Von Weßling nach Herrsching

Teils auf Nebenstraßen, teils auf unbefestigten Wirtschaftswegen in beständigem, aber nie allzu steilem Auf und Ab über die Hügel im Osten des Ammerseebeckens, die vom Kloster auf dem heiligen Berg von Andechs überragt werden. Bademöglichkeiten an Ammer-, Pilsen-, Wörth- und Weßlinger See (Autor: Bernhard Irlinger)
36 km
290 m
3.00 h
Vor dem Bahnhof in Weßling wenden wir uns nach rechts, also nach Südwesten. Nach kurzer Fahrt biegen wir rechts haltend in die Schulstraße, die uns geradewegs an der Pfarrkirche vorbei durch den Ort leitet. An ihrem Ende bringt uns der Walchstadter Weg links zur Staatsstraße, die wir mithilfe einer Fußgängerampel überqueren, und jenseits leitet uns der Uferweg zum nahen Weßlinger See und steigt dann zur alten Kirche an. An der Weggabelung neben dem Gotteshaus halten wir uns links und folgen nun immer dem Sträßchen Am Karpfenwinkel, das am Südufer des Weßlinger Sees entlangläuft. Bald biegen wir scharf rechts in die Ettenhofener Straße, die am Ortsrand in einen Kiesweg übergeht.Dieser führt uns zu denWiesen von Ettenhofen, wo wir links derRadwegweisung Richtung Hochstadt folgen.Der Weg leitet uns überden bewaldeten Klausbühlin eine sumpfigeWiesenmulde, von der wirgeradewegs nach Hochstadthinaufradeln. Hiertreffen wir auf eine zweispurige,aberwenig befahrene Straße, der wir nachrechts folgen und die unsdurch ein sanft ansteigendesTal nach Uneringbringt. Auf der Hauptstraßeradeln wir, vorbeiam malerischen Dorfweiher,in den Ort und biegen an einer Kreuzung unterhalb des Kirchleins rechts in die nachDrößling ausgeschilderte Nebenstraße, die uns über einen Hügelnach Drößling leitet. Wir wechseln geradewegs auf eine Vorfahrtsstraßeund schon nach 50Metern wieder geradeaus auf eineNebenstraße, über die wir durch flaches Wiesengelände Friedingerreichen. Dort auf der Vorfahrtsstraße durch das Dorf und an derKreuzung neben der Kirche der nach rechts knickenden Hauptstraßeweiter folgen. Durch eine grüne Talmulde, von der wir zum erstenMal einen herrlichen Blick auf Andechs haben, gelangen wir nach Widdersberg. Im Dorf biegenwir noch vor Wirtshaus und Kirche links in eineNebenstraße, die mit einem Radwegweiser RichtungAndechs ausgeschildert ist, und radeln übereine aussichtsreiche Hügelkuppe zu einer Straßenkreuzung.Wir überqueren geradewegs die Vorfahrtsstraßeund fahren durch Wald und aussichtsreicheWiesen sanft bergan. Bald erhebt sich vordem Alpenbogen der »Heilige Berg« Oberbayernsmit dem Kloster Andechs.Am Klosterberg von Andechs hat man nun zweiMöglichkeiten: Entweder schiebtman die Räder biszur Kirche auf dem höchsten Punkt, wo gegenüberdemKirchenportal ein als Pilgerweg ausgeschilderterTreppenweg beginnt, über den man die Räderein kurzes Stück abwärts schieben kann. An dernächstenWegkreuzung fährt man anschließend geradeausund bald steil abwärts zu dem Weg imKiental, demman rechts Richtung Herrsching folgt.Wer sich die Schiebestrecken sparen möchte, der folgt einfach derHauptstraße nach Erling hinein. Ein Stück vor der Kirche biegtman rechts in die Straße Am Kiental, die rechts des Kienbachsdurch das Dorf leitet, und fährt bei den letzten Häusern geradeaus auf eine Kiesstraße, die uns durch das malerische Kiental nachHerrsching hinabbringt. Der Ort war wohl schon von den Römernbesiedelt und besaß um das Jahr 700 eine frühe Steinkirche.Wir radeln rechts haltend zur Hauptstraße und auf ihr links hinab,bis wir rechts in die nach Breitbrunn und Inning ausgeschilderteStraße einbiegen. Auf ihr bis