West-Tour

Radeln in und um München herum - Theresienwiese – Bavaria – Theresienhöhe – Westpark – Pasinger Stadtpark – Schloss Blutenburg – Botanischer Garten – Borstei – Westfriedhof. Geteerte und unbefestigte Radwege, verkehrsberuhigte Nebenstraßen; leichte Steigung im Westpark (Autor: Antje Martin, Cornelia Landensperger, C. Dechant)
22 km
150 m
2.00 h
Theresienwiese – wo die Münchner gerne feiern Wir starten unsere Tour an der U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese. Je nach Jahreszeit können wir entweder direkt über den Platz zur Bavaria radeln, oder wir folgen dem Radweg, der uns rechts um die Festwiese herumführt. Jedes Jahr wird hier das Oktoberfest – mit etwa sechs Millionen Besuchern das größte Bierfestival auf der ganzen Welt – gefeiert. Der Grund dafür war eine Hochzeit - Der bayerische Kronprinz Ludwig I. heiratete am 12. Oktober 1810 die Prinzessin Therese (daher der Name »Theresienwiese«) von Sachsen-Hildburghausen. Sie feierten mit den Münchner Bürgern auf einer Wiese vor den Toren der Stadt. Es gab Freibier, eine Brotzeit und zur Belustigung des Volkes ein Pferderennen. Durch die Entscheidung, das Rennen im folgenden Jahr zu wiederholen, entstand die Tradition des Oktoberfestes bzw. der Wiesn, wie sie im Münchner Volksmund genannt wird. Alle vier Jahre findet gleichzeitig die Landwirtschaftsausstellung statt, und ansonsten wird jedes Jahr das Münchner Frühlingsfest und im Winter das Tollwood-Festival gefeiert – ein alternativer Weihnachtsmarkt mit vielen kulturellen Programmpunkten. Direkt hinter uns ragen die Türme der neugotischen Sankt-Pauls-Kirche auf, die im Jahre 2006 ihren 100-jährigen Geburtstag feiert. Mit 97 Metern ist sie einer der höchsten Kirchenbauten in München. Im Dezember 1960 streifte ein abstürzendes Passagierflugzeug den Hauptturm der Kirche und fiel auf eine vorbeifahrende Straßenbahn. Dabei kamen 54 Personen ums Leben. Nun sehen wir die Bavaria mit der dahinter liegenden Ruhmeshalle, die im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern als Ehrentempel für bayerische Persönlichkeiten entstand. Wir radeln rechts an der Bavaria vorbei den Hang hinauf und treffen oben auf die Theresienhöhe. Verwandlung des alten Messegeländes Auf der Theresienhöhe fahren wir ein kurzes Stück nach rechts, biegen nach wenigen Metern links ab und folgen der Beschilderung zum Verkehrszentrum (Theresienhöhe 14a) – einer Außenstelle des Deutschen Museums (s. Highlights-Tour, S. 12). In den denkmalgeschützten Jugendstilhallen des ehemaligen Messegeländes werden Exponate zum Thema Stadtverkehr, Reisen und Technik gezeigt. Ende 1998 bezog die Münchner Messe ihr neues Gelände in Riem (s. Ost-Tour, S. 76). Wir fahren die Theresienhöhe wieder zurück bis zum Bavariapark und biegen an der ersten Möglichkeit rechts ab, folgen dem Radweg geradeaus und radeln dann nach links. Bevor der Weg aus dem Park herausführt, halten wir uns rechts und können noch ein paar Meter den ehemaligen Ausstellungspark genießen, der mit zum Teil skurrilen Steinfiguren geschmückt ist. Am Ende des Bavariaparks treffen wir auf die Ben-Chorin-Straße/ Hans-Dürrmeier-Weg und befinden uns mitten im Neubaugebiet Theresienhöhe, das seit 2002 auf dem etwa 45 Hektar großen Gelände der Alten Messe München entsteht. Geplant sind hier etwa 1500 Wohnungen sowie Flächen für Büro, Handel, Dienstleistung und Gewerbe. Wenn wir nach rechts blicken, sehen wir den besonders auffälligen orangefarbenen Wohnturm, der in Anlehnung an den in den 1960er-Jahren abgerissenen Messeturm von der Steidle Architekten GmbH aus München gestaltet