Von Bad Heilbrunn über den Buchberg .

Nette Nachmittagsrunde mit einigen Höhenmetern, obwohl man keinen richtigen Berggipfel erklimmt. Vorwiegend auf Forstwegen (Autor: Lisa Bahnmüller)
33 km
400 m
2.00 h
Vom Parkplatz radeln wir im Wörnerweg nachlinks, bis er in den Schilcherholzweg mündet, dem wir nach linksfolgen. Wir kommen aus dem Wald und sind gleich darauf inRamsau. Wer diese Tourim März oder April startet,weiß, woher der Ortseinen Namen hat: ImWald und entlang derBäche ist der Boden dickmit grünem Bärlauchbedeckt – auf bayerisch»Rams«, und der ist dieletzten Jahre wieder sobeliebt geworden, dasser in Heilbrunn sogarmit »Ramstagen« gefeiertwird.Zur Ortsdurchfahrt folgen wir der Vorfahrtstraße rechts undgleich die nächste Straße wieder rechts (Schild »Hammerl«). Wirverlassen die geteerte Straße an der ersten Möglichkeit in einengeschotterten Feldweg rechts und gewinnen etwas holprig anHöhe. Im Weiler Hub treffen wir wieder auf eine geteerte Straße,der wir für knapp 100mgeradeaus folgen; dann biegen wir, bevorsich die Straße abwärts senkt, links in den ungeteerten Feldweg.Auf diesem zunächst am Waldrand entlang und dann weiter geradeausbergauf zu den beiden Bauernhöfen von Wörner. Vondort haben wir bereits einen weiten Blick über die Streuobstwiesennach Norden über das Loisachtal bis weit hinterWolfratshausenund nachWesten bis zum Hohen Peißenberg. Nach den Höfen folgen wir nicht der geteerten Straße rechtsbergab, sondern bleiben geradeaus auf demvon Bäumen gesäumtenForstweg bergauf. Auch wenn wir schnaufen müssen, solltenwir einen Blick links in denWald werfen: Große,mächtige Buchendurften hier über viele Jahrzehnte ungestört wachsen. An einigenAlmwiesen vorbei erreichen wir kurz darauf Buchberg, wo unswieder eine geteerte Straße erwartet. Dieser folgen wir bergab, amStrasserhof und demTölzer Golfclub vorbei bis zu einer größerenTeerstraße. Etwas nach links versetzt, beginnt auf der gegenüberliegendenSeite ein kleiner Feldweg, in den wir queren. Ermündetin den Peterbauernweg, wo wir uns nach links wenden.Nach dem letzten Haus brauchen wir etwas Orientierungssinn.Zunächst radeln wir durch den Wald kurz steil bergauf, dann aufeinem Wiesenpfad auf eine Scheune zu. Dort links in den breiterenWeg und über die Wiese in den Wald. An den Wegverzweigungenhalten wir uns rechts und radeln auf den Weiler Vogelsangzu, wo wir rechts abbiegen. Nach demeinsamen Hof Lechenverlieren wir an Höhe, wenn wir nach Fischbach mit seiner kleinenKirche hinunterradeln. Gegenüber der Kirche beginnt wiederein Feldweg, in den wir hineinradeln, ihn aber nach 300m kurznach der Linkskurve wieder nach rechts verlassen in einen Feldwegund nun dem bald schmäler werdenden Wiesenweg überden Rottachbach folgen. Der kaum sichtbare Weg führt uns hinaufnachWolfsöd, wo wir uns vor den Höfen rechts wenden. Nun geht es durch den Wald bis nach Hinter Rothenrain, ebenfallsein wunderschönerWeilermit alten oberbayerischen Bauernhäusernund einer netten, blumengeschmückten Kapelle. Nachdem kleinen Gotteshaus fahren wir links aufden ungeteerten Feldweg, der uns imRechtsknick an den Waldrand führt. Jetzt geht es bergab und in der Talsohle geradeausauf den schmalen Wiesenpfad, der mittendurch das Moor und über einen Bach führt.Auf der anderen Seiteweitet sich der Pfad zueinem Forstweg und trifft nach weniger als2 km auf eine Fahrstraße. Wir queren sie geradeausin einen Forstweg und strampelnein letztes Mal bergauf. Wenn der Wald sichlichtet, sehen wir bereits die ersten Häuserder Königsdorfer Ortsteile Osterhofen undNiederham vor uns.Jetzt halten wir uns stets ein wenig links,Richtung Westen, durch die von Bauernhöfengesäumten Dorfstraßen. Der KönigsdorferKirchturm weist uns den Weg, und sotreffen wir auf die große Durchgangsstraße,die B 11, der wir nach links leicht bergauf,am Gasthof Hofherr vorbei, folgen. Unmittelbarvor dem Rathaus biegen wir rechtsRichtung Mooseurach ein. Schwungvollgeht es über einige Kurven abwärts; an derWeggabelung halten wir uns links und verlassenKönigsdorf auf einer