Von Waren um die Müritz

Rundtour auf bequemen Wegen, stellenweise schmale Uferwege, die bei nasser Witterung etwas schwieriger sind. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten am Bahnhof in Waren L, schieben das Fahrrad durch die Unterführung zum Schweriner Damm und schwenken hier nach links.
Wir unterqueren die Herrenseebrücke, fahren am Tiefenwaren und der Altstadt vorbei, bis rechts die Mecklenburger Straße abzweigt, der wir folgen. Sie wird fortgesetzt vom Karl-Bartels-Weg, dem Federower Weg sowie dem Damerower Weg, dann kommen wir auf dem Müritz-Rundweg (MR) sowie dem Radweg Berlin – Kopenhagen (B – KO) nach Federow, dem Eingangstor zum Nationalpark. Hier folgen wir dem Müritz-Rundweg (MR) auf der Asphaltstraße nach Schwarzenhof, einem kleinen Dorf, wo das Hotel »Kranichrast« mit Biergarten zum Verschnaufen einlädt. Wer sich für eine kleine Ausstellung über das Ostufer der Müritz interessiert, findet sie im Nationalparkamt. Wir folgen dem Müritz-Rundweg weiter nach Boek, einem alten Gutsdorf. Im Gutshaus Boek befindet sich die Nationalpark-Information und im KulTourLaden werden kunsthandwerkliche Erzeugnisse und Produkte der Region angeboten.
Von Boek nehmen wir den Müritz-Rundweg über Bolter Schleuse nach Rechlin (Wegweiser), fahren nach rechts in den Ort und schwenken auf der Vorfahrtsstraße nach links, um bei Vietzen zur B 198 zu gelangen. Wir biegen nach rechts und überqueren auf dem Radweg neben der Straße einen Müritzarm, der hier in die Kleine Müritz mündet. Kurz vor Vipperow verlassen wir die B 198, schwenken nach rechts und fahren am Ufer der Müritz entlang über Vipperow und Zielow nach Ludorf. Hier gibt es eine einzigartige achteckige Dorfkirche zu bestaunen, die 1346 geweiht wurde. Sehenswert ist auch das Gutshaus Ludorf, ein barockes Herrenhaus, das seit 1999 zu einem schönen Hotel-Restaurant mit mecklenburgischer und pommerscher Küche umgebaut wurde. Ab Ludorf bleiben wir weiter auf dem Müritz-Rundweg bis zu einem Aussichtspunkt auf einer Anhöhe, der einen herrlichen Blick zum Naturschutzgebiet Großer Schwerin bietet. In diesem nicht öffentlich zugänglichen Reservat leben Seeadler und Fischadler, im Frühjahr und Herbst rasten hier Graugänse.
Wir setzen unsere Tour geradewegs nach Röbel fort, halten uns zunächst rechts und kommen an der Anlegestelle der Schiffe vorbei, bis wir nach rechts schwenkend in die Seebadstraße gelangen. Nun setzen wir unsere Tour am Müritzufer fort (Müritz-Rundweg), über Gotthun, Zierzow und Sietow Dorf nach Klink. Berühmt ist hier das Schloss Klink, ein Bau im Stil der Neorenaissance, der 1898 von dem Architekten Hans Grisebach für den Kölner Geschäftsmann Arthur Schnitzler gebaut wurde. Mit seinen Rundtürmen und Erkerausbauten erinnert es eher an die Schlösser der Loire, der reiche Baudekor aus Terrakotta ist dagegen typisch für mecklenburgische Residenzen.
Der Müritz-Rundweg führt durch die Feriensiedlung Klink weiter am Ufer entlang und schwenkt vor Eldenburg nach links zur B 192. Hier wenden wir uns nach rechts und fahren auf dem Radweg neben der Straße nach Waren. Dabei überqueren wir bei Eldenburg den Reek-Kanal, die Verbindung zwischen der Müritz und dem Kölpinsee, eine sehr stark befahrene Wasserstraße. Nach der Brücke verlassen wir den Radweg neben der Bundesstraße und fahren auf dem Müritz-Rundweg nach rechts, durchqueren einen
Campingplatz und radeln in Ufernähe am Volksbad vorbei zur Gerhart-Hauptmann-Allee. Dort halten wir uns rechts, bei der Goethestraße/Kietzstraße wieder rechts und biegen bei der Straße »Zur Steinmole« nach links. Am Verkehrskreisel wählen wir die rechte Straße, die über die Herrenseebrücke zur Bahnhofstraße führt. Dort nach links, dann rechts in die Malchiner Straße und über die Lloydstraße zum Bahnhof Waren L zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour84 km
Höhenunterschied100 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWaren, Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterIm Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte breitet sich die Müritz aus, genau genommen der größte Binnensee Deutschlands, denn den um ein Vielfaches größeren Bodensee teilt sich Deutschland mit der Schweiz und Österreich.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, Müritz-Rundweg (MR).
VerkehrsanbindungAutobahn A 10, Ausfahrt Waren oder Malchow, auf B 192 nach Waren.
GastronomieWaren, Federow, Boek, Rechlin, Ludorf, Röbel, Klink.
Tipps
Von Schwarzenhof kann man auch dem Wegweiser nach Speck und dort dem Wegweiser nach Boek folgen. Bei dieser Variante genießt man auf einer in die Uferzone vorgeschobenen Plattform mit Bank die Stille und die Vogelwelt am Priesterbäker See. In der Specker Schmiede befindet sich eine Nationalpark-Informationsstelle, neben Karten und Büchern werden auch Kaffee und Kuchen angeboten (geöffnet Mai–Oktober tägl. 9.00–17.00 Uhr).
Informationen
Röbel liegt recht reizvoll in einer Müritzbucht; von den Bänken an der Müritzpromenade aus lässt sich das bunte Treiben auf dem Wasser gut beobachten. Noch besser ist die Aussicht vom Turm der Pfarrkirche St. Marien auf die Müritz mit den Wiesen und Wäldern des Hinterlandes. Die Kirche wurde 1250 begonnen und ist ein sehenswertes Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Besonders schön sind das reiche Blenddekor der Giebel und das farbig geschmückte Portal mit Blattkapitellen und Zierfriesen.
Tourismusbüro
Waren-Information, Neuer Markt 19, 17192 Waren, Tel. 03991/ 666183, Fax 03991/ 664330. E-Mail: waren-tourist@t-online.de, Internet: www.waren-tourist.de.
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