Weser - Von Hann. Münden nach Hameln

Hindernisfreie, klassische Kanuwanderung, die durch die nur spärlich vorhandene Berufsschifffahrt nicht beeinträchtigt wird. Neben der herrlichen Landschaft des Weserberglands bietet die Tour viele Sehenswürdigkeiten entlang der Ufer, und die komplette Strecke ist hervorragend für Kanusportler ausgebaut. Das Schild mit der »Gelben Welle« weist den Wassersportler schon von weitem auf die kanufreundliche Anlegestelle hin. (Autor: Michael Hennemann)
Der Wegverlauf.
Ein guter Startpunkt für unsere Tour auf der Weser ist der von Fulda und Werra eingerahmte Tanzwerder in Hann. Münden mit einem großen, kostenlosen Parkplatz und einem Campingplatz. Der bekannte Weserstein an der Spitze der Insel markiert den Beginn der Weser. Der große Findling unter einer mächtigen Kastanie trägt Deutschlands wohl bekanntestes Flussgedicht - »Wo Werra sich und Fulda küssen – Sie ihre Namen büßen müssen – Und hier entsteht durch diesen Kuss – Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss«, was streng genommen nicht ganz richtig ist, denn eigentlich ist die Weser die Verlängerung der Werra und die Fulda nur ein Nebenfluss. Die Weser verdankt ihren eigenständigen Flussnamen einer sprachlichen Nachlässigkeit, als sich aus dem Ursprungsnamen »Wisera« für Werra und Weser durch den fränkischen und den niedersächsischen Dialekt zwei unterschiedliche Flussnamen herausbildeten.
1247 erhielt Münden das Stapelrecht für die Oberweser und legte so den Grundstein für seinen wirtschaftlichen Wohlstand im Mittelalter. Über die Weser wurden Färberwaid – eine blauer Farbstoff für die Tuchindustrie –, Glas, Textilien, Holz und Getreide gehandelt. Der daraus resultierende Reichtum wird bei einem Stadtrundgang durch Hann. Münden eindrucksvoll durch die rund 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, mehrere Kirchen und die alten Befestigungstürme dokumentiert.
Wir lassen unsere Boote zu Wasser, und sofort trägt uns die gut laufende Weser nach Norden. Ohne großes Zutun ziehen die Jugendherberge in Hann. Münden und der Ortsteil Gimte vorüber, und bald erheben sich entlang den Ufern die hohen Hänge des Reinhardswalds über uns.
In Hemeln, einem Dorf mit knapp 1000 Einwohnern, beobachten vom rechten Ufer die Gäste im Biergarten des rustikalen Gasthofs das Geschehen auf der Weser. Hier heißt es aufgepasst, denn eine Gierseilfähre kreuzt unseren Weg. Gierseilfähren sind an einem Hochseil verankerte Fähren, die nur durch die Kraft der Strömung angetrieben werden. Neben diesen gibt es entlang der Weser auch normale Personen- und Autofähren, und auch wenn von den Fähren, die wir im weiteren Tourenverlauf noch passieren werden, keine unmittelbare Gefahr ausgeht, sollte man ihnen nicht in die Quere kommen und genügend Abstand halten.
Zwischen Hemeln und Bursfelde liegt am rechten Ufer die im 11. Jh. errichtete Bramburg, von der heute noch Burgturm und Fundamente erhalten geblieben sind. Die Burg wurde zum Schutz des Klosters Bursfelde gebaut, das wir etwa 2 km weiter an den blitzenden Turmspitzen erkennen. Es wurde gegen Ende des 11. Jh. von Mönchen des Klosters Corvey, welches wir im weiteren Tourenverlauf hinter Höxter erreichen, gegründet.
Vorbei an den Ortschaften Gottstreu, Oedelsheim und Gieselwerder kommen wir nach Bad Karlshafen, dass 1699 vom Landgraf Carl von Hessen gegründet wurde, um hugenottische Glaubensflüchtlinge anzusiedeln. Den Status »Bad« verdankt die Stadt einer 1730 entdeckten Sohlquelle.