wurde. Wir folgen der Ben-Chorin-Straße geradeaus, überqueren die Ganghoferstraße und radeln nach links weiter. Auf dem Areal rechts von uns ist die Medienfabrik Westend geplant. Vor der Bushaltestelle Ganghoferstraße fahren wir rechts hinauf zur Brücke, biegen rechts ab und kommen noch über zwei weitere Brücken, bis wir den Westpark erreichen. Vom Westpark nach Pasing Bevor die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 1983 hier stattfand, war das Areal eine baumlose landwirtschaftliche Fläche. Unter dem Landschaftsarchitekten Peter Kluska begannen ab 1977 die Arbeiten. Das etwa 72 Hektar große Gebiet wurde damals mit über 5000 Bäumen und 100000 Sträuchern begrünt, und es entstand eine lang gestreckte Tallandschaft mit Seen, Bachläufen und künstlichen Moränenhügeln, die an die bayerische Voralpenlandschaft erinnern sollen. Von den vielen Nationen-Gärten sind nach dem Ende der Ausstellung noch einige erhalten geblieben. Durch den Mittleren Ring ist der Westpark in einen West- und einen Ostteil getrennt. Wir radeln zunächst durch den Ostteil und folgen dem Radweg, der uns links am See entlangführt. Am Ende des Sees mit dem idyllisch gelegenen Seecafé auf der gegenüberliegenden Uferseite fahren wir rechts, die nächste links und weiter geradeaus über die Brücke (kurze Steigung) und gelangen in den Westteil des Parks. Wir folgen dem Radweg und kommen zunächst am Bayerwaldhaus vorbei, das an eine Almhütte erinnert. Das Haus stammt aus dem Museumsdorf Bayerischer Wald und wurde anlässlich der IGA nach München versetzt. Heute ist es ein Treffpunkt für Volksmusikanten. Wir radeln weiter geradeaus und sehen vor uns den Westsee mit großer Seebühne, wo im Sommer Theateraufführungen, Konzerte und Open-Air-Kinoveranstaltungen stattfinden. Vor dem See fahren wir rechts und kommen zum Asienensemble mit japanischem und chinesischem Garten sowie einer neun Meter hohen Thai-Sala und der Nepal-Pagode. Vor dem chinesischen Garten führt rechts ein steiler Weg hinauf auf eine Brücke, die die Garmischer Autobahn überquert. Auf der anderen Seite fahren wir links den Rubihornweg entlang, unter der Westendstraße durch weiter den Stegener Weg, der parallel zur Autobahn verläuft und schließlich in den Schulmeierweg übergeht, den wir bis zur Senftenauer Straße noch geradeaus fahren. Hier biegen wir rechts ab und folgen der Straße durch den Bezirk Kleinhadern bzw. Blumenau, bis wir auf die Silberdistelstraße treffen, wo wir rechts abbiegen. Auf dem Gelände rechts von uns sehen wir die Pflanzungen der Städtischen Baumschule. Wir radeln geradeaus, kommen an einer Kleingartenanlage vorbei, halten uns links und sehen am Ende der Silberdistelstraße auf der rechten Seite das städtische Westbad, ein familienfreundliches Freizeitbad, das zu einer Abkühlung einlädt. Hier überqueren wir die Weinberger Sraße und fahren die Josef-Retzer-Staße entlang, bis wir auf die Bodenstedter Straße treffen, in die wir links abbiegen. Wir befinden uns bereits im Stadtteil Pasing. An der Würm entlang zum Schloss Blutenburg Pasing ist um einiges älter als München und war einst die fünftgrößte Stadt in Oberbayern. 