Zwischen Indersdorf und Altomünster

Das Dachauer Hinterland ist schlichtes Acker- und Wiesenland, das aber seinen eigenen Reiz entwickelt. Mehr kunstgeschichtlich interessant sind dagegen die Eckpunkte der Tour, also Indersdorf und Altomünster: Ihre Klosterkirchen beeindrucken mit glanzvoller Ausstattung. (Autor: Armin Scheider)
27 km
180 m
3.00 h
Zuerst radeln wir vom S-Bahnhof Markt Indersdorf vor zur Arnbacher Straße und biegen links ab. Es folgt ein Bahnübergang, wo wir diesseits bleiben und auf der Schotterstraße entlang der Gleise gut 2 km bis Arnbach (Bhf.) fahren. Um uns herum weites Acker- und Wiesenland mit schöner Rundsicht.

Am Bahnübergang Arnbach biegen wir rechts ab, überqueren die Glonn und steuern in freundlicher Landschaft das Dorf Hirtlbach an. Nach lang gezogener Auffahrt passiert man die Kirche und stößt in der Ortsmitte auf die Hofer Straße. Dort geht es links und nach 300 m am Ortsende wieder rechts auf ein Asphaltsträßchen (später geschottert), das uns im leichten Auf und Ab an die Straße am Südrand von Eichhofen bringt, wo wir uns nach links wenden.

Auch der nächste Abschnitt über Riedhof, Happach und Schluttenberg weist einige spürbare Steigungen auf, bietet aber auch weite Ausblicke bis hinüber zu den Bergen und enthält zudem eine genussvolle Abfahrt ins Tal des Stumpfenbachs an die Straße Eisenhofen–Altomünster. Den Radschildern entgegen setzen wir dort rechts fort und gelangen in bäuerlicher Landschaft über die Dörfer Deutenhofen und Stumpfenbach nach Altomünster (Bhf.), dessen markanter Kirchturm uns schon von Weitem begrüßt. Auf der Bahnhofstraße gelangen wir rechts hinauf zum Marktplatz.

Zurück nach Markt Indersdorf

Von Altomünster nach Osten ausfahren, dann in einem Linksbogen über Breitenau und Ottmarshausen zur Keltenschanze, über Arnzell nach Eichhofen und dort links über Westerholzhausen nach Markt Indersdorf zurück. Wenn Sie sich in Altomünster umgesehen haben, geht es ab Marktplatz auf der Nerbstraße Richtung Indersdorf wieder hinaus und 1 km danach links ab nach Breitenau. Sie könnten auch auf der großen Straße weiterradeln und kämen ohne weitere Richtungsänderung über Eichhofen nach Markt Indersdorf. Doch der hier empfohlene Abstecher ist abwechslungsreicher und führt zudem an einer Keltenschanze vorbei.

Wir radeln also bei leichteren Steigungen nach Breitenau, wo wir unmittelbar nach zwei Teichen dem rechts abgehenden Asphaltsträßchen folgen. Es ist schön zu radeln, bietet erneut weite Ausblicke auf die ländliche Gegend und führt am Waldrand entlang hinüber an die Straße unterhalb von Ottmarshausen. Dort wenden wir uns nach rechts und vertrauen uns 100 m weiter dem links hochführenden Feldweg an. Er läuft oben am Wald entlang, lässt bei klarem Wetter die Alpenkette erkennen und passiert dort, wo der Wald aufhört, eine Keltenschanze. Geht man ca. 100 m nach links am Waldrand entlang, stößt man auf den Wall. Er ist nicht spektakulär, lässt aber bei etwas Fantasie den Hauch der Geschichte spüren. Immerhin soll diese Keltenschanze aus dem 1. Jh. vor Christus stammen.

Fortgesetzt wird auf dem Feldweg in bisheriger Richtung, dann stoßen wir in Arnzell auf die Dorfstraße und fahren links hoch zur Kirche. Direkt danach führt rechts ein Schotterweg ab und bringt uns nach Eichhofen. Nun sind wir wieder auf der großen und etwas stärker befahrenen Straße Altomünster–Indersdorf, müssen vor Westerholzhausen noch einen kräftigen Anstieg bewältigen, um dann bei schönen Ausblicken nach weiteren 3 km in Markt Indersdorf (Bhf.) zu landen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour27 km
Höhenunterschied180 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Markt Indersdorf.
TourencharakterDas Dachauer Hinterland ist schlichtes Acker- und Wiesenland, das aber seinen eigenen Reiz entwickelt. 
Hinweise
Altomünster: Einziges Birgittenkloster in Deutschland mit der Klosterkirche St. Alto. 1763 von Johann Michael Fischer neu erbaut. Im Inneren herrscht üppige spätbarocke Ausstattung vor, aus der die Deckenfresken, der Wessobrunner Stuck sowie Plastiken und Grabdenkmäler herausragen. Sie möchten erfahren, was es mit dem Birgittenorden auf sich hat? Dann besuchen Sie neben der Kirche das Museum Altomünster (Mi–Sa 13–16, So 13–17 Uhr). Es ist vor allem der Geschichte des Ordens und seiner Gründerin, der hl. Birgitta von Schweden, gewidmet.
Markt Indersdorf: Klosterkirche des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts, eine romanische Pfeilerbasilika von 1128 mit prachtvoller Rokokoausstattung. Zu nennen sind der Stuck, die Fresken und der prächtige Hochaltar, aber auch Bild- und Schnitzwerke sowie eine große Grabplatte.
KartentippTopografische Karte 1:50.000 »München Nord und West« des Bayerischen Landesvermessungsamtes München.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung. Schilder an der Strecke werden ggf. im Text angesprochen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto über Dachau und Röhrmoos; per Bahn mit der S2 bis Dachau und weiter mit der Linie A Dachau – Altomünster.
GastronomieMarkt Indersdorf: Gasthof Funk mit Biergarten (Mittwoch Ruhetag); Klostergaststätte mit Biergarten.
Altomünster: Maierbräu mit Terrasse (Dienstag Ruhetag); Kapplerbräu mit Biergarten (Montag Ruhetag).
Tourismusbüro
Tourismusverband München-Oberbayern e.V., Tel.: 089/82 92 18-0, E-Mail: touristinfo@oberbayern.de, www.oberbayern.de; Markt Indersdorf: Tel.: 08136/934-0

Buchtipp

Armin Scheider

Das Oberbayerische Radlbuch

40 ausgewählte Touren für unterschiedliche Ansprüche führen durch reizvolle Landschaften zu berühmten Sehenswürdigkeiten oder gemütlichen Gasthöfen.

zum Shop
Mehr zum Thema