Vom Loisachtal ins Isartal

Nette Nachmittagsrunde mit einem kurzen, etwas feuchten Tragestück durch ein Bachbett. Lange Steigung über 3,6 km am Beginn der Tour; sonst fast ausschließlich Forst- und Radwege (Autor: Lisa Bahnmüller)
35 km
450 m
3.00 h
Wir radeln vom Parkplatz, das Schwimmbad im Rücken,über den Lainbach, und biegen unmittelbar danach rechts inden Weg entlang des Baches. Dieser mündet an einem Wanderparkplatzin den Wurzweg. Nun links, gleich wieder rechts underneut nach demersten Haus rechts (kleines Schild »Bauernalm«).Schon geht es bergauf. Die nächsten 3,6 km wird unsere Unterhaltungstark durch die Straßenneigung beeinträchtigt. Dann teiltsich die Forststraße, und wir fahren links dem Schild »Arzbach«nach.Jetzt wird es gemütlicher, wir umrunden denWindpasselkopf (oftauch Wimpasselkopf genannt) und sehen zwischen den BäumenBenediktbeuern mit seinenmarkanten Klostergebäuden hervorlugenund blicken über das Moor bis zum Starnberger See. Nach einerersten Bergabfahrt biegen wir an einem hölzernen Brunnen(Kilometer 8) nach rechts. Die Stelle ist durch ein paar Farbpfeilevon andernMountainbikern markiert worden. Zunächst noch aufeinemschmalen Pfad geht es dann durch sehr nasses Gelände, woes sumpfig und batzig wird – ein paar hölzerne Bretter undmetalleneGitter helfen nur bedingt zur Querung des unwegsamen Geländes.Schließlich kommt auch noch ein kleiner Wildbach, dersich je nach Wasserstand direkt in unseren Pfad ergießt und unsüber die Steine balancieren lässt. Trotzdemmacht es viel Spaß, das»Hindernis« zu überwinden, selbst wenn das Wasser im Frühjahrnoch recht kalt ist.Nach dem Bach bleibt der Pfad noch ein Stückweit holprig und istvon Wurzeln durchzogen. Dann wird er wieder »radelbar«, und bald darauf treffen wir auf eine gut ausgebaute Almstraße. Hiergeht es links leicht bergab über eine kleine Hochebene, die sichzwischen Zwiesel und Brauneck erstreckt. Im Frühsommer blühendie Almwiesen in herrlichen Farben, und wir entdecken weißes,watteähnliches Wollgras, das bevorzugt in feuchten Gebietenwächst. Es geht leicht bergab, und wir folgen der Beschilderung»Arzbach« nach links. An einigen Almen vorbei stoßen wir aufden von rechts kommendenWanderweg zur Kirchsteinhütte.Werhungrig und durstig ist kann zu ihr einen Abstecher machen,muss aber dafür ein kleines Stück aufwärts fahren.Wir aber rollen links bergab und bringen unsere Bremsen zumGlühen, und das nicht nur wegen der vielen Fußgänger – steilgeht es über einige Serpentinen bergab. Ab dem Parkplatz folgenwir dem Lauf des Arzbachs, müssen nun aber auf der engenStraße mit Autoverkehr rechnen. Wir überqueren den Arzbachund verlassen den Wald. Etwa 1 km nach der Arzbachbrückeradeln wir beimLexhof, demersten Bauernhausauf der linken Seite, links zunächst hinterseiner Scheune und dem Hof herum. (Das Hinweisschild»Schnait–Wackersberg« ist von unserer Seiteaus nicht sichtbar.) Dort beginnt ein schönerWiesenpfad,der fast schnurgerade gen Norden führt. ObwohlderWeg, dermitten durch die Felder zieht, sehrschmal ist, wurde er noch nicht für Radfahrer gesperrt.Auf keinen Fall dürfen wir denWeg verlassenund in die blühenden Wiesen ausweichen – Fußgängerhaben immer Vorfahrt! Wir kreuzen einige Hofzufahrten und größere Feldwege und erreichenschließlich den Beindlhof mit seinem Eis-Kiosk. FamilieKniegel bereitet aus hofeigener frischer Milch und Sahne ein leckeresBauernhof-Eis; sie verwenden dazu fast ausschließlich heimisches,saisonales Obst. Künstliche Aromastoffe und Konservierungsmittelsind hier verpönt. Völlig unkompliziert ist die Selbstbedienung,die an ehrlicheWanderer und Radfahrer appelliert: ImKiosk steht eine voll gepackte Eistruhe, und in die Schale danebenwirft man das Geld passend ein. Vor dem Haus laden Ruhebänkezur Rast.Frisch gestärkt radeln wir zunächst auf dem Wiesenweg weiter.Diesermündet an ein paarHäusern und