1938 wurde es nach München eingemeindet und erhielt als Gegenleistung eine eigene Bezirksverwaltungsstelle: das heutige Bürgerzentrum Rathaus Pasing. Pasing hat auch einen eigenen Marienplatz und Viktualienmarkt! In diesem Stadtteil finden sich schöne Beispiele gründerzeitlicher Architektur. Wir überqueren die Planegger Straße und fahren in die Straße Am Klostergarten. Hinter den Mauern auf der rechten Seite verbirgt sich das Institut der Englischen Fräulein, ein Mädchenpensionat, das bereits im 19. Jh. gegründet wurde. Wir radeln weiter, kommen in den Pasinger Stadtpark und fahren auf die Kirche Mariä Geburt zu – ein typisches Beispiel einer schlichten spätgotischen Dorfkirche. Der Park erstreckt sich zu beiden Seiten der Würm und wurde 1929 von der damals noch selbstständigen Stadt Pasing angelegt. Wie der Englische Garten (s. NaTour, S. 52) wurde der Pasinger Stadtpark als Landschaftsgarten gestaltet, mit weiten Wiesenflächen, Baumgruppen und kleinen künstlich aufgestauten Seen. Nach der Kirche radeln wir rechts durch den Park, an der Würm entlang und folgen der Beschilderung zur Blutenburg. Wir fahren zunächst in den Steinerweg, der dann in den Ernsberger Weg übergeht, fahren rechts in die Kaflerstraße und die nächste links in den Hermann-Hesse-Weg, der uns unter den Bahngleisen durchführt. Weiter geht es geradeaus, bis wir den Schirmerweg erreichen, der uns geradewegs zum Schloss Blutenburg leitet. Vom Schloss Blutenburg zur Nymphenburger Schlossmauer Herzog Albrecht III. ließ zwischen 1431 und 1440 diesen von der Würm umflossenen spätgotischen Landsitz errichten, und sein Sohn Herzog Sigismund erweiterte den Bau noch um eine repräsentative Schlosskapelle. Als die Kurfürstin Henriette Adelaide die Hofmark Menzing (= das spätere Schloss Nymphenburg) geschenkt bekam, verlagerten sich die höfischen Aktivitäten nach Nymphenburg und die Blutenburg verlor an Bedeutung. Von 1957 bis 1976 diente das Gebäude den Schwestern des Dritten Ordens als Altersruhesitz und stand kurz vor dem Verfall. Engagierte Obermenzinger Bürgerinnen und Bürger gründeten 1974 den Verein der Freunde Schloss Blutenburg e.V. und sorgten dafür, dass die Gebäude saniert werden konnten. Heute ist im Schloss die Internationale Jugendbibliothek untergebracht. Sehr empfehlenswert sind auch der regelmäßig im Herbst stattfindende Töpfermarkt sowie der Blutenburger Weihnachtsmarkt im Dezember. Wir radeln am Schlossteich vorbei, an dessen Ufer die Schlossschänke im Sommer eine große einladende Seeterrasse betreibt. Rechts von uns sehen wir im Hintergrund den Kirchturm der Pfarrkirche Leiden Christi, 1922–24 nach den Plänen von G.W. Buchner errichtet. Bevor sich der Radweg gabelt, treffen wir auf ein Denkmal des Bildhauers Hubertus von Pilgrim, das an den Todesmarsch der Dachauer KZ-Häftlinge im April 1945 erinnert, der am Schloss Blutenburg vorbeiführte. Wir radeln rechts in die Passionistenstraße und folgen dem Radweg, der uns durch den Grünzug führt. Zuerst überqueren wir die Meyerbeerstraße und radeln weiter geradeaus, bis wir zur Straße Am Durchblick kommen, wo wir rechts fahren. »Durchblick« wird eine der drei historischen Sichtachsen zwischen dem Schloss Nymphenburg (s. NaTour, S. 56) und dem Münchner Westen genannt. Ursprünglich war dies die Sichtachse zur Blutenburg, die heute jedoch durch Bebauung, ausgedehnte Bepflanzung und die Bauwerke der S-Bahn unterbrochen ist. Wenn wir hier nach rechts blicken, sehen wir am Horizont das Schloss Blutenburg. Wir radeln den Weg weiter, treffen auf die Frauendorferstraße, in die wir rechts abbiegen und gleich wieder links in die Straße Am Nymphenbad. Am Ende fahren wir links in die Bärmannstraße, unter der Unterführung durch und radeln links in den Weg An der Schlossmauer. Wir befinden uns nun auf der Rückseite des Nymphenburger Schlossparks und können je nach Jahreszeit von manchen Stellen aus einen Blick auf das Schloss Nymphenburg erhaschen. Immer rechts haltend treffen wir schließlich auf die Amalienburgstraße, der wir ein kurzes Stück folgen, bis es gleich