Vom Campingplatz in Bad Karlshafen am rechten Weserufer ist es ein Katzensprung über die Brücke in die Innenstadt mit ihrem symmetrisch angelegten Straßennetz aus den Anfangstagen der Stadt und einigen sehenswerten Barockbauten, die eine willkommene Abwechselung zu den sonst in der Region so häufig anzutreffenden mittelalterlichen Fachwerkstädten bieten.
Zentraler Punkt der am Reißbrett geplanten Stadt ist das Hafenbecken, in dem allerdings nie ein Schiff anlegte. Geplant war ein Kanal durch das Diemeltal Richtung Kassel. Da das Stapelrecht Hann. Mündens zur Folge hatte, dass die besten Waren in den Speichern der Mündener Kaufleute blieben, fühlte sich die Residenzstadt Kassel benachteiligt, und man begann 1722 den Bau eines Kanals, der Kassel unter Umgehung Hann. Mündens mit der Weser verbinden sollte. Schon bald aber mussten die Konstrukteure feststellen, dass die Wassermenge der Diemel nicht für eine schiffbare Tiefe ausreichte, und der Kanalbau kam zum Erliegen.
Direkt hinter dem künstlich angelegten Hafenbecken thront das ehemalige Packhaus mit mächtigem Walmdach und zentralem Dachreiter, das heute das Rathaus der Stadt beherbergt. Ein weiterer Anziehungspunkt im Stadtkern bildet das Deutsche Hugenotten-Museum (Hafenplatz 9a, Tel. 05672/1410, www.hugenottenmuseum.de, geöffnet 15.3.–31.10., Di–Fr 10–12 und 14–18 Uhr, Sa, So 11–18 Uhr, im Winter geänderte Öffnungszeiten), das in einer ehemaligen Zigarrenfabrik untergebracht wurde und die Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland dokumentiert.
Hinter Bad Karlshafen führt uns die Weser vorbei an den imposanten Hannoverschen Klippen. Rund 75 m hoch überragen diese die Weser, die sich im Lauf von Jahrtausenden ihr Flussbett tief in den Buntsandstein gegraben hat. Der Name erinnert an die frühere Zugehörigkeit zur Provinz Hannover, und von dem Aussichtspunkt sieht man nicht nur den nächsten Ort am Weserufer Herstelle, sondern man hat auch einen umfassenden Dreiländerblick über das hessische, das ostwestfälische und das niedersächsische Weserbergland.
Im weiteren Verlauf der Kanutour ändert sich das Landschaftsbild, und statt der uns seit dem Tourenstart in Hann. Münden begleitenden Hügelkuppen von Reinhards- und Bramwald wird die Landschaft nun offener.
Die Weser ist seit jeher ein Handels- und Transportweg, den schon die Römer nutzten, um ihre Truppen von Norden aus ins damalige Germanien zu bringen. Nach dem Ende des Römischen Reichs übernahmen Friesen die Handelstätigkeit und verfrachteten die in der Küstenregion gefertigte Muschelgruskeramik weseraufwärts bis nach Höxter und zum Kloster Corvey. Im 9. und 10. Jh. sind wohl auch die Wikinger auf der Weser gesegelt. Vom 8. bis ins 19. Jh. kamen Treidelschiffe zum Einsatz. Diese Schiffe wurden durch Menschen- oder Pferdekraft vom Ufer aus flussaufwärts gezogen. Um ein Schiff auf diese mühsame Weise von Bremen nach Hann. Münden zu transportieren, brauchte es mehr als zwei Wochen. Treidelschiffe sind heute natürlich nicht mehr im Einsatz; dafür erfreuen sich die Radfahrer an den Überbleibseln, denn abschnittsweise verläuft der beliebte Weserradweg auf den alten Treidelpfaden. Schneller und leichter wurde die Fahrt auf der Weser, als Mitte des 19. Jh. die Dampfschifffahrt aufkam. 1817 war die »Weser« als erstes Dampfschiff von Vegesack nach Bremen unterwegs, und 1819 legte das erste Dampfschiff in Münden an. Auf der Oberweser sind, neben Kanuten und Ruderern, fast ausschließlich Passagierschiffe unterwegs; auf der Unterweser überwiegen auch heute noch die Lastschiffe.
