Rhein

Bei Bingen zwängt sich der Mittelrhein zwischen Hunsrück und Taunus durch ein enges Durchbruchstal mit der höchsten Burgendichte Deutschlands. Hinter Bonn treten die Berge zurück und der Rhein schlängelt sich durch die Niederrheinische Bucht. Auf der beschriebenen Strecke von Koblenz nach Bonn ist der Rhein ein breiter Strom mit bis zu acht Stundenkilometer schneller Strömung, an dessen Ufern Weinberge, Burgen und sehenswerte Städte warten. Der Rhein ist nichts für absolute Anfänger, die schnelle Strömung in Verbindung mit den hohen Wellen durch die Großschifffahrt machen das Tragen einer Schwimmweste aber auch für erfahrene Kanuten ratsam.
(Autor: Michael Hennemann)
Der Wegverlauf.
Los geht's am Campingplatz in Koblenz-Neuendorf (Campingplatz Rhein-Mosel Freizeit GmbH, Tel. 0261/82719, www.camping-rhein-mosel.de) an der Mündung der Mosel in den Rhein. Der Campingplatz liegt, nur durch einen Wanderweg davon getrennt, direkt am Ufer von Mosel und Rhein in einer besonders idyllischen und geschichtsträchtigen Schleife des Rheins. 1216 schenkte der Erzbischof dem Deutschen Orden die Landzunge an der Mündung der Mosel. Im 19. Jahrhundert wurde das Areal zu einem Nothafen umgebaut; zum Ende des Jahrhunderts wurde der Hafen aufgeschüttet und das Deutsche Eck erhielt seine heutige Gestalt in Form eines Schiffbugs, um Platz zu schaffen für ein Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. Das monumentale, bereits zur Entstehungszeit ob seiner Deutschtümelei kritisierte Denkmal wurde im Krieg zerstört, und der übrig gebliebene Sockel am 18. Mai 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss zum Mahnmal der deutschen Einheit umgewidmet. In der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik wurde viel und oft über die Neu- und Umgestaltung des Denkmals nachgedacht und viele Pläne wurden geschmiedet. Fast alle landeten aus Geldmangel in dunklen Schreibtischschubladen, ohne je realisiert zu werden. 1993 wurde, nach kontroversen Diskussionen, die ursprüngliche Reiterstatue durch eine private Initiative wieder aufgebaut, und auch wenn viele Koblenzer ein monumentales Standbild Kaiser Wilhelms I. nicht mehr zeitgemäß fanden, die – auch internationalen – Touristen scheint es nicht zu stören, in endlosen Strömen bevölkern sie die Landspitze zwischen Rhein und Mosel, um sich neben dem Bronzereiter die 1990 hier aufgestellten Teile der Berliner Mauer anzuschauen und den Ausblick auf die Festung Ehrenbreitenstein am gegenüberliegenden Ufer zu genießen.
Koblenz selbst ist aber viel älter als das Deutsche Eck. Bereits die Römer kannten eine uralte Siedlung, die am Zusammenfluss von Mosel und Rhein lag und daher den Namen »Confluentes« erhielt, woraus sich im Laufe der Zeit der heutige Stadtname entwickelte.
Am frühen Morgen packen wir unter den stur geradeaus gerichteten Augen von Wilhelm I. unsere Boote, lassen sie in einer kleinen Bucht an der Mosel direkt vor dem Campingplatz ins Wasser und lassen uns von der flotten Strömung des Rheins bis zum nahen Biergarten ein paar Kilometer weiter tragen, um dort zu frühstücken. Nachdem vier hungrige Mäuler mit Strammem Max gestopft sind, geht es aber endlich ans Paddeln.
An der Insel im Rhein folgen wir der Schifffahrtsbetonnung im linken Arm. Am Ende der Insel ziehen am linken Ufer die Fachwerkhäuser und die Gaststätte Rheinblick in Kesselheim vorbei. Hinter der Autobahnbrücke ragen am rechten Ufer in Bendorf einige Tanks in den Himmel und große Kieshaufen warten auf ihre Verladung.