wieder rechts entlang der Schlossmauer weitergeht. Abstecher in den Botanischen Garten Der Weg führt uns geradeaus, bis wir auf der linken Seite den rückwärtigen Eingang zum Botanischen Garten sehen. Der erste Botanische Garten Münchens wurde Anfang des 19. Jh. schräg gegenüber vom Karlsplatz/Stachus (s. Maxvorstadt-Tour, S. 19) von Ludwig von Sckell angelegt. Aufgrund der hohen Luftverschmutzung an diesem verkehrsreichen Ort konnten die Pflanzen irgendwann nicht mehr richtig wachsen. Daher verlegte man den Garten in den Westen der Stadt auf ein Gelände nördlich des Nymphenburger Parks. Gestaltet wurde der Garten durch den Botaniker Goebel und den Gartenbauingenieur Holfelder nach einem wissenschaftlich-technischen Konzept. Er konnte 1914 eröffnet werden. Mit einer Fläche von 22 Hektar und über 400000 Besuchern im Jahr ist er einer der bedeutendsten Botanischen Gärten in Deutschland. Die Gewächshäuser laden ein zu einer botanischen Reise durch verschiedene Klimazonen. Wer seinen eigenen Garten verschönern möchte, kann sich Anregungen dafür im Schmuckhof holen. Der Botanische Garten betreibt außerdem seit mehr als 100 Jahren eine Außenstation im Wettersteinmassiv, nämlich den Alpengarten neben dem Königshaus von Ludwig II. am Schachen. Wir folgen dem Radweg geradeaus und kommen schließlich zum Maria-Ward-Gymnasium auf der linken Seite. Hier fahren wir nach links in die Maria-Ward-Straße bis zur Menzinger Straße, biegen rechts ab und radeln bis zur Dall'Armi-Straße, die nach einigen Metern links abzweigt. Wir fahren geradeaus bis zum Nederlinger Platz und biegen links in die Sadelerstraße ein, die uns zur Baldurstraße führt. Hier geht es rechts, und gegenüber können wir schon die Aussegnungshalle des Westfriedhofes erblicken. Der Westfriedhof wurde Ende des 19. Jh. nach Plänen von Hans Grässel errichtet und gehört mit heute 40000 Grabplätzen zu den Münchner Großfriedhöfen. Viele Persönlichkeiten liegen hier begraben, z.B. der Quizmaster Robert Lembke und Soraya, die erste Ehefrau des Schahs Reza Pahlevi von Persien. Wir radeln weiter geradeaus, passieren auf der rechten Seite das Dantebad, das zu einem erfrischenden Bad zum Abschluss der Tour einlädt, und machen noch einen Abstecher in die so genannte Borstei. Hierzu überqueren wir die Dachauer Straße und radeln durch den Torbogen in die denkmalgeschützte Wohnanlage, die aus 77 individuell gestalteten Häusern mit 772 Wohnungen und Läden für den täglichen Bedarf besteht. Am besten lassen Sie das Fahrrad am Eingang stehen und spazieren zu Fuß durch die unterschiedlichen Höfe, die kleine Oasen der Ruhe sind. Wer möchte, kann sich im Borstei-Café einen Kunst-Wegweiser durch die Anlage holen. Hier endet unsere Tour durch den Münchner Westen, und wir radeln zur U-Bahnhaltestelle Westfriedhof zurück, von wo aus wir bequem in die Innenstadt fahren können.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktU-Bahnhof Theresienwiese (U4/U5), in 10 Minuten ab Marienplatz (umsteigen am Karlsplatz), U-Bahn fährt im 10-Minuten-Takt
EndpunktU-Bahnhof Westfriedhof (U1), in 15 Minuten zum Marienplatz (umsteigen am Sendlinger Tor), U-Bahn fährt im 10-Minuten-Takt
TourencharakterAuf dieser Tour erkunden wir den Münchner Westen - Von der Theresienwiese geht es durch das neu gestaltete ehemalige Messegelände über mehrere Brücken in den landschaftlich reizvollen Westpark. Der Pasinger Stadtpark führt uns zum Schloss Blutenburg. Auf dem Rückweg lernen wir historische Sichtachsen kennen, können den Botanischen Garten besuchen und beenden unsere Tour in einer sehenswerten Wohnanlage: der Borstei.