Von Mitte April bis Mitte Oktober bringt täglich von 8–18 Uhr eine Weserfähre vor allem die Radler auf dem Weserradweg von Würgassen nach Herstelle, die sich Burg und Kloster des alten Fischerdorfs anschauen wollen. Die Fähre wurde vermutlich im 15. Jh. als Tiefseilfähre eingerichtet; mit zunehmendem Schiffsverkehr löste sie jedoch 1902 eine Hochseilfähre ab. Am Anleger in Herstelle bietet das Gasthaus »Zur Fähre« eine Pausen- und Übernachtungsmöglichkeit.
Das Kernkraftwerk Würgassen war das erste rein kommerziell genutzte Kraftwerk der Bundesrepublik, das 1971 in Betrieb ging. Als der TÜV 1994 bei einer Routineinspektion Haarrisse in einem Stahlzylinder am Reaktorkern entdeckte, verlangten die Behörden einen Austausch des Zylinders und kündigten ein neues Genehmigungsverfahren an. Da das den Betreibern zu teuer war, wurde 1995 die Stilllegung beschlossen, und seit 1997 befindet sich das Kernkraftwerk im Rückbau, der bis 2008 abgeschlossen sein soll.
Gegenüber am linken Ufer ziehen die Fachwerkgiebel der Häuser in Beverungen und der Biergarten am Restaurant »Altes Fährhaus« vorüber, und von einem Ausflugsdampfer der Oberweser-Dampfschifffahrtsgesellschaft winken uns die Passagiere freundlich zu. Obwohl die Häuser und Siedlungen entlang den Ufern nun etwas zunehmen, bleibt die Tour idyllisch und naturnah. Kühe und Pferde beobachten von ihren Weiden aus das Geschehen auf der Weser, und Milan und Mäusebussard kreisen hoch in der Luft und spähen nach Beute.
Nicht auf der Suche nach Beute, aber ebenfalls hoch über der Weser thront das im Stil der Weserrenaissance restaurierte Schloss Fürstenberg. Ein Abstecher dorthin lohnt sich nicht nur wegen der Porzellanmanufaktur (neben Berlin, Meißen und Nymphenburg eine der wenigen, die von einst mehreren hundert Porzellanmanufakturen in Deutschland übrig geblieben ist) und dem angeschlossenen Porzellanmuseum (Meinbrexener Str. 2, Tel. 05271/4010, www.fuerstenberg-porzellan.com), das in verschiedenen Sammlungen drei Jahrhunderte Kultur des »weißen Goldes« präsentiert, sondern auch wegen eines der wohl beeindruckendsten Ausblicke über das Wesertal.
Kurz hinter der Einmündung der Nethe von links erwartet uns die mittelalterliche Stadt Höxter. Schon von weitem ist die doppelte Kirchturmspitze der Kilianskirche zu sehen. Ein paar hundert Meter vor der Brücke zur Altstadt legen wir am rechten Ufer hinter dem Campingplatz am Steg des Wassersportvereins Höxter an.
Etwa 2 km nördlich von Höxter überblickt am rechten Ufer das Schloss Corvey das Wesertal (Tel. 05271/694010, www.schloss-corvey.de, geöffnet Ende März bis Anfang November, täglich 9–18 Uhr, Führungen Sa/So 11 und 15 Uhr), die älteste Abtei Norddeutschlands.