Hinter der Eisenbahnbrücke erzählt das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich ein langwieriges, letztendlich aber erfolgreiches Kapitel der Anti-Atomkraft-Bewegung. Insgesamt für nur elf Monate am Netz, musste das Werk 1987 wegen unzureichender Erforschung der Erdbebenunsicherheit stillgelegt werden. Nach lange anhaltendem Rechtsstreit, dem Zugeständnis, dass die Kraftwerksbetreiber das Kontingent der in Mülheim-Kärlich noch zu produzierenden Strommenge auf andere Kernkraftwerke anrechnen dürfen, und der Vereinbarung der Bundesregierung mit den Stromkonzernen zum Ausstieg aus der Kernenergie soll das Kraftwerk nun bis 2012 zurückgebaut werden.
Nach einem Restaurant mit Biergarten und einer imposanten Villa am linken Ufer umschließt der Rhein erneut eine Insel, an deren Ende bei Neuwied eine moderne, mit blauem Plexiglas verkleidete Autobahnbrücke an leuchtend roten Seilen über dem Fluss hängt. Rechts dahinter können Sie zwischen einer Gaststätte beim Ruderverein oder dem Biergarten am Anleger der Personenschifffahrt wählen. Die Treppe vor der Rotunde führt zum Neuwieder WSV (Tel. 02631/23300).
In Andernach flattern die bunten Sonnenschirme eines Biergartens im lauen Sommerwind. Vorbei an den Weinstöcken rund um Leutesdorf, dem größten Weinort am Mittelrhein, und der Insel Hammerstein erreichen wir Bad Hönningen, wo uns das Hotel Rheinterrasse, die Fähre und ein Campingplatz (Tel. 02635/923585, www.camping-bad-hoenningen.de) erwarten. Am gegenüberliegenden Ufer liegt die Uferpromenade von Bad Breisig mit dem Rheinhotel Vier Jahreszeiten sowie zahlreichen Restaurants und Cafés.
Die schöne Zeltwiese des WSV Sinzig (DKV-Kanustation, Tel. 02632/81829, www.wassersportverein-sinzig.de) kommt für unsere Tourenplanung zu früh. Bei Linz kreuzt eine Fähre unseren Weg, und nachdem am linken Ufer das Hotel Rheingold vorbeigezogen ist, mündet von links die Ahr in den Rhein. Der Name des Campingplatzes Goldene Meile nach der Personenfähre in Remagen geht zurück auf die vor 100 Jahren gebräuchliche Bezeichnung des fruchtbaren Rheinvorlandes zwischen Bad Breisig und Remagen, dessen gute Böden einen hohen Ertrag lieferten.
Hinter dem Bootshaus des KC Unkel (DKV-Kanustation, Tel. 02224/940362, www.kc-unkel.de) mit Biergarten und Restaurant halten wir uns möglichst rechts, da sich am linken Ufer oft große Wellen bilden, und fahren vorbei am Geburtsort Willy Brandts.
Den Häusern von Oberwinter am linken Ufer gegenüber liegt ein Campingplatz. In Bad Honnef, genauer im Stadtteil Rhöndorf, lebte Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler, der die Bundesrepublik für 14 Jahre regierte. Voraus ist schon der sagenumwobene Drachenfels zu sehen, ein 321 Meter hoher Vulkankegel, auf dem die gleichnamige Burgruine emporragt. Wie die Legende berichtet, tobten sieben Riesen durch das Flussbett des Rheins, warfen dabei den Dreck über die Schulter und häuften so das Siebengebirge vor den Toren Bonns auf. Einen bequemen Aufstieg bietet die Bergbahn, die in Königswinter startet.
