Mit dem MTB über den Jochberg

Traumtour zwischen Kochel- und Walchensee. Der technisch schwierige Teil der alten Kesselbergstraße lässt sich auch umgehen. Konditionell sind die Strecken gut zu schaffen. Prima auch als Einsteigertour geeignet. (Autor: Lisa Bahnmüller)
28 km
700 m
3.00 h
Vom Bahnhof radeln wir in den Ort hinein und biegen an der großen Kreuzung links auf die Fahrstraße Richtung Innsbruck. Leider ist Kochel für Radfahrer ein eher unfreundlicher Ort: Es gibt kaum Radwege, sodass wir auf der Hauptstraße den Ort durchqueren müssen; die Uferwege sind ausnahmslos den Fußgängern vorbehalten. Wir radeln mehr oder weniger in Kochelseenähe am Franz-Marc-Museum vorbei, dann am Gasthof Grauer Bär und schließlich am Campingplatz, wo wir den Fuß des Kesselbergs erreichen, den wir nun bewältigen müssen – entweder auf der B 11 über viele Kurven, aber begleitet von jeder Menge motorisiertem Verkehr, oder auf der alten Kesselbergstraße, die sehr holprig und steinig ist und natürlich auch viel steiler, dafür aber spannender, selbst wenn wir mal ein Stück schieben müssen.

Auf historischen Wegen

An manchen Stellen sehen wir im felsigen Boden noch die Spuren, die jahrhundertelang von Wagenrädern eingegraben wurden. Denn diesen Weg wählten schon die Römer bzw. viel später Goethe auf seinem Weg nach Italien. Gleich zu Beginn der Kesselbergstraße biegen wir rechts in den ungeteerten Forstweg »Urfeld über alte Kesselbergstraße« ein und bleiben nun stets auf dem Hauptweg, der an einer Kurve in die B 11 mündet. Wir folgen dieser 150m, dann geht es rechts auf der alten Kesselbergstraße weiter. Am Scheitelpunkt des Kesselbergsattels treffen Alt und Neu wieder zusammen, und mit herrlicher Aussicht auf das glitzernde Wasser des Walchensees rollen wir nach Urfeld hinab.

An den ersten Häusern biegen wir, den Abgasen entkommend, links in die Seeuferstraße und radeln auf dem autofreien Uferweg am See nach Sachenbach mit seiner Wikingersiedlung. Das »bayerische Skandinavien« verlassen wir nach links auf einer schmalen Teerstraße zwischen den Bauernhäusern aufwärts. Nach 2 km am Wegedreieck im Wald wählen wir den kleineren Wanderweg geradeaus bergauf. Es wird felsiger und nach der Fieberkapelle ziemlich holprig. Dann geht es bergab zum Weiler Berg, von wo wir ins Tal der Jachenau schauen können.

Achterbahnfahrt ins Kochler Becken

Direkt nach der ersten Scheune biegen wir links in den Weg mit der Beschilderung »Jochberg/Kotalm« ab. Am Waldrand geht es nochmals links auf die Forststraße, die mit mäßiger Steigung kaum Probleme bereitet. 2,5 km später teilt sich der Weg (Schild »Kochel/Kotalm«), und wir radeln rechts zunächst kurz bergab und dann das letzte Stück aufwärts zur Kotalm. Dahinter geht es auf einem Wiesenweg weiter, der aber am Ende der Almweide zu einer breiteren Fahrstraße wird, die in einer Rechtskurve wieder in den Wald führt. Die von rechts kommenden Wege ignorierend, überprüfen wir noch mal unsere Bremsen, und schon geht es wie auf einer Achterbahn in engen Kurven ins Kochler Becken.

Knapp 600m nach einer letzten spitzen Linkskurve biegen wir scharf rechts in den kleineren Weg ein, der uns direkt in die Sonnensteinstraße führt. Zurück in Kochel erreichen wir durch die Alte Straße das Rathaus, biegen dort nach links und treffen wieder auf die B 11, die uns rechts zurück zum Bahnhof leitet.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied700 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortKochel am See
AusgangspunktKochel am See, Parkplätze am Bahnhof
Endpunkt Kochel am See, Parkplätze am Bahnhof
TourencharakterZwischen Wikingern und Sennern
KartentippKompass 1:50 000, Blatt182 Isarwinkel
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 95 Richtung Garmisch/ Salzburg bis zur Ausfahrt Murnau/Kochel. Weiter über Großweil und Schlehdorf nach Kochel. An der T-Kreuzung im Ort links zum Bahnhof
GastronomieUnterwegs nur am Walchense ein Urfeld oder am netten Kiosk in Sachenbach; große Auswahl in Kochel (sehr zu empfehlen: Bauerncafé  Zum Giggerer)
Tourismusbüro
Touristinfo Kochel am See, Tel. 08851/338, www.kochel.de
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