Zum Kloster Irsee

Die Tour verläuft fast vollständig auf kleinen asphaltierten Verbindungsstraßen (nur 3 km Kiesweg), teilweise sehr hügelig, im Tal des Wörthbachs und Friesenrieder Bachs eben; zwischen Irsee und Baisweil steile Anstiege und Abfahrten mit 10%, von Kleinkemnat nach Irsee 12% Gefälle. (Autor: Michael Graf)
33 km
430 m
3.00 h
Von der herrlichen St.-Blasius-Kirche in Kaufbeuren radeln wir wenige Meter bis zur Umgehungsstraße. Dort fahren wir nach links auf dem Radweg entlang der viel befahrenen Straße bis zum Gasthaus Adlerkeller und dort geradeaus in die Kemnater Straße Richtung Bezirkskrankenhaus. Wir radeln zwischen dem links gelegenen Schulzentrum und dem Bezirkskrankenhaus auf der rechten Seite vorbei, linker Hand sehen wir anschließend den Kaiserweiher liegen. An dem folgenden großen Kreisverkehr orientieren wir uns an der Beschilderung nach Kleinkemnat.Nun geht es steil bergauf. Wir biegen links nach Großkemnat ab, kommen an einem kleinen Wald vorbei und erreichen Großkemnat. Im Ort steht der Wartturm, auch Römerturm genannt, ein beliebtes Ausflugsziel. Der Turm ist der Überrest einer früheren Burg aus dem 13. Jh., von dem man einen schönen Rundblick auf die Umgebung hat. Wir fahren danach rechts hoch und gelangen nach Kleinkemnat. Hier orientieren wir uns an die Beschilderung nach Irsee und fahren an der Kirche vorbei aus dem kleinen Ort. Vorsicht, bis Irsee geht es jetzt mit bis zu 12% Gefälle hinab!In Irsee fahren wir zwischen der schön gelegenen doppeltürmigen Kirche und dem Brauereigasthof hindurch, es geht aufwärts. Wir orientieren uns an der Beschilderung Richtung Baisweil. Am Ortsende von Irsee folgt eine rasante Abfahrt, dann müssen wir wieder hinaufradeln. Wir passieren Oppenried und kommen in den Wald. Hier geht es mit 11% Gefälle hinab in das breite Tal des Wörthbaches. Vor uns liegt schon Baisweil, das wir kurz darauf erreichen.Wir fahren nach Baisweil hinein und halten uns vor dem Gasthaus Drei Rosen links in die Straße am Oberen Mühlbach. Nachdem wir zweimal den kleinen Wörthbach überquert haben, gelangen wir über den Alemannenweg auf der linken Bachseite aus dem Dorf heraus. Nun radeln wir auf dem kleinen Weg gemütlich im Talgrund des Wörthbachs. Der Weg macht einen Linksknick und wir treffen auf die Verbindungsstraße. Nach rechts erreichen wir Eggenthal.Zur hoch gelegenen, aus dem Tal schon von weitem sichtbaren Maria-Seelen-Kapelle hinauf geht man am besten zu Fuß über die alte, stimmungsvolle Kastanienallee an Kreuzwegstationen vorbei. In Eggenthal fahren wir unterhalb der Kapelle die Römerstraße Richtung Süden; es schließt sich ein kleiner Weg an, der entlang dem Walde verläuft. Bevor es in den Wald geht, gabelt sich der Weg. Wir radeln dort rechts in den Wald, der Kiesweg ist etwas schlecht zu befahren. Vor dem Waldende halten wir uns links und treffen kurz darauf auf eine kleine asphaltierte Straße. Auf dieser fahren wir nach links und bei der nächsten, kurz darauf folgenden Kreuzung nochmals links. Nun geht es in Kehren kurz und steil hinab nach Blöcktach. Dort halten wir uns links auf die Kirche zu und wenden uns nach dieser rechts in die Friesenrieder Straße. Entlang dem kleinen Bach fahren wir eben bis nach Friesenried, wo wir auf die größere Straße stoßen. Wir orientierten uns an der Beschilderung Richtung Kaufbeuren nach links und fahren durch den Ort. Am Ortsende geht es nach rechts der Beschilderung Richtung Aschthal nach.Eben verläuft die Straße am weidenbestandenen Bach entlang bis Aschthal, dann geht es an der Kapelle vorbei hinauf. Nach dem sanften Anstieg erreichen wir eine breite Querstraße und fahren nach rechts weiter. Nach einem Kilometer biegen wir links ab nach Großkemnat (Wegweiser Großkemnat) und fahren gleich danach rechts in die mächtige Pappelallee, die parallel der großen Straße verläuft (Beschilderung Kaufbeuren). Auf der schönen Allee rollen wir hinab und stoßen wieder auf die befahrene Lindauer Straße. Wir fahren an dieser nach links weiter auf die Altstadt zu. An der Kreuzung vor dem Bezirkskrankenhaus biegen wir rechts ab und fahren auf dem Radweg wieder zurück zum Ausgangspunkt in Kaufbeuren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied430 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKaufbeuren, St.-Blasius-Kirche.
