Die Karwendelrunde

Mittelschwere Tour auf gut befestigten Forstwegen mit einem längeren Anstieg und entsprechender Abfahrt. (Autor: Wolfgang Taschner, Udo Kewitsch)
22 km
600 m
2.00 h
Die mächtige Karwendel-Gebirgsgruppe erstreckt sich von unserem Ausgangspunkt Scharnitz im Westen bis zum Achensee im Osten über eine Fläche von knapp 1000 Quadratkilometern und umfasst deutlich mehr als 100 Gipfel, von denen jeder einzelne über 2000 Meter hoch ist. Nach der Auffaltung des Kalksteins, die vor rund 200 Millionen Jahren begann, sind an der Nordseite des Karwendels auffallend steile Abbruchkanten entstanden – die Felswände ragen an manchen Stellen bis zu 1000 Meter senkrecht hinauf. Gleichzeitig ist die Gebirgsgruppe von zahlreichen Tälern durchzogen. Allein von Scharnitz aus zweigen mehrere Seitentäler ab. Der einzige Nachteil dieser Seitentäler für das Mountainbiken liegt darin, dass man immer wieder auf dem gleichen Weg zurückfahren muss. Über eine wenig bekannte Routenführung können wir jedoch auf dieser Tour einige Karwendeltäler kennen lernen und dennoch auf einer Rundtour zurück nach Scharnitz gelangen.
Startpunkt ist an dem großen Parkplatz an der Hinterautalstraße in Scharnitz, etwa 200 Meter westlich der Kirche. Wir können uns zunächst in Ruhe einrollen, die Asphaltstraße geht fast eben dahin. Auf einer Brücke queren wir zum ersten Mal die Isar, die in einem der Karwendeltäler bei der Hallerangeralm entspringt. Die Straße verläuft nun ein Stück weit an der Isar entlang, deren breites Bachbett von Geröll gefüllt ist. Kurz hinter der Einmündung des Karwendelbachs steigt die Straße langsam an und führt im weiteren Verlauf als Forststraße durch den beginnenden Wald. An der höchsten Stelle liegt ein Aussichtspunkt, von dem aus ein sehr schöner Blick über die Baumgipfel hinweg hinunter in das Isartal möglich ist.
Bei der nächsten Abzweigung halten wir uns rechts und rollen wieder zur Isar hinunter, die wir auf einer Brücke überqueren. Auf der anderen Seite steigt der Forstweg gleich wieder an und bringt uns von der Isar weg ins Tal des Gierschbachs hinüber, den wir kurz darauf linker Hand tief in der Schlucht rauschen hören. Wir queren nach einer kurzen Abfahrt oberhalb der Schlucht den Gierschbach und machen uns an einen längeren Aufstieg in Richtung Oberbrunn-Alm. Unterwegs lohnt es sich immer wieder, anzuhalten, um den schönen Ausblick in nordöstlicher Richtung auf das Karwendelgebirge zu genießen.
Am Ende des langen Anstiegs liegt auf der rechten Seite die urige Oberbrunn-Alm, die über zu erreichen über eine kleine Stichstraße zu erreichen ist. Auf der Sonnenterrasse lässt es sich gemütlich ausruhen.
Was danach folgt, ist Genussradeln pur. In engen Serpentinen rollen wir ins Gießenbachtal hinunter. Etwa auf halber Strecke gesellt sich der Bergbach von links hinzu und begleitet uns in Richtung Tal. Richtig spannend wird es in der Gießenbachklamm, wenn zwischen den reißenden Bach und die steile Felswand nur noch die schmale Forststraße passt. Die Abfahrt vergeht wie im Flug, etwas ausgekühlt ist bald die Ortschaft Gießenbach erreicht. Nach Überqueren der Bahnlinie und der Hauptstraße geht es rechts auf einem Radweg zwischen den Bäumen hindurch zurück nach Scharnitz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied600 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz »Karwendeltäler« in Scharnitz
EndpunktParkplatz »Karwendeltäler« in Scharnitz
TourencharakterDer Alpenpark Karwendel zählt zu den schönsten Naturgebieten in den Alpen. Einen Teil davon erkunden wir bei dieser Tour.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 5, Wettersteingebirge/Zugspitzgebiet, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto über die B 2 Garmisch-Partenkirchen–Innsbruck bis Scharnitz; die gebührenpflichtigen Parkplätze für die Karwendeltäler sind ausgeschildert. Stündliche Bahnverbindung zwischen München und Innsbruck mit Ausstieg in Scharnitz.
GastronomieIn Scharnitz mehrere Restaurants; unterwegs liegt sehr schön die Oberbrunn Alm.
Tags: