Von Steingaden über die Wies zum Forggensee

Überwiegend auf Radwegen und einsamen Nebenstrecken geht es auf und ab durch das Trauchgau. Einige Streckenabschnitte entlang von Flüssen und Seen auf ebenen Uferwegen. Dazwischen müssen wir aber einige Steigungen meistern. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
37 km
250 m
2.00 h
Im Innern des Kirchenschiffs steigert sich das gesamte Bauwerk mit der Ausstattung, seinen Fresken, dem Stuck und den Altären zu einer einzigartigen Krönung des süddeutschen Rokokostils. Einige der besten und bedeutendsten Kirchenkünstler und Baumeister wirkten 1745 am Bau dieser Wallfahrtskirche »Zum gegeißelten Heiland« mit. Die Radtour - Das Kloster Steingaden im Rücken wenden wir uns zunächst nach links und folgen dem Wegweiser über Litzau zur Wieskirche. Zum Aufwärmen geht es gleich mal 100 Höhenmeter aufwärts. Die schöne Landschaft entschädigt für den verlorenen Schweiß und schon bald rollen wir auf das zum UNESCO-Weltkulturerbe gekrönte Gotteshaus der Wieskirche (4,5??km) zu. Direkt an der Kirche führt unser Radweg weiter. Im steten Auf und Ab folgen wir den Schildern »Resle/Trauchgau/Halblech« nach Süden. Achtung: Kurz vor Oberreithen (10,5??km) dürfen wir nicht zu schwungvoll bergab rollen, denn wir biegen scharf links in einen geschotterten Weg ein, der sonst leicht zu übersehen ist. Mit freiem Blick auf die Füssener Bergwelt geht es nun durch die artenreiche, im Sommer hüfthohe Flora der Trauchgauer Moorlandschaft. So erreichen wir Trauchgau. In der Ortsmitte folgen wir links den Schildern »Halblech«. Kurz nach dem Ortsausgang lässt sich der erste Blick zum Schloss Neuschwanstein unterhalb des Tegelbergs erhaschen. In Halblech halten wir uns weiter links über den Halblech und die Bruckschmiede, bis wir auf einer Autostraße die B??17 (17,5??km) überqueren und geradeaus aufwärts zum Ortsteil Berghof/Buching mit seinem freistehenden Wallfahrtskirchlein St.??Peter hinaufradeln. Oben beginnt wieder ein Radweg. Der Streckenabschnitt zählt zu den schönsten und aussichtsreichsten im Allgäu. Über Kniebis kommen wir zum Illasbergsee. Der Badesee mit seinen Liegewiesen ist eine Nebenbucht des großen Forggensees. Jetzt geht es noch einmal bergauf. Oben angekommen, winkt jedoch die Terrasse des Panorama-Stadls zur Einkehr für einen Nachmittagskaffee (24??km). Wir sind auf der Anhöhe des Illasbergs. Der Blick schweift über saftige Wiesen, zum Forggensee mit seinen Segel- und Motorbooten und bis nach Füssen mit der über der Stadt thronenden Burg und der dahinter liegenden Bergkette des Ammergebirges und der Lechtaler Alpen. Bis zum Kraftwerk Roßhaupten rollen wir abwärts, halten uns dann aber rechts und fahren über die Autostraße den Radwegschildern »Lechbruck/ Riesen/Helmenstein« nach. Jetzt geht es oberhalb des Lechs Richtung Norden bis Lechbruck. Hier überqueren wir den Lech und halten uns dann rechts Richtung Prem (geradeaus führt nur die Autostraße nach Steingaden). Gleich nach der Rechtskurve und dem Wasserhäuschen biegen wir links am letzten Bauernhof (Schild »Helmau – Karlsebene«) auf den Radweg. Durch die Premer Filz und durch Steingädele kommen wir wieder nach Steingaden. Jetzt geht es durch die Neubaugebiete des Ortsrandes zurück bis zum Kloster.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied250 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSteingaden, Parkplätze vor dem Kloster.
EndpunktSteingaden, Parkplätze vor dem Kloster.
TourencharakterFast immer mit Blick auf das Märchenreich König Ludwigs bei Füssen radeln wir entlang von Bächen, Seen und dem Lech. Er bildet die natürliche Grenze zwischen dem Allgäu und Oberbayern. Ein Höhepunkt gleich zu Beginn der Tour ist die freistehende, einsam neben einem Bauernhof liegende Wieskirche.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr.??180, Starnberger See – Ammersee, 1 - 50??000
VerkehrsanbindungAuto - Von München über die A 95 nach Starnberg, weiter über Weilheim und Peißenberg nach Schongau, dann B??17 nach Steingaden. Großer Parkplatz nördlich der Klosterkirche.
GastronomieViele Möglichkeiten entlang des Weges. Panorama-Stadl am Illasberg/Forggensee mit Selbstbedienung, tolle Aussicht. Steingaden - Schönegger Käsestüberl direkt am Klosterbrunnen; hier gibt es Allgäuer Käsespezialitäten der nahe gelegenen Schön-egger Käsealm.
Tipps
Das Kloster in Steingaden wurde bereits 1147 durch Herzog Welf??VI. gegründet, daher auch der Name »Welfenkloster«. Auch wenn das Kirchenschiff um 1747 zur 600-Jahr-Feier reich im Rokokostil »modernisiert« wurde, findet man noch viele Zeugnisse romanischer Baukunst und nachfolgender Baustile. Bestechend ist der starke Kontrast zwischen dem farbenfrohen, üppig dekorierten Kirchenschiff und dem schlichten und ruhig wirkenden Kreuzgang.

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