Das ehemalige Hotel Bellevue hoch über dem rechten Rheinufer war zwar Gästehaus der Bundesregierung, ist aber heute nicht mehr nur Politikern und hochrangigen Staatsgästen vorbehalten. Wer sich in die Reihen berühmter Gäste wie Michail Gorbatschow, Nelson Mandela oder dem japanischen Kaiser Akihito einreihen will, braucht nur den passenden Geldbeutel. Die Staatsgastsuite kostet 1300 Euro pro Nacht, ein einfaches Doppelzimmer immerhin noch stolze 185 Euro!
Aber nicht nur auf dem Petersberg, auch am Rheinufer geht es nobel zu. Vor den in der Abendsonne erstrahlenden Villen liegen große Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Etwa 500 Meter hinter dem Rheinhotel Dreesen und der Rheinfähre steuern wir das Bootshaus des Godesberger KC (DKV-Kanustation, Tel. 0228/333248, www.gkc-bonn.de) am linken Ufer an.
Eine gut drei Kilometer lange Wasserskistrecke begleitet uns auf der linken Rheinseite, dann kommen die neue Autobahnbrücke und die Silhouette von Bonn ins Blickfeld. Am linken Ufer ragt der markante Post-Tower, das höchste Bürogebäude in NRW und Sitz der Konzernzentrale der Deutschen Post AG, in den Himmel. Schräg gegenüber liegt die Innenstadt mit diversen Biergärten und Restaurants. Ein persönlicher Tipp ist das reichhaltige Brunchbuffet an Sonn- und Feiertagen im Restaurant Bahnhöfchen hinter der Kennedybrücke am rechten Ufer. Entgegen vieler Unkenrufe ist Bonn nach der Abstimmung über die Hauptstadtfrage der Bundesrepublik am 20. Juni 1991, bei der eine knappe Mehrheit für Berlin stimmte, nicht in der Provinzialität versunken. Zwar ist die Hauptstadtära mit dem 1999 beendeten Umzug des Politiktrosses an die Spree abgeschlossen, geblieben sind aber zahlreiche Museen. Bonn zählt heute mehr Museenbesucher als Köln.
Ein Publikumsmagnet ist die Museumsmeile mit vier hochkarätigen Museen. Sie befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Bundesviertel und erstreckt sich entlang der Adenauerallee und ihrer Verlängerung, der Friedrich-Ebert-Allee. Das Museum Alexander König zählt zu den bedeutendsten zoologischen Museen in Deutschland und zeigt 30000 präparierte Säugetiere, 80000 Vögel und über eine Million Reptilien, Amphibien und Fische.
Das 1994 eröffnete Haus der Geschichte (www.hdg.de) bringt uns die Geschichte der Bundesrepublik auf fünf chronologisch gegliederten Ausstellungsebenen näher. Neben zahlreichen Originalobjekten gibt es nachgebaute Kulissen, Filme, Fotos und Dokumente. Ob Schwarzmarktzigarette, Nierentische oder Turnschuhe von Joschka Fischer – lebendiger kann Geschichte nicht werden.
In den beiden Museen an der Friedrich-Ebert-Allee kommen Kunstfreunde auf ihre Kosten. Im Kunstmuseum der Stadt Bonn finden sich Werke deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts, die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik (www.kah-bonn.de) bietet ein Forum für Ausstellungen, die weit über NRW hinaus bekannt sind.
Bonn an den Ausläufern des Siebengebirges ist die letzte Stadt, die von Gebirgszügen gesäumt wird. Bis zur Mündung in den Niederlanden wird die Landschaft nun zunehmend flacher. Am rechten Ufer hinter der Stadt passieren wir das Containerterminal. Aufgrund der Schwerindustrie und dem damit verbundenen Massenguttransport war die wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets, aber auch NRWs immer mit der Binnenschifffahrt verbunden. Trotz des Wandels in der Montanindustrie hat dieser Transportklassiker eine Renaissance erlebt und ist heute sowohl ökologisch als auch ökonomisch ein interessantes Glied der Transportkette. Wichtigste Verkehrswege in Deutschland sind der Großschifffahrtsweg Rhein und die Kanäle, transportiert werden vor allem Aluminium, Fahrzeuge, Maschinen, Maschinenteile und Stückgut in Containern.
