VON SINSHEIM DURCH DAS ELSENZTAL

Streckentour im flachen Tal der Elsenz; bequem talaufwärts nach Eppingen, dann etwas stärkerer Anstieg nach Elsenz; überwiegend asphaltierte Rad- und Wirtschaftswege, kurze Abschnitte auf Straßen. (Autor: Ute und Peter Freier)
53 km
100 m
4.00 h
Sinsheim und Steinsfurt - Ausgangspunkt der Tour ist Sinsheim, in dessen Kernstadt das Alte Rathaus im Fachwerkstil auffällt; hier ist das Stadtmuseum untergebracht. Vom Parkplatz am Sportzentrum von Sinsheim folgen wir stadtauswärts der Straße Schwimmbadweg, unterqueren eine Bahnlinie und stoßen im Industriegebiet von Steinsfurt auf die breite Straße In der Au. Auf ihr halten wir uns links und passieren das Auto- und Technikmuseum, das einen Querschnitt durch die Technik des Verkehrswesens, der Luftfahrt, der mechanischen Musikinstrumente und der Militärtechnik zeigt. Wir halten uns links in Richtung Ortsmitte Steinsfurt, wo der Radweg scharf rechts abknickt. Hier bietet sich ein kurzer Abstecher an zum Lerchennest-Museum, einem kleinen Fachwerkgehöft aus dem 17. Jahrhundert, in dem eine Ausstellung darüber informiert, wie hier der spätere Preußenherrscher Friedrich der Große auf seiner Flucht unterkam. An der Elsenz entlang: Der Radweg folgt nun der Elsenz, die sich durch ein breites Wiesental windet, durch das Dorf Reihen nach Ittlingen und weiter nach Richen, wo sich wieder ein kurzer Abstecher anbietet zum Bauernmuseum in der Ortsmitte. Im ehemaligen Farrenstall vermitteln eingerichtete Stuben und Wirtschaftsräume einen Eindruck vom Landleben im Kraichgau. Wir wechseln auf die andere Talseite und gelangen bequem nach Eppingen.Fachwerkstädtchen Eppingen: Eppingen, einst eine freie Reichsstadt, wurde in den Kriegswirren des 17. Jahrhunderts nicht zerstört, wodurch rund 100 Fachwerkhäuser aus dem 15.–17. Jahrhundert erhalten sind. Diese gruppieren sich um den Pfeifferturm, u.a. das Baumann’sche Haus (1582), heute Hotel Wilde Rose, die ehemalige Ratsschänke (1388) und die sogenannte Alte Universität (1495), in der das Stadt- und Fachwerkhaus-Museum u.a. über Fachwerkkonstruktionen informiert. Zum Elsenzer See: Kurz nach dem Stadtrand von Eppingen biegen wir an der Raußmühle – ein im 14. Jahrhundert erstmals erwähntes Mühlengehöft mit volkskundlicher Sammlung, die nach Voranmeldung besichtigt werden kann – rechts ab und gelangen über Rohrbach nach Elsenz, das inmitten von fruchtbarem Ackerland liegt und wo auch Wein angebaut wird. Am südlichen Ortsrand liegt der Elsenzer See, ein Badesee mit Liegewiesen. Hier ist der Wendepunkt unserer Tour. Auf dem gleichen Weg radeln wir talabwärts über Eppingen nach Sinsheim zurück oder benützen ab Eppingen die Bahn für unsere Rückfahrt nach Sinsheim.

BADEMÖGLICHKEITEN Freibad in Sinsheim und Elsenzer See am Wendepunkt der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour53 km
Höhenunterschied100 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSinsheim.
EndpunktSinsheim.
TourencharakterDurch die sanft gewellte Landschaft des Kraichgaus fließt das Flüsschen Elsenz, dem ein Radweg bis zum Elsenzer See folgt, einem kleinen Stausee an der Elsenz-Quelle. Am Oberlauf, zwischen der Quelle und Sinsheim, liegen ländliche Ortschaften und das Fachwerkstädtchen Eppingen. Wer sich für den ländlichen Alltag interessiert, findet am Weg Museen zu diesem Thema. Die Tour lässt sich um 22 km verkürzen, wenn man talaufwärts die zwischen Sinsheim und Eppingen verkehrende Elsenzbahn benützt.
Hinweise
BADEMÖGLICHKEITEN - Freibad in Sinsheim und Elsenzer See am Wendepunkt der Tour.
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 58 (Rhein-Neckar), 1 - 100000.
MarkierungenElsenz-Radweg.
VerkehrsanbindungPkw - A6 Kreuz Weinsberg–Kreuz Walldorf, Ausfahrt 33 (Sinsheim); in Sinsheim kurz nach dem Bahnhof rechts abbiegen zu Parkplatz bei Freibad/Hallenbad und Sportanlagen. Bahn: Sinsheim ist Station an der Linie Heidelberg–Heilbronn. RÜCKFAHRT Von Eppingen ist die Rückfahrt nach Sinsheim per S-Bahn möglich; www.h3nv.de
GastronomieIn allen Orten an der Strecke; Kiosk am Elsenzer See; in Steinsfurt u.a. das Brauhaus Jupiter mit Biergarten und in Eppingen u.a. der Wirtskeller St. Georg in stattlichem Fachwerkhaus, mit Außenbewirtung.
Tipps
BRAUGERSTE UND BIER - Das milde Klima und die fruchtbaren Böden im Kraichgau begünstigen die Landwirtschaft. Rund 500 Bauern bauen hier Braugerste an, wodurch der Kraichgau das bundesweit zweitgrößte zusammenhängende Braugerste-Anbaugebiet ist. Malz aus der hier angebauten »Eppinger Goldgerste« verwendet u.a. das Traditionsunternehmen Palmbräu in Eppingen zur Herstellung seiner Biere, vor allem des Starkbiers »Schwarzer Zornickel«. Stammhaus der Brauerei ist das Gasthaus »Zur Palme«, wo im Jahr 1835 der Gastwirt und Brennmeister Jakob Zorn das erste Bier braute, das er auch in einem Biergarten ausschenkte, der in der nächsten Generation durch aus Italien eingeführte Palmensetzlinge verschönert wurde. Palmbräu wurde fortan das Bier genannt, das heute in vielen Gaststätten der Umgebung im Ausschank ist, auch im Palmbräuhaus in Eppingen, in dessen Restaurant Gute Stube und im Biergarten.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung, Wilhelmstr. 14–16, 74889 Sinsheim, Tel. 07261/404-0, www.sinsheim.de; Stadtverwaltung, Marktplatz 1, 75031 Eppingen, Tel. 07262/9200, www.eppingen.de

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