EndpunktKaufbeuren, St.-Blasius-Kirche.
TourencharakterMehrere kräftige Anstiege sind zu überwinden, dafür belohnen den Radler die Irseer Kirche mit ihrer einmaligen Fischerkanzel sowie das süffige Klosterbier.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Bad Wörishofen, Tietze Verlag, 1:75000.
MarkierungenLokale Beschilderung.
VerkehrsanbindungKaufbeuren liegt an der Bahnstrecke Buchloe–Füssen; mit dem Auto ist Kaufbeuren über die B12 zu erreichen.
GastronomieIrsee: Irseer Klosterbräu; Baisweil: Landgasthof Drei Rosen; Friesenried: Gasthaus Zur Traube (schöne Wirtsstube); zahlreiche Gasthäuser in Kaufbeuren.
Informationen
Obwohl Irsee als eines der schönsten Dörfer Schwabens für seine gelungene Dorfsanierung mehrere Auszeichnungen und Prämierungen erhielt, ist der eigentliche Anziehungspunkt nach wie vor die mächtige Klosteranlage, die in ihrer heutigen Gestalt in den Jahren 1699 bis 1729 erbaut wurde.Die Klosterkirche ist als Wandpfeileranlage nach dem Vorarlberger Bauschema angelegt und wurde von dem Wessobrunner Stuckbildhauer Joseph Schmuzer ausgestaltet. Die alten Deckenbilder aus dem Jahr 1702 sind Ölgemälde auf Leinwand und befassen sich mit dem Benediktiner-Tedeum. Kleinod der Kirche ist jedoch die berühmte Fischerkanzel aus dem Jahr 1725, die mit realistisch nachempfundenem Schiffsbug, Takelage und strahlend blauem Segel die extremen Kunstvorstellungen des späten Rokoko vorwegnimmt.Im Klostergebäude sind das prächtige, mit Wessobrunner Stuck ausgestattete Treppenhaus, der Kreuzgang, der Kapitelsaal und die Bibliothek sehenswert. Nach der Säkularisation 1802/03 wurde das Kloster verschiedenen Nutzungen zugeführt, heute beherbergt es das weithin bekannte »Schwäbische Bildungszentrum des Bezirks Schwaben«. Das Klosterbier braut Irsee noch immer selbst, worüber man sich im Brauereimuseum informieren kann. Im Braugasthof lässt sich das süffige Irseer Klosterbräu dann bei einer schwäbischen Brotzeit auch verkosten.InfoKaufbeurenDas Stadtbild Kaufbeurens wird von seinen fünf erhaltenen Stadttürmen geprägt: von dem runden Sywollenturm, dem kantigen Gerberturm, dem Hexenturm, dem Fünfknopfturm als Wahrzeichen Kaufbeurens und dem Blasiusturm. Bei Letzterem finden wir eine architektonische Besonderheit: die Blasiuskapelle aus dem 15. Jh.. Sie liegt an der Stadtmauer bzw. ist vielmehr ein Teil davon, denn der Wehrgang führt direkt durch die Kirche hindurch. So konnten die Verteidiger während ihrer Wachrunden in der Kapelle ein Gebet verrichten. Sehenswert in dieser reich ausgestatteten Kirche ist der Hochaltar von 1518, der wie auch einige andere Figuren zu Beginn des Choreingangs von Jörg Lederer geschaffen wurde. An der Nordwand sehen wir zwanzig Bilder zur Heiligenlegende des Kirchenpatrons, des heiligen Blasius.Ebenfalls eine Besichtigung wert sind die Stadtpfarrkirche St. Martin mit einigen schönen spätgotischen Holzfiguren, die ehemalige Spitalkirche St. Dominikus mit Stuck des Italieners Francesco Mazzari sowie die mit leichter Hand stuckierte Wallfahrtskirche St. Cosmas und Damian und die ebenfalls mit reichem Stuck aus dem Jahre 1712 geschmückte Kirche St. Dionysius Areopagita (die beiden Letzteren im Ortsteil Oberbeuren).Kaufbeuren ist auch die Geburtsstadt bekannter Persönlichkeiten, so z.B. des Heimatdichters Ludwig Ganghofer, der Schriftstellerin und Großmutter der Romantikergeschwister Clemens Brentano und Bettina von Arnim, Sophie von La Roche, und der selig gesprochenen Visionärin Crescentia Höß, deren Gedenkstätte im Crescentiakloster zu finden ist.Östlich der Wertach liegt eine der bekanntesten Stadtgründungen der Nachkriegszeit: Neugablonz, ein Zentrum der Modeschmuckherstellung.
Tourismusbüro
Tourismus- und Stadtmarketing, Kaiser-Max-Straße 1, 87699 Kaufbeuren, Tel. 08341/40405.

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