Von Treuchtlingen nach Eichstätt

Landschaftlich großartiger Streckenabschnitt im engen Altmühltal (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
43 km
440 m
4.00 h
Am Taleingang liegt Treuchtlingen. Das wichtigste Gebäude, das Stadtschloss – ein ehemaliges Wasserschloss der Pappenheimer und Ansbacher Grafen – erreicht man vom Rathausplatz über die Heinrich-Aurnhammer-Straße nach Passieren des sehenswerten Volkskundemuseums. Vom Rathaus führen uns Radwegweiserauf der Kirchen- und Jahnstraße an der Kläranlage vorbei aus Treuchtlingen heraus. Im Ortsteil Dietfurt überquert man die Altmühl unmittelbar am Eingang des romantischen Altmühltals. Fortan bahnt sich der Fluss einen kurvenreichen Weg durch die fränkische Juraplatte. Der dortige Kalkstein ist im Gegensatz zuKalk und Ton im Oberlauf des Flusses besser löslich, sodass dieAltmühl im Lauf der Jahrhunderte zwischen Treuchtlingen undDollnstein ein von Steilhängen gesäumtes enges Tal mit vielenFelsformationen auswaschen konnte. Der Radweg folgt stets derAltmühl und unterquert zweimal die Bahnlinie. Bald nähert sichdie Route Pappenheim mit seinem Wahrzeichen, der berühmtenBurg. Am Campingplatz vorbei gelangt man über die alte Holzbrückeund die Klosterstraße in den historischen Ortskernmit seinenbeiden Schlössern, sehenswerten Kirchen und hübschen Bürgerhäusern.Direkt am Marktplatz steht das neue Schloss, dasnach Plänen von Leo von Klenze imStil des Klassizismus errichtetwurde. Die nähere Umgebung war bereits zur Steinzeit von denKelten besiedelt. Die eigentliche Stadtgeschichte reicht bisAnfangdes 8. Jahrhunderts zurück, als der Grundstein für die Burg gelegtwurde.Wir verlassen Pappenheim über den Bahnhof und überqueren dieAltmühl kurz vor Zimmern auf einer Bogenbrücke. Der Kieswegführt parallel zur Bahnlinie quasi durch die Hintertür nach Solnhofen.Nach Abfahrt in den Ortskern passiert man den Bahnhofund das Rathaus mit dem Bürgermeister-Müller-Museum. Vordem Eingang wacht der steinerne Archaeopteryx; neun Exemplaredieses stolzen Urvogels hat man in den Jurasteinbrüchenrund um Solnhofen gefunden. Außerdem ist im Museum nocheine Vielzahl an versteinerten Tieren und Pflanzen aus der Jurazeitausgestellt. Durch seinen Plattenkalk, aus dem zum Beispielder Petersdomerrichtet wurde, erlangte Solnhofen übrigens Weltruhm. Auf dem Weg von Solnhofen nach Esslingen fährt man an denZwölf Aposteln vorbei, fotogene Felsnasen an der gegenüberliegendenTalseite. Bei Esslingen werden einige Meter über demWasserpegel der Altmühl die kesselförmigen Auswaschungensichtbar, die das mürbe Kalkgestein ermöglicht. Anschließend erreichtman Altendorf, einen Ortsteil von Mörnsheim, bevor dieRoute nach einer weiteren Schleife direkt nach Dollnstein führt.In Dollnstein setzt die Altmühl ihre Reise im alten Flussbett derUrdonau fort. Das Tal wird in der Folge wieder breiter. Der Radwegführt am Maderfelsen vorbei zum Burgsteinfelsen, der an einemGeländevorsprung markant in die Höhe ragt. Sitzbänke ladenhier zum Rasten und Verweilen ein. Besonders im spätenNachmittagslicht gibt der kreuzgeschmückte Felsen ein großartigesFotomotiv ab. Der Radweg wendet sich nach Norden undwechselt an der Attenbrunnmühle abermals die Flussseite. Danngeht es über Obereichstätt durch die Flussauen nach Wasserzell.Kurz nach dem Ortsschild Eichstätt führt die Route am KlosterRebdorf vorbei in den sogenannten Weiheracker. Der Weg insZentrum von Eichstätt ist beschildert.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied440 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortTreuchtlingen
AusgangspunktBahnhof in Treuchtlingen
Endpunkt Bahnhof in Eichstätt (Wasserzell)
Tourencharakter Stiller, heiliger Fluss
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Altmühltal/Ingolstadt,1:75 000
VerkehrsanbindungAnfahrt und Rückfahrt: Zuganschluss von München, Ingolstadt und Nürnberg. Mit dem Pkw A 9, Ausfahrt Altmühltal oder Lenting, und in ca. 20 Min. nach Eichstätt.
GastronomieIn Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen, Dollnstein, Wasserzell und Eichstätt mehrere Einkehrmöglichkeiten.
Informationen
Therme und Burg: Vor Beginn der Radtour bietetsich ein Entspannungsbad in der Altmühltherme Treuchtlingen an: 30–37 Grad warme Wasserbecken innen wie außen mit Massagedüsen und Wellenbad, dazu als Attraktion die 200m lange Röhrenrutsche (Bürgermeister-Döbler-Allee12, Tel. 09142/960 30,www.altmuehlvital.de). Doch nicht zu lange bleiben, denn unterwegs warten Kulturklassiker wie die Burg Pappenheim, deren 300 Meter lange Anlage neben Natur- und Jagdmuseum sowie historischem Museumauch Kapelle, Folterkammerund Bergfried beherbergt. Täglich um 11.30Uhr finden Führungen statt, bei Voranmeldung (HerrKießlinger, Tel.0151/18 69 16 86) auch zuanderen Zeiten. Der Botanische Garten wartet mit heimischen Bäumen, Sträuchernund Pflanzen auf. Eine Attraktion sind die Greifvogelvorführungen im Burggelände, die zwischen Mitte Juli und Mitte Septemberam Wochenende durchgeführt werden (www.grafschaft-pappenheim.de).
Tourismusbüro
Kur- und Tourist-Information, Heinrich-Aurnhammer- Str. 3, 91757 Treuchtlingen, Tel. 09142/202180, www.treuchtlingen.de; Tourist- Information, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/6001400, www.eichstaett.de
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