Zwischen Weilheim und Raisting

Diese einfache Runde leitet durch die Täler von Ammer und Rott. Zu einer Rast locken der Eibenwald von Paterzell, der Bio-Biergarten in Stillern, die Erdfunkstelle in Raisting und die Altstadt von Weilheim. (Autor: Bernhard Irlinger)
31 km
120 m
2.00 h
Wer die Tour am Bahnhof von Weilheim beginnt, schiebt sein Radunter den Gleisen durch zur Westseite der Bahnstrecke, wo man der Straße Am Öferl nach links folgt. Diese knickt bald nach rechts und leitet an der nächsten Kreuzung links zur nahen Ammerbrücke. Wer die Runde an der Stadthalle beginnt, fährt zur nahen Hauptstraße und auf ihr links zur nur 100 Meter entfernten Ammerbrücke. Nun radeln wir auf einem der beiden Dammwege am Fluss entlang Richtung Süden. Nach kurzer Fahrt überspannt eine Radlerbrücke den Fluss, wo alle den Radwegweisern Richtung Oderding folgend aufdas westliche, im Fahrtsinnrechte Ufer der Ammerwechselnmüssen. Deraussichtsreiche Dammweg,von dem der Blickbald zu den Ammergauer und den Tannheimer Bergenschweift, folgt immerdem Ufer derAmmer. Baldgeht es unter der Eisenbahnbrückehindurch undauf dem anfangs grün bewachsenen,später geteerten Dammwegweiter nach Oderding. Wir radeln geradewegs in den Ort und folgen an derersten Kreuzung den Radwegweisern RichtungWessobrunn nachrechts. Nun immer geradeaus auf der schmalen Teerstraße ausdem Ort.Nach kurzer Strecke beginnt der einzige etwas längere Anstiegdes heutigen Tages, der uns über die Bahnlinie auf eine aussichtsreicheWiesenkuppe führt. Dort treffen wir auf eine Querstraße,der wir rechts in Richtung Eibenwald und Wessobrunn folgen.Die schmale Teerstraße leitet zum Weiler Kugelsbühl und danndurch den Wald bis zur weiten Talmulde derRott. Kurz vor dem Segelflughafen im Talgrundwechseln wir rechts auf eine mit Radwegweisernausgeschilderte Kiesstraße, dieuns zu einem herrlichen Rastplatz bringt. ImSüden ragt über dem Tal und dem bewaldetenHügelland die Zugspitze mächtig in dieHöhe.Kurz darauf erreichen wir eine Querstraße,die uns links am schilfbestandenen Ufer desZellsees vorbei zu einer Wegkreuzung an der Moosmühle bringt. Wir halten uns rechts und radeln aufgrobem Weg am Bauernhof vorbei zu einer weiteren Kreuzung.Links hinauf führt ein kurzer, steiler Anstieg zum Gasthof vonPaterzell; wir folgen jedoch den Radwegweisern Richtung Wessobrunnnach rechts. Nach kurzer Strecke geht es in den Waldund wir erreichen den Lehrpfad durch den Paterzeller Eibenwald.Wer dieses einzigartige Naturdenkmal erkunden möchte,der folgt am besten zu Fuß dem ausgeschilderten Rundweg einStück.Wir radeln jedoch geradewegs auf der breiten Forststraße durchdenWald zum Ufer des Zellsees hinab. Ein kurzer, steilerAnstiegbringt uns zumBauernhof amZellsee, hinter demwir rechts zu einernahen Kreuzung radeln. Eine Radlerunterführung leitet unsunter der Staatsstraße Weilheim–Landsberg hindurch zu einemRadweg. Auf ihm kurz nach links, dann rechts auf das schmale,mit demRadwegweiser »Raisting« ausgeschilderte Sträßchen. Diefür den allgemeinen Verkehr gesperrte Straße verläuft durch dasstille Rotttal. An einem Rechtsknick am Beginn eines Waldstücksbiegt links ein Weg hinauf nach Wessobrunn ab. Wir halten unshier aber rechts und fahren im Talgrund zum wunderschön gelegenen Weiler Stillern, in dem ein Biobauernhofmit