Rund um den Rauschberg

Herrliche Rundtour durch die Chiemgauer Alpen ohne nennenswerte technische Probleme; zwei steilere Auffahrten (Autor: Lisa Bahnmüller)
3 km
650 m
3.00 h
Am südlichen Ende des Bahnhofs, am neuen Kreisverkehr,
starten wir unsere Tour in die Waldbahnstraße. Nach einem
kurzen Stück halten wir uns vor der scharfen Linkskurve
rechts über die kleine Brücke und radeln auf einemRadweg flussaufwärts
an den Tennisanlagen vorbei. Flott geht es zunächst auf
dem nur den Radfahrern vorbehaltenen Uferweg dahin. Am Bäckersteg überqueren wir die Traun und stoßen gleich darauf auf
eine Autostraße. Wenige Meter nach links und gleich wieder
rechts in Richtung Zell radeln wir dann an der Kirche St.Valentin
vorbei. Unmittelbar vor dem Windbach biegen wir links in den
»Infang« und folgen nun eineWeile demMozartradweg.
Anfangs noch sacht, immer am Bach entlang, wird es allmählich
steiler. An den Abzweigungen halten wir uns eher rechts, immer
auf dem großen Forstweg bleibend.
Nach einem kurzen, knackig-steilen
Stück geht es bald wieder abwärts, und
mit herrlicher Sicht über den Froschsee
auf den Rauschberg rollen wir an der Kapelle
links, an staatlichen Bauernhöfen
und der Kesselalm vorbei, ins Inzeller
Becken.
Im Tal an der großen
Autostraße angelangt,
können wir für
die Inzeller Ortsbesichtigung
geradeaus
in den schmalen
Feldweg radeln; ansonsten
biegen wir
hier rechts ab und radeln
ein Stück auf der
Autostraße bis zum
Gasthaus Schmelz. Dort links über den
Parkplatz, an Streichelzoo und Spielplatz
vorbei und auf einer ungeteerten Forststraße
durchs herrliche Wildenmoos. Bergab erreichen wir das Café Zwing an der Deutschen Alpenstraße,
die wir geradeaus in den Radweg überqueren. Dieser teilt
sich nun, und wir halten uns links auf den Salinenrundweg RichtungWeißbach.
DieMountainbike-Strecke zieht sich auf halber Hanghöhe entlang
der ehemaligen Soleleitung, dem Säumerpfad, entlang. Hier
wurde das in Bad Reichenhall gewonnene Salz durch Holzleitungen
bis in die Raffinerien von Rosenheim gepumpt. Viele Infotafeln
erklären die Funktion der ältesten Pipeline Deutschlands.Wir
passieren das Naturdenkmal des Weißbacher Gletscherschliffs
und sehen tief unter uns die vielen Autos auf der Deutschen Alpenstraße
aneinandergereiht. Kurz danach halten wir uns rechts,
steil bergab zurWeißbach.An derAutostraße geht es dann weiter
200m nach links über den Wanderparkplatz, wo wir die Weißbach
überqueren.
Auf der anderen Seite beginnt die Schwarzenachschlucht, die
aber nur Fußgängern vorbehalten ist. Wir orientieren uns an der
Forststraße bergauf und folgen erst dem Schild »Zu den Almen« und dann immer der Beschilderung »Kaitelalm«. Zunächst noch
für die Beinarbeit gemütlich, radeln wir oberhalb der Schwarzenachschlucht
dahin. Dann teilt sich der Weg, und wir radeln
rechts (nicht zur Reiteralm) steil abwärts zum Ende der Schlucht.
Dann müssen wir alle Kräfte bündeln, denn es wird erneut steil,
diesmal aber aufwärts.
Die Haarbacher Alm kommt wie gerufen für einen Einkehrstopp
und ist wirklich eine Pause wert. Auf den Holzbänken rund um
dieAlmkann es schonmal eng werden. Nach der Rast (an derAbzweigung
hinter der Alm links halten) geht es erst noch weiter
bergauf, dann wird es etwas flacher, und bald haben wir den
Scheitelpunkt unserer Tour erreicht. Vor uns liegt die Kaitelalm,
wo wir schon allein wegen des urigen Wirtes Sepp noch einmal
anhalten können.
Jetzt ist Downhill angesagt. Zunächst steil, dann den Bremsbelag
schonend rauschen wir an den Schwarzenachalmen vorbei ins
gleichnamige Tal. In Laubbau kurz vor dem Holzfällermuseum
sind wir schließlich wieder im Tal der Traun angekommen. Für
die Rückfahrt nach Ruhpolding wenden wir uns vor der Brücke
rechts und radeln nun wieder an der Weißen Traun entlang. Immer
der Ruhpoldinger Beschilderung zur Ortsmitte folgend, queren
wir einige Autostraßen und erreichen bald den bekannten
Hinweg, dem wir diesmal in entgegengesetzter Richtung zum
Ausgangspunkt zurück folgen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied650 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortRuhpolding
AusgangspunktRuhpolding, großer, kostenfreier Parkplatz in der Ortsmitte am Bahnhof
Endpunkt Ruhpolding, großer, kostenfreier Parkplatz in der Ortsmitte am Bahnhof
Tourencharakter Über den Soleleitungsweg zur Kaitelalm
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 16 Traunstein/Waginger See
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Traunstein/ Siegsdorf, dann Richtung Süden und über Siegsdorf bis Ruhpolding. Der Parkplatz ist ausgeschildert.
GastronomieDie nette Kesselalm bei Inzell;Gasthof Schmelz; CaféZwing; Haarbacher Alm(gute Küche); die urige Kaitelalm
Informationen
Das Holzfällermuseum widmetsich ganz dem Berufdes Waldarbeiters. Auf demgroßzügigen Freilichtgeländeund in einem Museumsbauerfahren wir allesWissenswerte rund um dieArbeit im Wald: Ob aus denlängst vergangenen Zeitendes einfachen Holzknechtsoder dem heutigen modernenBerufsbild des Forstarbeiters– alles wird sehr anschaulicherklärt.
Tourismusbüro
Touristinformation Ruhpolding, Tel. 08663/88 06-0, www.ruhpolding.de, www.siegsdorf.de
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