Scheunen in eine geteerteLandstraße, auf derwir geradeausweiterfahren. ImnächstenWeilerfolgen wir dem Rechtsknick der Straße, dann geht es geradeauszur netten Aussichtsterrasse der Waldherrenalm. Bald erreichenwir die kleine Pestkapelle, auch Lehelkirchl genannt, dieeinsam am Waldrand steht. Dahinter beginnt links erneut ein autofreierFeldweg, der uns zu einem Lehrbienenstand bringt. Hierbiegen wir links in die Fahrstraße ab und passieren den altenQuellhof von Sauersberg, eine der Fundstellen des jodhaltigen Tölzer Heilwassers. Kurz danach, in der lang gezogenen Rechtskurve,biegen wir an den Pferdekoppeln links in den Privatwegein und folgen der Beschilderung steil hinab zum Blomberg-Parkplatz. Durch eine Unterführung gelangen wir sicher auf denRadweg auf der anderen Seite der Bundesstraße.Wir folgen ihmzumGasthofWiesweber amStallauerWeiher. Nurwenige Meter weiter biegen wir rechts in das geteerte Sträßchenab, das uns mit einem kleinen Anstieg zu den Bauernhöfen vonWörner leitet. Von dort geht es nach links stets bergab am Waldrandentlang und in einer weiten Rechtskurve zu den Häusernvon Hub.Wir bleiben auf der Höhe und radeln dem Rechts-links-Knick der geteerten Straße nach. Vor einem kleinen, windschiefenSchupfen mit markanten Dreiecks-Fensteröffnungen biegen wirlinks auf den ungeteerten Feldweg, der in einem Bogen, am Endeauf einer Teerstraße, nach links in die Ramsau führt.An der nächsten Vorfahrtsstraße radeln wir für wenige Meterlinks und gleich die nächste Möglichkeit rechts. Entlang des StallauerBachs passieren wir den Gasthof Ramsau mit seinem gemütlichenBiergarten und radeln geradeaus in den für Autos gesperrtenFeldweg. Nach ca. 500m überqueren wir den Bach nachlinks und fahren weiter auf einem Feldweg zum Schönauer Weiher.An seinem Ende biegen wir erneut links, radeln am Parkplatzvorbei und gleich steil bergauf nach Bad Heilbrunn. Dort geht esgeradeaus durch die Adelheidstraße, die an der Sparkasse in dieFerdinand-Maria-Straße mündet. Nach links lohnt sich ein Abstecherzum neu angelegten Kräuter-Garten, wo wir uns bestensdarüber informieren können, welche Heilpflanzen gegen Muskelkaterwirken.Nach rechts durchqueren wir den Ort. Am Seniorenheim Alpenhofbeginnt der Bodensee-Königssee-Radweg, dem wir nochmalsnach rechts folgen. Wir überqueren die Autostraße und fahrenüber Baumberg bergab zur B 11. Der Radweg verläuft auf dergegenüberliegenden Straßenseite nach links weiter. Über Untersteinbachund durch eine Unterführung erreichen wir Obersteinbach.Nach der Ortsdurchfahrt geht es über den Steinbach, undschon sind wir auf der Bichler Flur. An der Weggabelung haltenwir uns zunächst noch für 100m links Richtung Bichler Freibad,bleiben dann aber imLinksknick der Straße geradeaus und fahrendurch die Felder. Mit Blick auf die schönen Berge ringsum radelnwir immer gen Süden und erreichen so über den Weiler Häusernwieder Benediktbeuern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour35 km
Höhenunterschied450 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortBenediktbeuern
AusgangspunktBenediktbeuern, Parkplatz am Freibad bzw. bei der Sportanlage
Endpunkt Benediktbeuern, Parkplatz am Freibad bzw. bei der Sportanlage
Tourencharakter Über das Wimpassel
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 182 Isarwinkel
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 95 Richtung Garmisch bis zur Ausfahrt Sindelsdorf/Bad Tölz. Weiter Richtung Bad Tölz, rechts nach Benediktbeuern und auf der Hauptstraße durch den Ort; am Ortsausgang links in die Benediktustraße und der Beschilderung Freibad folgen.
GastronomieWaldherrenalm; Kiosk (mitleckerem Beindlhof-Eis);mehrere Möglichkeiten inBad Heilbrunn (s. Tour 12);in Benediktbeuern u. a.Otti’s Eisgärtchen (s. Tour11)
Tourismusbüro
Gästeinformation Benediktbeuern, Tel. 08857/248, www.benediktbeuern.de
Tags: 
Mehr zum Thema