Biergarten zu einer Rastverführt.Anschließend geht es auf gemütlicherTeerstraße im Rotttal nach Raisting.Wir radeln geradewegs in das Dorfund treffen vor der Kirche im Ortszentrumauf eine Vorfahrtsstraße, der wirnur kurz nach rechts folgen. An dernächsten Kreuzung knickt die Hauptstraßenach links; wir aber radeln aufschmaler Straße geradeaus durch dieWiesen. Vor uns ragen die riesigen Satellitenantennender ErdfunkstelleRaisting auf und geben in dieser ländlichenUmgebung ein bizarres Bild ab.Wir fahren immer geradeaus weiter,bis nach einer der ganz großen Schüsselndie Straße nach links knickt unduns zum malerisch gelegenen WallfahrtskirchleinSt. Johann bringt. DerFeldweg, der von der Kirche in geraderLinie nach Raisting zieht, zeichnet denVerlauf einer alten Römerstraße nach.Nach einer sonnigen Rast folgen wirdem Teersträßchen, das südlich derKirche kurz abwärts läuft und dannnach links knickt. An der nächstenWegkreuzung wechseln wir geradeausauf einen unbefestigten Wirtschaftsweg und radeln auf ihm immergeradeaus weiter, bis wir vor der Bahnlinie auf eine Teerstraßetreffen, die uns rechts zu einer Kreuzung neben einer Ammerbrückebringt. Wir radeln links über den Fluss und wechselnnach kurzer Strecke, den Radwegweisern Richtung Weilheim folgend,rechts auf den Dammweg. Dieser leitet uns am Fluss entlangzu einer Brücke, ab der man beide Flussdämme befahrenkann. Wir bleiben am östlichen Ufer und biegen kurz nach einerFußgängerbrücke links in einemit einem Radwegweiser RichtungBahnhof ausgeschilderte Straße. An der nächsten Kreuzung haltenwir uns links, radeln zur nahen Bahnlinie und an ihr entlanglinks zum Bahnhof von Weilheim zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour31 km
Höhenunterschied120 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortWeilheim
AusgangspunktBahnhof von Weilheim
Endpunkt Bahnhof von Weilheim
Tourencharakter Eibenwald und Radom – Tour für Naturfreunde und Technikfreaks
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte1:75 000, Blatt »BayerischeSeen« (Radtourenkarte)
VerkehrsanbindungWeilheim liegt 25km südlich von Starnberg (A95) an der B2. Wer mit dem Auto anreist, findet an der Stadthalle die besten Parkmöglichkeiten: vom Stadtzentrum der nach Wessobrunn und Landsberg ausgeschilderten Straße folgen und kurz nach der Ammerbrücke rechts zur Stadthalle. In Weilheim Bahnstation der Strecke München bzw. Augsburg– Garmisch-Partenkirchen
GastronomieGasthöfe in Oderding, Paterzell, Stillern, Raisting und Weilheim
Informationen
Raisting: Raisting geht wohl auf die römische Straßenstation Urusa zurück, die am Kreuzungspunkt zweier Fernstraßen lag. Die Pfarrkirche von Raisting ist dank ihrer hübschen Rokoko-Ausstattung einen Besuch wert. Was den Ort jedoch weithin bekanntgemacht hat, ist die Erdfunkstelle, die mit ihrenriesigen Satellitenschüsseln ein eigenwilliges Bild ergibt .Als erste Anlage ihrer Art wurde in den 1960er-Jahren das sogenannte Radom erbaut. Aus Schutz vor Umwelteinflüssen wurde die Schüssel mit einer riesigen, freitragenden Kugelhülleumgeben. Im Radomist heute ein kleines Technikmuseumuntergebracht.
Tourismusbüro
Tourismusverband Pfaffenwinkel, Bauerngasse 5, 86956 Schongau, Tel. 08861/77 73, www.pfaffen-winkel.de
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