Vor über 1000 Jahren von Mönchen gegründet, wurde die Abtei im 30-jährigen Krieg zerstört und im 17. Jh. mit schlossähnlichem Charakter im barocken Stil wiederaufgebaut. Besonders sehenswert sind die barocke Abteikirche, Fresken aus dem 9. Jh. mit antiken Motiven der Odyssee, die barocke Schlossanlage mit dem Kaisersaal, die fürstliche Bibliothek und die Grabstätte des Dichters Hoffmann von Fallersleben, dem Dichter des Deutschlandlieds. Alljährlich finden von Mai bis Juni in den ehemaligen Prachträumen der Fürstabtei und in der Abteikirche die Corveyer Musikwochen statt, bei der namhafte Solisten, Instrumentalensembles und Orchester ein ausgewähltes Programm bieten, das vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Moderne reicht.
Hinter Höxter wird die Weser breiter und etwa eine Paddelstunde nach dem Landgang zum Kloster Corvey kündigt der grüne Turm der Kirche Holzminden an. Die Stadt war im Mittelalter Holzumschlagplatz für die im Solling geschlagenen Bäume, und zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 17. Jh. erinnern an den einstigen Wohlstand.
Nächster markanter Punkt entlang dem Weserufer ist die Ruine der im 13. Jh. errichteten Burg Everstein in Polle. Direkt hinter der Fähre und unterhalb des Burgbergs liegt am linken Weserufer der Gasthof und Campingplatz Weserterrassen, und nachdem wir dort das Zelt aufgebaut haben, klettern wir auf den Burgberg und genießen den Panoramablick vom restaurierten Burgturm (geöffnet täglich 10–19 Uhr) über das Wesertal.
Am nächsten Tag fahren wir auf der einsam sich durch sanft gewellte Landschaft schlängelnden Weser vorbei an den Orten Brevörde, Reileifzen, Dölme und Rühle bis nach Bodenwerder. In der verschlafenen Kleinstadt dreht sich alles um Freiherr Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen (1720–97). Vor seinem Geburtshaus am Münchhausenplatz, das heute das Rathaus beherbergt, symbolisiert ein Brunnen den Ritt des Lügenbarons auf einem halben Pferd; hier erzählte der Gutsherr den Abendgesellschaften von seinen (in der Fantasie aufgeblasenen) Abenteuern in Russland, die ohne sein Wissen veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Ein weiterer Münchhausenbrunnen steht in der Fußgängerzone, und wer mehr über die Person und ihre Lügengeschichten erfahren will, kann dem Münchhausen- Museum (Münchhausenplatz 1, Tel. 05533/409147, geöffnet April–Oktober, täglich 10–12 und 14–17 Uhr, im Winterhalbjahr nur nach Vereinbarung) einen Besuch abstatten.
Wieder zurück auf der Weser nimmt etwa auf Höhe des Kernkraftwerks Grohnde die Strömung ab, denn der Rückstau des Wehrs in Hameln macht sich bemerkbar. Hameln, der Endpunkt der beschriebenen Tour, ist die größte Stadt der Oberweser und hält mit seinem Wehr das einzige Hindernis für Wassersportler bereit; dieses stellt aber kein Problem dar, denn links davon gibt es eine Bootsgasse. Nachdem der grüne Knopf gedrückt wurde, können wir in die Bootsgasse einfahren und nehmen das Paddel hoch, denn die Strömung führt uns sicher mittig durch die Gasse. Anschließend sind es nur noch ein paar Paddelschläge, bis wir am linken Ufer an der Rampe des Campingplatzes in Hameln unser Zelt aufbauen und die Boote aus dem Wasser nehmen können.
