFelsbildernÖsterreichs. Vom Gott Kastorist die Rede und vonden drei Frauen, Etuni, Ritaliund Mnesi, die ihm hierwohl ein Opfer darbrachten.Die näheren Umstände, unterdenen die Inschriftenentstanden, bleiben einesder großen Geheimnisse derGeschichte.
Tourismusbüro
Tourismusverband Achensee, Tel. +43/(0)5246/ 53 00, www.achensee.info
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