zur Bahnlinie, vor der wirrechts auf ein schmales Sträßchen abzweigen. Entlang der Bahnlinieradeln wir nun auf dem Radweg durch ein ausgedehntesMoorgebiet zum Ufer des Pilsensees. Hier wechseln wir geradewegsauf die schmale Seestraße, der wir am Strandbad vorbei biszur Staatsstraße folgen. Auf ihr fahren wir links unter der Bahnliniehindurch und durch Hechendorf aufwärts, bis uns Radwegweiserrechts in die Günteringer Straße leiten. Wenig später biegenwir in das zweite Sträßchen zur Linken, den Steinebacher Weg, und fahren an der nächsten Weggabelung weiter auf ihmnach rechts. Über einen herrlich aussichtsreichen Wiesenbuckel leitet uns dasSträßchen nach Norden, bis wir in Steinebach auf eine Vorfahrtsstraßetreffen.Auf ihr rechts zur Kreuzung und hier mit dem RadwegweiserRichtung Weßling rechts hoch zur Kirche von Steinebach.Dort geradewegs über die Hauptstraße in die WeßlingerStraße und an einer nahen Gabelung weiter auf ihr nach rechtsdurch den Ort bis vor die Bahnlinie. Rechts liegt die S-Bahn-Station Steinebach. Wir folgen jedoch der Teerstraße an den Gleisenentlang nach links. Nach einem kurzen Anstieg leitet uns eineBrücke rechts über die Bahnstrecke und jenseits biegen wir linksin eine anfangs steil ansteigende Kiesstraße.Der Berg ist schnell überwunden und ohne weitereMühen radelnwir geradewegs durch denWald zum Ortsrand vonWeßling undgeradeaus bis kurz vor die viel befahrene Staatsstraße. Hier haltenwir uns links und folgen der schmalen Teerstraße, die parallel zurHauptstraße in den Ort führt. Neben einer Fußgängerampel, ander man rechts über die Hauptstraße den nahenWeßlinger See erreichenkann, knickt unser Weg nach links, und schon nach wenigenMeternbiegen wir rechts in die Schulstraße, die uns vorbei ander Pfarrkirche geradewegs zum Bahnhof zurückbringt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied290 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortWeßling
AusgangspunktS-Bahn-Station in Weßling
Endpunkt S-Bahn-Station in Weßling
Tourencharakter Zum »Heiligen Berg« im Land der Seen
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte1:75 000, Blatt »BayerischeSeen« (Radtourenkarte)
VerkehrsanbindungWeßling liegt an der S5, die München mit Herrsching verbindet, und südlich der A 96 München–Lindau und ist mit dem Auto über die Anschlussstellen Oberpfaffenhofen oder Wörthsee schnell zu erreichen.
GastronomieGasthöfe in Hochstadt, Unering, Frieding, Widdersberg, im Kloster Andechs, in Erling, Herrsching, Hechendorf, Steinebach und Weßling
Informationen
Kloster Andechs: Anstelle einer Burg entstand im 15. Jh. hoch über dem Ammersee in Andechs das Kloster am »HeiligenBerg«, das sich dank wertvoller Reliquien schnell zu einem der wichtigsten Wallfahrtsortein Bayern entwickelte. An die mehrfachumgebaute Klosterkirche,die Mitte des 18. Jh. dieprächtige Rokoko-Ausstattungerhielt, schließt nebenanderen Kapellen auch die»Heilige Kapelle« an, in derdie wertvollen mittelalterlichenReliquien und die bedeutendenKunstwerke desKirchenschatzes aufbewahrtwerden. Im Schattender auf der Hügelspitze aufragendenKirche schmiegensich die Gebäude der Klosteranlagean den Berghang– hier kann man nicht nurin der Klosterapotheke einkaufen,sondern auch imBräustüberl zünftig essenund das berühmte AndechserKlosterbier probieren.Prost!
Tourismusbüro
Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land, Wittelsbacherstr. 2c, 82319 Starnberg, Tel. 08151/906 00, www.sta5.de; www.fuenfseen.de
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