Vom Campingplatz führt uns ein kurzer, ca. 15-minütiger Spaziergang an der Weser zurück bis ins Stadtzentrum. Mittelpunkt der Stadt ist der Markt, auf den die angrenzenden Einkaufsstraßen der Altstadt zulaufen. Hier erhebt sich die frühgotische Marktkirche St.Nicolai, die Ende der 1950er Jahre neu errichtet wurde. Ein Blickfang ist gegenüber das Dempterhaus von 1607 im Stil der Weserrenaissance und das im selben Stil erbaute Hochzeitshaus, das ursprüngliche Festhaus der Bürgerschaft. Das Glockenspiel an seiner Fassade lässt täglich um 9.35 Uhr das Rattenfängerlied und um 11.35 Uhr das Weserlied hören. Um 13.05 Uhr, 15.35 Uhr und 17.35 Uhr öffnet sich die Bronzetür, und ein Figuren- und Glockenspiel erzählt die Rattenfängersage. Ein paar Schritte entfernt, in der Osterstraße, widmet im Stiftsherrenhaus das Städtische Museum (Museum Hameln, Osterstr. 8–9, Tel. 05151/2021215, geöffnet Di–So 10–16.30 Uhr) seine Ausstellungen der Vor- und Frühgeschichte der Stadt und natürlich der Rattenfängersage.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour119 km
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktInsel Tanzwerder in Hann. Münden.
EndpunktKanuanleger am Campingplatz in Hameln.
TourencharakterDie Weser entsteht durch den Zusammenfluss von Fulda und Werra in Hann. Münden. Nach dem Main ist sie der zweitlängste Fluss ausschließlich auf deutschem Staatsgebiet. Geringer Bootsverkehr, das Fehlen von Hindernissen und Industrie entlang den Ufern auf der einen und die zügige Strö- mung sowie zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf der anderen Seite machen die Weser zu einem idealen Wanderfluss.
Befahrbarkeit.
Ganzjährig.
Befahrungsregeln.
Keine Einschränkungen.
Hindernisse.
Einziges Hindernis entlang der gesamten Strecke ist das Wehr in Hameln, das über eine Bootsrutsche problemlos befahren werden kann. Vorsicht ist geboten an den kreuzenden Fähren (Flusskilometerangaben gerundet): km 11 Hemeln, km 25 Oedelsheim, km 31 Lippoldsberg, km 36 Wahmbeck, km 47 Würgassen, km 60 Wehrden, km 90 Heinsen, km 92 Polle, km 98 Reileifzen, km 117 Hehlen, km 122 Grohnde.
Beste Jahreszeit
VerkehrsanbindungA7 bis Ausfahrt 75 (Hann. Münden); weiter Richtung Hann. Münden, schließlich Wegweiser zum Weserstein/ Campingplatz/Parkplatz auf dem Tanzwerder. Transfer: Problemlos mit der Bahn bei zweimaligem Umsteigen von Hameln nach Hann. Münden (knapp 3 Std.).
GastronomieGute Einkehrmöglichkeiten entlang der gesamten Strecke. Biergärten, Gasthöfe oder Restaurants u.A. in Hann. Münden, Hemeln, Bursfelde, Weiße Hütte, Oedelsheim, Gieselwerder, Lippoldsberg, Bodenfelde, Wahmbeck, Bad Karls- hafen, Würgassen, Beverungen, Blankenau, Wehrden, Höxter, Lüchringen, Holzminden, Heinsen, Reileifzen, Polle, Brevörde, Dölme, Rühle, Bodenwerder, Hehlen, Hajen, Grohnde, Latferde, Hagenohsen und Hameln.
Tipps
Hameln und der Rattenfänger. 1284 soll ein Flötenspieler Hameln zuerst von der Rattenplage befreit und dann, nachdem man ihm seinen Lohn verweigerte, aus Rache die Kinder der Stadt entführt haben. Die Sage wird heute vom Tourismus hemmungslos ausgeschlachtet, und Hameln dürfte die wohl einzige Stadt der Welt sein, die sich die Ratte als Wahrzeichen und Maskottchen erwählt hat. So gibt es einen Rattenfängerbrunnen, Rattenfleisch in Dosen, Marzipan-Schoko- und Brot-Ratten, und in den Restaurants wird Rattenblut (Sekt mit Johannisbeersaft) serviert. Zudem werden von Mitte Mai bis Mitte September zwei kostenlose Kulturvergnügen angeboten - Auf der Hochzeitshaus-Terrasse spielen jeden Sonntag um 12 Uhr etwa 80 Darsteller in historischen Kostümen die Sage nach, und jeden Mittwoch um 16.30 Uhr wird das Musical »RATS« aufgeführt.
