Von Waren nach Penzlin

Anstrengende Rundtour, vorwiegend auf gut befahrbaren Asphaltwegen, im Bereich der Pieverstorfer Berge und der Havelquellseen fester Sandweg. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten am Bahnhof in Waren L, schieben das Fahrrad durch die Unterführung zum Schweriner Damm und schwenken hier nach links.
Wir unterqueren die Herrenseebrücke, fahren am Tiefenwaren und der
Altstadt vorbei, bis rechts die Mecklenburger Straße abzweigt. Dieser folgen wir und radeln in ihrer Fortsetzung, dem Karl-Bartels-Weg, dem Federower Weg sowie dem Damerower Weg, auf dem Müritz-Rundweg (MR) sowie dem Radweg Berlin – Kopenhagen (B – KO) nach Federow, dem Eingangstor zum Nationalpark. Im Ort halten wir uns links und radeln erst auf Kopfsteinpflaster, dann auf Asphalt auf dem Radweg Berlin – Kopenhagen weiter. Nachdem wir Bahngleise zweimal überquert haben, erreichen wir Kargow, durchqueren den Ort geradeaus und fahren auf einem Asphaltband zwischen Feldern bis Schwastorf. Hier folgen wir der Kopfsteinpflasterstraße (Wegweiser Ankershagen, Groß Dratow) auf dem Radweg Blaues Müritzband und Berlin – Kopenhagen (B – KO) weiter nach Groß Dratow, schwenken dann dort nach rechts und biegen beim Abzweig vor Freidorf nach links.
In Freidorf kommen wir an einer Tafel mit Informationen über das Havelquellgebiet vorbei, radeln bis Wendorf und wenden uns dort nach rechts, um geradewegs nach Ankershagen zu gelangen. Der Ort zieht vor allem Gäste an, weil sich hier das Geburtshaus des Altertumsforschers Heinrich Schliemann befindet, in dem ein Museum untergebracht ist. Hier hatte Schliemann seine Kindheit verbracht, sein Vater war im Ort als Pfarrer tätig. Von Ankershagen fahren wir nach Groß Vielen, im Links-Rechts-Schwenk auf dem Radweg Blaues Müritzband weiter in Richtung Penzlin. Unsere Tour mündet kurz vor Penzlin auf die B 193, hier halten wir uns links und verlassen kurz danach die B 193 nach rechts, um auf der Warener Straße in das Zentrum des Ortes zu fahren. Obwohl Penzlin vier Brandkatastrophen über sich ergehen lassen musste, kann man die planmäßige Anlage der einstigen Handelsstation mit Marktplatz und rechtwinkliger Straßenführung erkennen. Mitten im Ort steht die Kirche St. Marien mit frühgotischem Kapellenanbau, und unweit davon sind Reste der Burganlage aus dem 13. Jh. in der Ritterburg Maltzan erhalten. Berühmt ist der Hexenkeller, in dem seit 1560 der Hexerei verdächtige Frauen gefangen und gefoltert wurden. Heute befindet sich in der Burg ein Museum für Magie und Hexenverfolgung, und aus dem Hexenkeller ist ein hübsches Burgrestaurant geworden. Am Großen Stadtsee unweit der Burg lädt ein Freibad mit Liegewiese zum Verschnaufen ein, bevor wir unsere Tour fortsetzen.
Zunächst fahren wir zurück zur Burg, schwenken hier nach links in
die Große Straße und folgen der Warener Straße ebenfalls nach links, um dann in die Neustrelitzer Chaussee einzubiegen (Radweg Blaues Müritzband). Nach etwa 200 m folgen wir dem Wegweiser Ankershagen nach rechts und fahren auf bekanntem Weg zurück bis Ankershagen. Dort schwenken wir nach links (Radweg Pieverstorf) und radeln auf einem Plattenweg, dann Sandweg durch die Pieverstorfer Berge nach Kratzeburg. Hier gibt es eine Nationalpark-Informationsstelle und auch die Gelegenheit zu einem Bad im Käbelicksee (Wegweiser Badestrand). Von der Nationalpark-Informationsstelle geht es weiter geradeaus, dann nach rechts und nach Dambeck, wo wir dem Wegweiser Havelquellseen auf 1 km Folge leisten. Auf einem Wiesenweg erreichen wir das Quellgebiet der Havel, folgen dem Radweg Berlin – Kopenhagen (B – KO) weiter über Klockow nach Bocksee und über Klein Dratow nach Groß Dratow und fahren auf bekannter Strecke über Kargow, Schwastorf und Federow nach Waren L zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour87 km
Höhenunterschied20 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWaren, Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterZwischen Müritz und Tollensesee breitet sich eine Hügellandschaft aus, die vor allem von Feldern und Wiesen geprägt ist, zwischen denen kleine Seen wie Augen leuchten. Hier befindet sich das Quellgebiet der Havel und ganz in der Nähe das Dorf Ankershagen, der Geburtsort von Heinrich Schliemann.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, Radweg Berlin – Kopenhagen (B – KO) und Blaues Müritzband.
VerkehrsanbindungAutobahn A 10, Ausfahrt Waren oder Malchow, auf B 192 nach Waren.
Informationen
Im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen ist eine Gedenk- und Forschungsstätte eingerichtet, die mit dem Lebensweg des Ausgräbers von Troja bekannt macht. Neben Keramikgefäßen und Bronzefunden aus Troja sind Goldfunde aus den Gräbern von Mykene sowie Nachbildungen aus dem »Schatz des Priamos« zu sehen (geöffnet: April–Oktober Di–So 10.00–17.00 Uhr, November– März Di–Fr 10.00–16.00 Uhr, Sa 13.00–16.00 Uhr). Unweit des Museums steht ein Trojanisches Pferd, das als begehbare Rutsche gestaltet ist.
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