Abzulesen ist die Bedeutung der Schifffahrt auf dem Rhein an den großen Transportkähnen, die uns auf der gesamten Tour begleiten. Ein großes Rheinschiff misst 11,40 Meter in der Breite und 105 Meter in der Länge, im Schubverband wächst die Länge sogar auf 185 Meter. Nicht ganz so groß, aber dennoch imposant ist das futuristische Fahrgastschiff Enterprise, das uns bei den Rheinterrassen Rheindorf, einem Restaurant am linken Ufer, entgegenkommt.
Schnell wird deutlich, das wir uns dem Großraum Köln nähern. Der Betrieb auf dem Wasser nimmt deutlich zu und Jetski- und Wasserskifahrer wühlen das Wasser auf. In Köln-Wesseling reckt das Degussa-Werk seine Türme und Anlagen zur Veredelung von Rohstoffen und Metallen in den Himmel und Schlote qualmen Wolken in die Luft, die nicht unbedingt das Prädikat »frische Frühlingsbrise« verdienen.
Am Ende des Chemiewerks liegt schräg gegenüber mit einer schönen Rheinterrasse das Ausflugscafé Zur Tant, einige Kilometer später zieht ebenfalls rechtsseitig ein weiterer Campingplatz an uns vorbei.
Nachdem eine Personenfähre unseren Weg gekreuzt hat, macht der Rhein einen großen Bogen nach rechts. Viele Kölner nutzen hier die zahlreichen Buhnen, Buchten und Sandstrände zur Naherholung.
Wir passieren diverse Kanuvereine, die besten Übernachtungsmöglichkeiten bieten die großen Zeltwiesen der Vereine KC Grün-Gelb Köln (Tel. 0221/392432, www.kcg.de), Rhein-Kanu-Club (0221/392431, www.rkc-koeln.de) und Freie Wassersport-Vereinigung Köln (DKV-Kanustation, Tel. 0221/397149).
Bei Rheinkilometer 683 spannt sich die Brücke der A4 über den Rhein, dahinter liegt am linken Ufer das Gastronomieschiff Alte Liebe, etwa fünf Kilometer weiter passieren wir die Severinsbrücke mit dem rechtsrheinischen Café Wiesenhaus mit angeschlossenem Campingplatz.
Dahinter erinnert am linken Ufer an der Einfahrt zum Kölner Rheinauhafen eine Glasfassade an den Bug eines Schiffes. Das Gebäude mit der leicht wirkenden Glassfassade widmet sich einem kalorienreichen Thema. Es beherbergt das Schokoladenmuseum, das seine Besucher mitnimmt auf eine Reise durch die 3000-jährige Kulturgeschichte der Schokolade und die Heimat des Kakaos sowie seinen Anbau und die Ernte in Fotos dokumentiert.
Hinter der Deutzer-Brücke taucht voraus die Hohenzollernbrücke auf, die die Züge zum Hauptbahnhof auf der linken Rheinseite führt. Entlang des linken Ufers entfaltet sich nun das Altstadtpanorama Kölns, vor dem diverse Ausflugsschiffe vor Anker liegen. Köln ist mit gut einer Million Einwohnern nicht nur die mit Abstand größte Stadt NRWs, sondern auch eine der ältesten. Über einige Jahrhunderte war es sogar der einzige Ort der Region, der die Bezeichnung Stadt verdiente. Im Mittelalter war Köln eine der bedeutendsten Metropolen Europas und ist daher stärker von dieser Epoche als von der Antike geprägt. Beherrscht wird das Panorama vom Kölner Dom, der meist mit mehr oder weniger Gerüsten und Planen verhangen ist. Begonnen wurde der Bau dieser kreuzförmigen Basilika, die mit komplettem Namen »Hohe Domkirche St. Peter und Maria zu Köln« heißt, im Jahre 1248, als der alte Dom zu klein geworden war und von den Kirchen ringsum überragt wurde. Geplant wurde eine Kathedrale nach französischem Vorbild, gebaut wurde im Endeffekt über sechs Jahrhunderte, da zwischendurch die Geldquellen versiegten. Erst 1842 wurden die Baupläne ausgebuddelt und der größte Kirchenbau der Gotik konnte 1880 eingeweiht werden.