ruhigen, geteertenStraße. Kurz vor Mooseurach steigt dieStraße an, aber kurz darauf sind wir schonamgroßen Gutshof. Der gehörte vor fast 100 Jahren einmal RobertBosch, dem Gründer der Firma Bosch. Heute ist Mooseurach einökologisch betriebener Bauernhof, und in den dazugehörigenehemaligen Gesindehäusern leben viele Künstler.Wir bleiben auf demWeg, den wir gekommen sind, und erreichenleicht bergab bald ein paar der ehemaligen Arbeiterhäuser. Hierbiegenwir links und an der nächstenWeggabelung rechts ab. Jetztgeht es für die nächsten 1,7 km geradeaus durch die von kleinenBächen durchzogene Breitfilze. Hier gibt es wenig Schatten, undim Sommer, nach einem bereits heißen Vormittag, staut sich die Wärme in der dunklen, moorigen Torferde, die einen ganz eigenenGeruch verströmt. Kurz nach einemStadl gabelt sich derWeg;wir wählen den linken und passieren unterhalb der Kuppe einweiteres großes Gut: Nantesbuch. Bald darauf treffen wir auf eineTeerstraße, in die wir links einbiegen. Bergab fahren wir überKarpfsee zum Hofgut Letten, einem ebenfalls ausgezeichnetenÖkobetrieb, der sich vor allem auf biologischen Gemüseanbauspezialisiert hat.Nun müssen wir nach rechts ca. 1 km auf der stärker befahrenenB 11 weiterradeln. Sobald die ersten Häuser der Reindlschmiedeauftauchen, können wir auf einem kleinen Weg rechts durch denWeiler radeln. Wir passieren das Gasthaus Reindlschmiede, sofernuns nicht sein Biergarten zu einer Pause verlockt. Dann überquerenwir einen Bach und kreuzen die B 11. Gegenüber beginntwieder eine geschotterte und nur für Landwirte freigegebeneStraße.Auf halber Strecke lohnt sich allerdings noch ein Abstechernach rechts über den Bach zum idyllisch gelegenen Badesee SchönauerWeiher.Unser Feldweg mündet am Gasthaus Ramsau wieder in den kleinenOrt, den wir von der Hinfahrt bereits kennen. Nach dem Biergartenbiegen wir in die Vorfahrtstraße rechts ein und gleich ander nächsten Möglichkeit in Obermühl erneut rechts. Die kleine,geteerte Straße führt zwischen den Bauernhäusern leicht aufwärts.Am kleinenWegedreieck mit frisch gepflanztem Baum biegenwir links und erreichen gleich darauf wieder unseren Startplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied400 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortBad Heilbrunn
AusgangspunktBad Heilbrunn, Wanderparkplatz im Wörnerweg.
Endpunkt Bad Heilbrunn, Wanderparkplatz im Wörnerweg.
Tourencharakter Durchs Tölzer Land
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 7 Murnau–Kochel–Staffelsee
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 95 Richtung Garmisch bis zur Ausfahrt Sindelsdorf/Bad Tölz. Weiter Richtung Bad Tölz, dann durch Bad Heilbrunn. Am Ortsende, nach der Shell-Tankstelle, links in den Schilcherholzweg und nach ca. 500m wieder links; kostenfreier Parkplatz auf der rechten Seite gegenüber dem Sportplatz
GastronomieSehr gutes Wirtshaus mitBiergarten in Oberfischbach;in Königsdorf den hervorragendenPostgasthof Hofherrn;mehrere Möglichkeitenin Bad Heilbrunn; direktam Weg Gasthaus Reindlschmiede
Informationen
Bad Heilbrunn undseine KurfürstinDie gesundheitsförderndenJodquellen von Bad Heilbrunnwaren bereits im Mittelalterbekannt. Einen Aufschwungerlebte der Ort jedocherst 1659, alsKurfürstin Henriette Adelaidezu einer fünfwöchigenTrinkkur anreiste. Kurznach dem Kuraufenthalt gebarsie 1660 eine Tochterund zwei Jahre später denlang ersehnten ThronfolgerMax Emanuel II. So sagteman dem Heilbrunner Wassernach, die Fruchtbarkeitbesonders zu fördern, undder Kurtourismus zur »Kurfürstin-Adelheid-Quelle«setzte ein. Heute gilt Heilbrunnals idealer Ausgangspunktfür zahlreiche Unternehmungenins Isar- oderLoisachtal. Im Ortskern gibtes die schöne Seidlvilla miteinem gemütlichen Caféund toller Aussicht von derSonnenterrasse. Besondersgelungen ist der im Sommer2009 eröffnete Kräuter-Garten im Kurpark mitWasserläufen, Hexenkreisund jeder Menge Heil-,Duft- und Teekräutern.
Tourismusbüro
Gästeinformation Bad Heilbrunn, Tel. 08046/323, www.bad-heilbrunn.de
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