Von Sternberg nach Gross Raden

Reizvolle Rundtour durch hügelige Landschaft zur Warnow und zum Ausgrabungsort Groß Raden. (Autor: Tassilo Wengel)
24 km
100 m
2.00 h
Vom Marktplatz in Sternberg mit dem Rathaus aus der Mitte des 18. Jh. sowie sehenswerten Bürgerhäusern aus dem 18. und 19. Jh. folgen wir
der Luckower Straße bis zum Amtsgericht. Dort biegen wir nach rechts, überqueren die B 104 in Richtung Bützow (Wegweiser) und radeln am links liegenden Luckower See vorbei nach Sternberg Burg. Von dort nehmen wir die Asphaltstraße nach links (Wegweiser Groß Görnow) durch Wald und Feldfluren in leichtem Auf und Ab, überqueren die Warnow und erreichen Groß Görnow. Nach einem Links/rechts-Schwenk (Wegweiser Klein Görnow) radeln wir auf einer Asphaltstraße bis zu einem Großsteingrab, wo ein überdachter Sitzplatz zur
Rast einlädt.
Dort biegen wir nach rechts und fahren auf einer schönen Kastanienallee nach Eickelberg, wo wir bei der Kirche nach rechts schwenken.
Auf einer Kopfsteinpflasterstraße radeln wir durch den Ort nach Eickhof. Bei einer Rechtskurve kommen wir am Wasserwanderrastplatz an der Warnow mit schönem Sitzplatz vorbei und folgen der Asphaltstraße
nach rechts in Richtung Klein Raden. Beim nächsten Abzweig gilt der
Wegweiser Buchenhof, wo wir über das Naturschutzgebiet Warnow-Durchbruchstal aufgeklärt werden. Ein Mischwald mit Orchideen und
Maiglöckchen. Zahlreiche Tiere wie der Schwarzspecht, der Buntspecht, die Weidenmeise und die Gebirgsstelze haben hier ihren Lebensraum. Auch die seltene Wasseramsel findet hier ideale Lebensbedingungen.
Wir folgen weiter dem Radwanderwegweiser Groß Raden zunächst auf Asphalt, dann auf festem Feldweg und am Ortsanfang von Groß Raden geradewegs zum Freilichtmuseum auf einer Halbinsel. Hier lebten im 9. und 10. Jh. die Obotriten, deren sehenswerte Häuser und Kultstätten zwischen 1973 und 1980 von Schweriner Archäologen ausgegraben wurden. Dazu gehören mehrere Flechtwandhäuser, ein Tempel aus dem 9. Jh. sowie Blockhäuser, eine Brücke mit Brückenhaus und ein Burgwall aus dem 10. Jh.
Vom Freilichtmuseum geht es zurück in den Ort, und auf der Straße nach Sternberg kommen wir über Sternberg Burg zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied100 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSternberg, Markt.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWo sich die Warnow durch eine Endmoräne der letzten Eiszeit ihren Weg gebahnt hat, entstand das größte Durchbruchstal Mecklenburgs. Diese reizvolle Landschaft, aber auch das Freilichtmuseum in Groß Raden ist das Ziel dieser Radtour.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75000 Schwerin Ostseeküste.
MarkierungenWegweiser, S 3, S 4.
VerkehrsanbindungAutobahn A 241, Ausfahrt Schwerin Nord, auf der B 104 bis Sternberg.
GastronomieSternberg, Sternberg Burg, Groß Raden.
Tipps
Vom Landgut in Görnow führt ein Weg zu einem Parkplatz, wo ein Rundwanderweg durch das reizvolle Warnow-Durchbruchstal beginnt, das seinen Ursprung in der letzten Eiszeit vor 25000 Jahren hat. Das Naturschutzgebiet ist 80 ha groß und beeindruckt mit bewaldeten, bis 30 m hohen Steilhängen. Es ist das größte Durchbruchstal Mecklenburgs, wo sich die Warnow ihr Bett tief durch die Endmoränen der letzten Eiszeit gegraben hat.
Informationen
Das Großsteingrab Klein Görnow errichteten Ackerbauern und Viehzüchter vor über 4000 Jahren. Es handelt sich um ein Ganggrab, das 1966 vom Museum für Ur- und Frühgeschichte untersucht wurde. Neben Skeletten fanden sich Feuersteingeräte und Reste von Tongefäßen. Auf dem größten Deckstein sind kleine Vertiefungen, so genannte Schälchen vorhanden, die auf Kulthandlungen deuten.
Tourismusbüro
Stadt Sternberg, Fremdenverkehrsamt, Luckower Straße 3, 19406 Sternberg am See, Tel./ Fax 03847/ 451012. Internet: www.sternberg.m-vp.de, E-Mail: sternberg@m-vp.de.
Tags: 
Mehr zum Thema