Gegenüber der Altstadt erheben sich in Köln-Deutz zahlreiche moderne Bürohochhäuser, die zu einiger Verstimmung zwischen der UNESCO und der Stadtverwaltung geführt haben, nachdem die UN-Kulturorganisation den Dom auf die Rote Liste des Weltkulturerbes gesetzt hatte, weil sie das Erscheinungsbild der Kathedrale durch den geplanten Bau von weiteren Wolkenkratzern beeinträchtigt sah.
Hinter der Hohenzollernbrücke flankieren der Hauptbahnhof zur linken und das Messegelände zur rechten Rheinseite unsere Tour. Unterhalb des Messeturms gucken sich viele Kölner und Touristen das Geschehen auf dem Rhein vom großen Rheinterrassenrestaurant aus an und vom Tanzbrunnen schallt uns laute Musik entgegen. Dieser im Jahr 1928 entstandene Kultur- und Freizeitpark bietet heute auf 30000 Quadratmetern genug Platz für Open-Air-Konzerte und diverse andere Veranstaltungen.
Weitere Hochhäuser weisen uns den Weg und an der grünen Zoobrücke schwebt die Rheinseilbahn über unsere Köpfe. Zur Bundesgartenschau 1957 errichtet, ist sie bis heute die einzige Flussseilbahn Deutschlands. Nach einer weiteren Brücke erreichen wird die Betonrampe am Vereinsgelände des KK Mülheim (Tel. 0221/662909, www.kkm-koeln.de) und beenden unsere Tour bei Rheinkilometer 694. Im Vereinsheim dürfen wir unsere Schlafsäcke ausrollen und werden freundlich mit einem Kranz Kölsch begrüßt. Zur Erklärung: Da Kölsch traditionell aus kleinen 0,2 Liter fassenden »Stangen« getrunken wird, hat man ein Behältnis mit Tragegriff und Platz für mehrere Stangen erfunden, sodass trotz der kleinen Gläser niemand durstig bleiben muss.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour104 km
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAm Campingplatz Neuendorf in Koblenz gegenüber vom Deutschen Eck.
EndpunktAm Bootshaus des Vereins Kanusport Köln-Mülheim.
Tourencharakter»Vater Rhein« hat dem erfahrenen Kanuten einiges zu bieten. Die rasante Strömung trägt die Boote fast von alleine. So geht es rasant und ohne große Anstrengung an Weinhängen entlang, die nicht selten von imposanten Burgen bewacht werden. Große Schiffe, die zum Teil meterhohe Wellen aufbauen, erfordern aufmerksames Paddeln und sind der Grund, warum absolute Anfänger den Rhein besser meiden.

Befahrbarkeit - Ganzjährig.
Befahrungsregeln: Der Rhein ist Bundeswasserstraße und es gilt die Rheinschifffahrtspolizeiverordnung. Wichtigster Punkt dieses Wortmonsters für Paddler im Klartext: Kleinfahrzeuge müssen Großfahrzeugen ausweichen! Daher möglichst außerhalb der Fahrrinne fahren und diese bei Bedarf auf kürzestem Weg kreuzen.
Hindernisse: Auf dem Rhein versperrt kein Wehr und keine Schleuse den Weg. Erwähnenswert sind aber die schnelle Strömung und die zum Teil recht hohen Wellen durch Kähne und Ausflugsdampfer. Die genannten Schwierigkeiten sind für erfahrene Kanuten leicht zu meistern, allerdings muss man stets aufmerksam sein und sollte ständig im Blick behalten, was vor und hinter einem passiert.
