Via ferrata Giancarlo Biasin

Die »Ferrata Biasin«, 1964 durch die CAI-Sektion Verona angelegt, ist eindeutig etwas für die »Artisten« unter den Klettersteiglern. Auf den hundert Vertikalmetern braucht es einen guten Armzug, dazu etwas Wendigkeit (in dem teilweise sehr engen Kamin) und ein solides Nervenkostüm. (Autor: Eugen E. Hüsler)
Zustieg.
Auf der alten Militärstraße zum Passo Pértica (1522 m) mit dem gleichnamigen Rifugio.
Via ferrata Giancarlo Biasin.
Vom Pass erreicht man auf steiler Spur in ein paar Minuten den Einstieg am Ansatzpunkt des vertikalen Kaminsystems (Tafel). Ungesichert (II) zum ersten Eisenbügel, dann senkrecht, sogar leicht überhängend die ersten zehn Meter hinauf. Anschließend rechts über einen Felsabsatz und weiter in den 80-Meter-Kamin. Ihm folgt die »Biasin« bis zum Ausstieg, gut gesichert, aber weiterhin nahe der Vertikalen. Teilweise ist der Felsspalt so eng, dass der Rucksack zum echten Hindernis wird (bei der Hütte lassen!). Zuletzt weniger schwierig (Drahtseil) auf den abgeflachten Rücken des Cengia di Pértica; 0.45 Std.
Abstieg.
Kurz zurück, dann links auf einem Weglein über den latschenbewachsenen Osthang hinunter zur »Via delle Creste«, Markierung »108«, und zur Straße. Auf ihr dann zurück zum Passo Pértica und zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied400 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRifugio Revolto (1336 m) im obersten Illasital.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDie »Ferrata Biasin«, 1964 durch die CAI-Sektion Verona angelegt, ist eindeutig etwas für die »Artisten« unter den Klettersteiglern. Auf den hundert Vertikalmetern braucht es einen guten Armzug, dazu etwas Wendigkeit (in dem teilweise sehr engen Kamin) und ein solides Nervenkostüm. Großes Gepäck ist dabei eher hinderlich, und wen am Einstieg schon Zweifel überfallen, ob er der Route auch gewachsen ist, der bricht die Übung besser rechtzeitig ab.
Hinweise
Die luftige Turnerei an dem senkrechten Riss- bzw. Kaminsystem.
VerkehrsanbindungZum Rifugio Revolto (1336 m) kommt man auf guter Straße durch das Valle d’Illasi, von Tregnano (317 m) 25 Kilometer. Weiterfahrt zum Rifugio Passo Pértica nicht gestattet (Sperrschranke).
GastronomieRifugio Passo Pértica (1522 m), bewirtschaftet 15. Juni bis 20. September
Tipps
Bei der Anfahrt kommt man im Valle d’Illasi durch das Dörfchen Giazza/Ljetzan (773 m), die letzte der einst »Dreizehn Kamäun von Bearn« (Dreizehn Gemeinden von Verona). In der relativen Abgeschiedenheit der Monti Lessini haben sich bis heute Reste der im 13. Jahrhundert eingewanderten deutschstämmigen Zimbern erhalten. Nachdem lange Zeit ein end- gültiges Verschwinden des zimbrischen »teutsch« befürchtet werden musste, wird inzwischen in der Schule von Ljetzan der altdeutsche Dialekt wieder unterrichtet, und seit 1970 erscheint eine Zeitschrift. Ein kleines Museum im Kulturhaus informiert über Geschichte und Traditionen der Zimbern; Öffnungszeiten über Tel. 045/784 70 50
Informationen
Gesamt 2.30 Std.; Rifugio Revolto – Rifugio Passo Pértica 0.45 Std., »Ferrata Biasin« – Cengia Pértica 0.45 Std., Abstieg über die »Via delle Creste« 1 Std.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Eugen E. Hüsler

Hüslers Klettersteigführer Gardasee

Mehr als 60 spannende Klettersteige rund um den Gardasee! Aktuell recherchiert, detailliert aufbereitet und mit allen wichtigen Infos zu jeder Tour.

Jetzt bestellen