Beste Jahreszeit
Informationen
Patrona Bavariae Die Bavaria gilt als weibliche Symbolgestalt und weltliche Patronin Bayerns. König Ludwig I. hatte sie in Auftrag gegeben und 1850 konnte die 18,52 Meter hohe Monumentalstatue aus Bronze enthüllt werden. Sie galt seinerzeit als technische Meisterleistung. Entworfen wurde sie von Ludwig Schwanthaler und von Ferdinand von Miller in einem Stück gegossen. Im Kopf der Statue befindet sich eine Plattform, die über eine Wendeltreppe erreicht werden kann. Von hier hat man einen weiten Blick über die Theresienwiese und die angrenzenden Stadtviertel. Auch die Ruhmeshalle war ein Auftrag Ludwigs I. als Gedenkstätte für »ausgezeichnete Bayern«. Leo von Klenze erbaute sie 1843–53. Unter den Porträtbüsten finden sich z.B. der Maler Carl Spitzweg, der Bildhauer Ignaz Günther und als erste Frauen seit 1997 die Schriftstellerin Lena Christ und die Schauspielerin Klara Ziegler. Die Würm Die Würm entspringt am Nordostende des Starnberger Sees, der früher Würmsee genannt wurde, und mündet bei Dachau in die Amper. Nach ihr wurde auch die letzte große Eiszeit vor etwa 10000 Jahren im Alpenvorland benannt. Die Gletscherzungen der Würm-Eiszeit haben uns sowohl die Münchner Schotterebene als auch die zahlreichen Seen im Süden Münchens hinterlassen. Lola Montez Die Skandalnudel des 19. Jh. und Geliebte König Ludwigs I. verbrachte in der Blutenburg die letzte Nacht vor ihrer endgültigen Abschiebung. Sie war eine schillernde Persönlichkeit und hatte dem König dermaßen den Kopf verdreht, dass es den Münchnern irgendwann zu viel wurde und sie ihren Regenten zwangen, seine Lola des Landes zu verweisen. Die Borstei Der Komplex aus mit Skulpturen geschmückten, über Wege verbundenen Wohnhöfen entstand 1924–29 auf Privatinitiative des Großunternehmers und Architekten Bernhard Borst. 1928 erhielt die Anlage das erste zentrale Heizkraftwerk Deutschlands, das bis heute in Betrieb ist. Für damalige Verhältnisse bot die Borstei unüblichen Luxus - fließend warmes Wasser, Zentralheizung, Gasherde, Bad und Kinderspielplätze. In der Großwäscherei konnten die Mieter ihre Wäsche abgeben, die ihnen innerhalb von 24 Stunden wieder schrankfertig geliefert wurde. Borst verwirklichte damit eines seiner Ideale: »Das Schöne des Einfamilienhauses mit dem Praktischen einer Etagenwohnung zu verbinden. Dabei wollte ich alles auf die Entlastung der Hausfrau und auf die Gesundheit der Menschen abstimmen.«

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