Verleih
Hann. Münden - Busch Freizeit GmbH & Co. KG, Tanzwerder 1, Tel. 05541/ 660777, www.busch-freizeit.de. Steinheim: Kanu-Tours Hameln, Kesselstr. 4, Tel. 05151/924107, www.kanu-tours-hameln.de. Bad Münder: Kanu-Wasserwanderservice, Zum Mühlensiek 13, Tel. 05042/7470, www.paddeltouren.de. Warburg: Kanu- Schumacher, Wethener Str. 83, Tel. 05642/7682, www.kanu-schumacher.de. Eimen: Kanu-Touren Weser Erlebnis, Amthof 4, Tel. 05534/910568, www.weser-erlebnis.de. Bad Oeynhausen: Canoe Dreams, Am Hellberge 79,Tel. 05731/26410, www.canoedreams.de. Hameln: Hamelner Kanuverleih Lutz Schiffling, Flößergang 20, Tel. 05151/784744, www.kompass-touristik.de.
Unterkunft
Hann. Münden - Campingplatz »Grüne Insel Tanzwerder«, Tanzwerder 1, Tel. 05541/12257; Jugendherberge (direkt an der Weser), Prof.-Oelkers-Str. 10, Tel. 05541/8853. Hemeln: Campingplatz Hemeln, Unterdorf 34, Tel. 05544/1414. Weißehütte: Campinplatz, Tel. 05574/211939, www.camping-weser.de. Oedelsheim: Campingplatz, Tel. 05574/945780, www.campen-am-fluss.de. Gieselwerder: Campingplatz, Tel. 05572/7611, www.camping-gieselwerder.de. Bad Karlshafen: Campingplatz, Tel. 05672/710. Würgassen: Campingplatz Axel-See, Tel. 05273/88818. Lauenförde: Jachthafen Dreiländereck, Tel. 05273/21836, www.yachthafen-dreilaendereck.de. Herstelle: Gasthaus »Zur Fähre«, Tel. 05273/7484, www.gasthaus-zur-faehre.de. Beverungen: Camping Bootshaus Beverungen, Tel. 05273/5335, www.bootshaus-team.de. Höxter: DKV- Kanustation des WS Höxter (auch Übernachtung im Bootshaus möglich), Tel. 05271/ 2428; Campingplatz Höxter (direkt neben dem Kanuverein), Tel. 05271/2589. Holzminden: Mobil- und Freizeitzentrum, Tel. 05531/990965; Jugend- herberge, Am Steinhof, Tel. 05531/4411. Heinsen: Weserbergland-Camping, Tel. 05535/ 8733, www.weserbergland- camping.de. Polle: Camping- platz und Gasthof Weserterassen, Mühlenweg 2, Tel. 05535/ 94180. Rühle: Campingplatz »Rühler Schweiz«, Tel. 05533/ 2486, www.brader-ruehler-schweiz.de. Bodenwerder: Campingplatz Himmelspforte, Ziegeleiweg 1, Tel. 05533/ 4938. Hameln: Campingplatz »Zum Fährhaus an der Weser«, Uferstr. 80, Tel. 05151/61167.
Tourismusbüro
Weserbergland Tourismus, Deisterallee 1, 31785 Hameln, Tel. 05151/93000, www.weserbergland-touris- mus.de; Tourist-Information Hann. Münden, Rathaus/ Lotzestraße, 34346 Hann. Münden, Tel. 05541/75313, www.hann.muenden.de; Hameln Marketing, Deister- allee 1, 31785 Hameln, Tel. 05151/957823, www.hameln.de.