Hinweise
Premiumwandern auf dem Rheinsteig. Am 8. September 2005 wurde der Rheinsteig feierlich eröffnet. Er führt auf der rechten Rheinseite von Wiesbaden nach Bonn vorbei an Burgen, Schlössern und attraktiven historischen Orten. Streng genommen ist der Rheinsteig aber kein völlig neuer Wanderweg, denn 315 der insgesamt 320 Wanderkilometer verlaufen auf alten, regionalen Wanderpfaden. Wirklich neu am Rheinsteig ist also vor allem die Idee der Tourismusstrategen, ein griffiges Label zu finden und die attraktivsten Regionalwanderwege zu einer durchgehenden Strecke zu verknüpfen. Als Zielgruppe hatte man dabei vor allem die naturbewussten, sportlich ambitionierten Wanderer, die gleichzeitig kulturinteressiert (und – so die Hoffnung der Tourismusverantwortlichen – finanzkräftig!) sind, im Auge, und die Grundlage für die Wegführung lieferten vor allem die wissenschaftlichen Untersuchungen des Natur-Soziologen Dr. Rainer Brämer aus Marburg. Herausgekommen ist dabei ein schöner Weitwanderweg mit anspruchsvollem Relief und einer abwechslungsreichen, naturnahen Wegführung, der von Bonn über die Höhen des Siebengebirges bis zu den Ausläufern des Taunus führt und sich am mittleren Rhein entlang der besonders attraktiven Rheinberge schlängelt. Auch Weinfreunde kommen auf ihre Kosten, denn der Rheinsteig verläuft durch zwei traditionsreiche Weinanbaugebiete - den Mittelrhein und den Rheingau. Weitere Infos zum Wanderweg finden Sie unter www.rheinsteig.de
VerkehrsanbindungA48 bis zur Ausfahrt 10 Koblenz-Nord, auf der B9 ins Zentrum, dort der Ausschilderung zum Campingplatz folgen.
GastronomieZahlreiche Restaurants, Cafés und Biergärten in kurzen Abständen entlang der Ufer.
Tipps
Rhein in Flammen. Jedes Jahr am ersten Wochenende im Mai eröffnen die Städte entlang des Rheins die Saison mit einem großen Feuerwerk. Von Linz über Remagen, Bad Honnef, Königswinter bis Bonn tauchen zahllose rot leuchtende Bengalfeuer die Uferpromenaden und Sehenswürdigkeiten im Siebengebirge in ein festliches Licht. Abgerundet wird das Spektakel durch ein attraktives Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und rheinischer Fröhlichkeit. Besonderer Höhepunkt sind diverse Höhenfeuerwerke und das große Abschlussfeuerwerk in der Rheinaue bei Bonn. Den besten Blick auf den Rhein in Flammen haben Sie von einem Schiff der Rheinflotte.
Verleih
Nicht vorhanden.
Informationen
Transfer - Von Köln-Mülheim mit dem Bus zum Wiener Platz und weiter mit der S-Bahn zum Hbf. Von dort gute Zugverbindung nach Koblenz.
Unterkunft
Es sind alle Unterkunftsvarianten, von der einfachen Zeltmöglichkeit an Kanuvereinen über Campingplätze bis hin zum Hotel, entlang der gesamten Strecke anzutreffen. Etappenvorschlag für ein verlängertes Wochenende - 1. Nacht: Neuwieder WSV (16 km), 2. Nacht: Bad Godesberger KC (38 km), 3. Nacht: Kanusport Köln-Mülheim (48 km).
Tourismusbüro
Koblenz Information, Bahnhofplatz 17, 56068 Koblenz, Tel. 0261/31304, www.kob- lenz.de; Bonn Information, Windeckstraße 1, 53111 Bonn, Tel. 0228/775000, www.bonn.de; Köln Tourismus GmbH, Unter Fettenhennen 19, 50667 Köln, Tel. 0221/22130400, www.koelntourismus.de