Kammweg Monte Cuc – Rocca Piana

Der Gipfel heißt bei den Südtirolern Wiggerspitz, bei den italienischen Nachbarn Rocca Piana. Schaut man aus dem unteren Val di Non hinauf zum Mendelkamm, trifft diese Bezeichnung durchaus zu: ein hoher, oben abgeflachter Rücken. Ein ganz anderes Profil zeigt der Wiggerspitz vom Fennerberg aus; da präsentiert sich der Gipfel als elegante Felspyramide, mit einem zur Seite gestellten schroffen Turm. (Autor: Eugen E. Hüsler)
19 km
1580 m
9.00 h
Zustieg.
Auf ordentlich markiertem Weg (Hinweis »Fenner Joch«) bergan zur ehemaligen Rotwandalm und weiter im Wald hinauf ins Fenner Joch (1563 m). Hier links, erst noch ansteigend, und nordseitig um die Cimoni herum in den Valico Prà d’Arza (1540 m). Aus dem Sattel quer durch die ostseitigen Abbrüche der Cima d’Arza zur Prà d’Arza (Tiefblick ins Etschtal) und hinab in die Senke (ca. 1500 m) vor dem Monte Cuc. Extrem steil an dem bewaldeten Rücken aufwärts, über zwei Kuppen und zuletzt flacher zum Gipfel (1809 m).
Kammweg Monte Cuc – Rocca Piana.
Der Abstieg startet steil, führt zwischen Latschen in der Südwestflanke, nach einer Linksquerung zur ersten Leiter. An die zweite Sprossenfolge schließen Holzstufen an. Auf der dritten Leiter – gut zehn Meter hoch und fast senkrecht – steigt man über einen Felsabbruch hinunter, die vierte endet am Felsfuß. Nun links und über abschüssige Wiesenhänge weiter abwärts in die Portela (1643 m). An der Scharte beginnt der Gegenanstieg. Er führt – teilweise gesichert – in die Westflanke des Berges und durch eine seichte, aber recht steile Grasrinne hinauf zum letzten Drahtseil an den Gipfelfelsen und zum großen Kreuz.
Abstieg/Rückweg.
Auf gutem Weg über den latschenbewachsenen Osthang bergab in den Wald und im Zickzack weiter hinunter zur Malga Kraun (1222 m). Auf breitem Ziehweg sanft im Wald bergan, dann absteigend zu einer Verzweigung. Hier rechts mit der Markierung 507 (Tafel »Rovere«) über die Pianizzia in vielen Kehren hinunter zu Endpunkt eines Fahrweges. Der Wanderweg kreuzt ihn etwas tiefer ein zweites Mal. Nun links zur Straße, die von Rovere della Luna heraufkommt, und mit ihr ins innerste Höllental. Ungefähr die Höhe haltend und zwei Wasserläufe querend (nicht absteigen!) auf die Ostseite des Tals, wo man auf eine breite Trasse stößt. Sie führt, leicht steigend, nach Unterfennberg (1047 m). Bei der Kirche links und hinauf zum Ausgangspunkt der Runde.

Herbststeige

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1580 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOberfennberg (1171 m)
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Gipfel heißt bei den Südtirolern Wiggerspitz, bei den italienischen Nachbarn Rocca Piana. Schaut man aus dem unteren Val di Non hinauf zum Mendelkamm, trifft diese Bezeichnung durchaus zu: ein hoher, oben abgeflachter Rücken. Ein ganz anderes Profil zeigt der Wiggerspitz vom Fennerberg aus; da präsentiert sich der Gipfel als elegante Felspyramide, mit einem zur Seite gestellten schroffen Turm. Und am Fennberg startet eine recht abenteuerliche Runde, die alles andere als »piana« (flach) ist, hinter dem Monte Cuc dann sogar ins Felsgelände führt. Vier Leitern und einige Drahtseile sichern den Übergang zum höchsten Punkt, und der bietet ein Panorama, das allein schon fast die Anstrengung wert ist. Aussicht gibt’s allerdings auf der ganzen Runde, hinab ins Etschtal und bis zum Alpenhauptkamm; vom Rocca Piana aus ist sogar ein klitzekleines Eck des Gardasees zu sehen.
Hinweise
Neben dem Panorama vom Rocca Piana die vielen Ausblicke unterwegs, im Frühling/Frühsommer die herrliche Südalpenflora, dann der Leiternabstieg vom Monte Cuc.
VerkehrsanbindungVon Kurtatsch (333 m) auf kurvenreicher Straße nach Oberfennberg. Wanderparkplatz
GastronomieMalga Kraun (1222 m), im Sommer durchgehend bewirtschaftet; Gasthaus in Unterfennberg
Informationen
Gesamt 9 Std.; Oberfennberg – Monte Cuc 3.30 Std., Monte Cuc – Rocca Piana 1.15 Std., Abstieg/Rückweg 4.15 Std.

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