Von Sigmaringen nach Riedlingen

Auf Nebenstrecken durch das Donautal, das ab Scheer zunehmend zahmer und weiter wird. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
32 km
200 m
2.00 h
Am Morgen bieten sich in Sigmaringen zwei Tourenvarianten an. Man kann entweder zur Donau radeln und dem rechten Ufer rund um Altstadt und Schloss folgen. Oder man fährt in der Altstadt über die Antonstraße nach Osten hinab und biegt dann rechts in die Karlstraße. Sie bringt uns zur Hedinger Kirche, an der beide Varianten wieder zusammentreffen. Nun immer rechts der Donau nach Sigmaringendorf. An der Donaubrücke bleiben wir am rechten Ufer und folgen der Teerstraße, bis wir links auf einen Radweg abbiegen. Er bringt uns nach Scheer. An einem kleinen Anstieg biegen wir links ab, radeln unter der Eisenbahnlinie hindurch und in einem Bogen in Donaunähe um den Hügel, auf dem das Renaissanceschloss mit seinen markanten Staffelgiebeln und die barocke Nikolauskirche stehen.
Durch das Land der Kelten Wir überqueren zweimal die Hauptstraße und dann die Bahnlinie, an der entlang wir nach Ennetach radeln. Auf der Hauptstraße rechts durch den Ort und geradewegs nach Mengen. Rechter Hand liegt die Altstadt, in der eine Anzahl schöner Fachwerkhäuser erhalten blieb. In der barock umgestalteten Kirche Unserer Lieben Frau ist eine schöne spätgotische Gottesmutter erhalten. Wir folgen jedoch noch vor Erreichen des Bahnhofs links dem Wegweiser des Donauradweges, der uns über die Bahnlinie und die Bundesstraße in offenes Ackerland leitet. Nahe der Donau radeln wir geradewegs über die nach Blochingen führende Straße und halten uns an der folgenden Weggabelung links. Auf schmaler Straße bis zur Donau und vor der Brücke rechts in einen Kiesweg. Nun fahren wir immer rechts des Flusses bis zur Donaubrücke in Hundersingen. Links über die Brücke und dann steil aufwärts führt eine anstrengendere, aber empfehlenswerte Variante vorbei am Heuneburgmuseum und an der Heuneburg nach Binzwangen. Ein Abstecher zur Heuneburg ist empfehlenswert. Von der Donaubrücke in Hundersingen fahren wir kurz nach rechts und biegen danach links in ein Sträßchen, das uns zur Hauptstraße in Binzwangen führt. Wir überqueren rechts haltend die Hauptstraße und lassen uns von den Schildern des Donauradweges aus dem Ort führen. Danach geht es für längere Zeit geradeaus, ehe uns ein kurzer Links-rechts-Knick an das rechte Donauufer führt. Am Fluss entlang radeln wir bis zur Donaubrücke in Riedlingen. Der Ort wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, fiel im 13. Jahrhundert dem Hause Habsburg zu und kam nach wechselvoller Geschichte im Jahre 1805 zu Württemberg. Überragt wird die Altstadt vom Turm der gotischen Pfarrkirche, in der spätgotische Fresken erhalten geblieben sind. Das Rathaus wurde im 15. Jahrhundert erbaut und im ehemaligen Spital aus dem 14. Jahrhundert ist ein Heimatmuseum untergebracht. An der Donau blieben Reste der Stadtbefestigung mit dem Mühltörle erhalten. Das im 17. Jahrhundert erbaute Kapuzinerkloster besitzt einen malerischen Kreuzgang.

FAHRZEITEN: Sigmaringen – Scheer 45 Min. – Mengen 15 Min. – Hundersingen 30 Min. – Riedlingen 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied200 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDas südliche Donauufer in Sigmaringen.
EndpunktDie Altstadt von Riedlingen.
TourencharakterNach dem hübschen Städtchen Scheer weitet sich das Tal der Donau und wir radeln an den eindrucksvollen Monumenten, die die Kelten bei Hundersingen hinterlassen haben, vorbei zum malerischen Donaustädtchen Riedlingen.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 25 Bodensee – Schwäbische Alb.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Sigmaringen liegt im Tal der Donau an der B 32. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Riedlingen liegt am Kreuzungspunkt von B 311 und B 312 im Tal der Donau. Rückkehrmöglichkeit nach Sigmaringen mit der Bahn.
GastronomieIn Sigmaringendorf, Scheer, Mengen, Hundersingen, Binzwangen und Riedlingen.
Tipps
Keltenland bei Hundersingen: Das Heuneburgmuseum bietet dank der reichen Funde aus der Umgebung einen informativen Einblick in die Kultur der Kelten, die in den Jahrhunderten vor Christi Geburt bis zum Einmarsch der Römer den süddeutschen Raum beherrschten. Die am Museum vorbeiführende Straße nach Binzwangen bringt den geschichtlich Interessierten zu einigen keltischen Grabhügeln. Wenige Meter zuvor führt ein kurzer Abstecher zur herrlich über dem Donautal gelegenen vorgeschichtlichen Verteidigungsanlage der Heuneburg. Ab der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends übernahmen die Kelten diesen schon zuvor besiedelten Platz und errichteten mehrere Befestigungsanlagen. Am Höhepunkt ihrer Macht entstand eine Fürstenburg mit Ziegelmauern, die nördlich der Alpen einzigartig ist. In der Fürstenburg blühte die Handwerkskunst und von den weitreichenden Handelsbeziehungen zeugen Reste chinesischer Seide, die man in der Heuneburg fand.
Unterkunft
In Sigmaringendorf, Scheer, Ennetach, Mengen, Hundersingen und Riedlingen: mehrere Hotels und Gasthöfe.
Tourismusbüro
Verkehrsamt, Marktplatz 1, 88499 Riedlingen, Tel. 07371/1830, Fax 07371/18355, infozentrale@riedlingen.de, www.riedlingen-donau.de; Sigmaringendorf: Bürgermeisteramt, Tel. 07571/73050; Scheer: Bürgermeisteramt, Tel. 07572/76160; Mengen: Stadtverwaltung, Tel. 07572/607501; Herbertingen-Hundersingen: Bürgermeisteramt Herbertingen, Tel. 07586/92080.

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