Von Schaprode nach Altenkirchen

Längere, landschaftlich sehr abwechslungsreiche Tour mit mehreren Sehenswürdigkeiten: Schaprode - Wittwower Fähre - Wiek - Dranske - Kap - Arkona - Altenkirchen (Autor: Michael Graf)
54 km
100 m
3.00 h
Von Schaprode nach Kap Arkona: Vom Hafen in Schaprode Richtung Wittower Fähre, um die Kirche herum, auf der Ortsstraße bis kurz vor Ortsende, dort links. Auf der Straße nach Poggenhof, dort im Linksbogen weiter durch den Ort. Nun entlang des Boddens auf teils schlechter Sandstraße, beim einzeln stehenden Haus rechts. Auf Betonstreifen bis zur T-Kreuzung, dort links auf Sandweg bis zur Küste. Hier hat man einen schönen Blick auf Hiddensee und die Halbinsel Bug. Nach rechts auf den Sandweg. Auf schlechtem Betonweg bis vor die Kurklinik Vaschvitz, ab hier ist es gepflastert. An der quer laufenden Zubringerstraße auf dem Radweg gegenüber nach links 400 m zur Wittower Fähre. Betriebszeiten: 6–20 Uhr. Nach dem Übersetzen links Richtung Wiek. Entlang des Boddens auf kurvigem, schmalem Pflasterweg. Dann folgt kurz ein Sandweg, dann geradeaus wieder auf dem gepflasterten Weg entlang des Boddens. Beim Gut Zürkvitz links und wieder rechts auf schlechtem Pflaster bis zur Verbindungsstraße. Hier links, dann queren und auf der anderen Seite links weiter bis zur Kirche von Wiek. Die mächtige spätgotische St.-Georgs-Kirche in Wiek aus dem 14. Jh. beeindruckt schon von außen durch den schön strukturierten Westgiebel und den separaten Glockenturm und ist nach langer Restaurierung wieder zugänglich. Im Inneren der breiten, dreischiffigen Kirche befinden sich u.a. eine Kalksteinfünte und ein Kruzifix aus dem 13. Jh., ein spätmittelalterliches Reiterstandbild sowie ein barocker Altaraufsatz. Öffnungszeiten: werktags 10–13 und 14–17 Uhr. Nach der Kirche links und die rechte Straße entlang auf einem gepflasterten Weg. Dann auf dem Radweg geradeaus (nicht dem gepflasterten Radweg nach rechts folgen!), entlang der Küste auf einem teils sehr schmalen Sandweg entlang des Boddens bis zum kleinen Hafen von Gleeve. Nach links, auf dem Radweg entlang der Straße nach Dranske, dort rechts in die Schulstraße gegenüber dem Fremdenverkehrsamt. Die Schulstraße geradeaus, dann rechts. Am Campingplatz vorbei, nach Dranske Hof, danach halblinks (ohne Beschilderung). Weiter bis zur Querstraße in Lancken. Hier liegt nach rechts der Gutspark . Dieser wurde 1720–30 als klassischer Barockpark mit zentraler Längsachse angelegt. Umgeben von Findlingsmauern stehen im Park bis zu 300-jährige Linden, Eschen und Ulmen. Wir fahren links auf den Radweg. Nach einem Rechtsknick gelangt man zur Kreuzung vor Gramtitz. Hier links auf den Radweg, auf den Küstenwald zu, an der Kreuzung rechts (Kap Arkona) nach Nonnevitz. Anschließend geht es am Waldrand entlang, dann rechts am Wald hoch, gleich danach links weiter am Waldrand (keine Beschilderung). Es folgt ein kaum befahrbarer Sandweg, dem wir leider bis zum Waldende folgen müssen! Ab Waldende erst Asphaltweg, dann Sandweg direkt entlang des Steilufers mit schönen Blicken. Es geht leicht auf und ab, beim Utkiek am nordöstlichen Ende Deutschlands rechts zu den Leuchttürmen. Schon von Weitem sieht man die dicht beieinander stehenden Leuchttürme von Kap Arkona , den 26 Meter hohen Neuen Leuchtturm von 1902 und den niedrigen, 19,3 Meter hohen, aus Backsteinen nach einem Entwurf von Schinkel erbauten Schinkelturm von 1827, der heute für Ausstellungen genutzt wird. Öffnungszeiten: tägl. 10–17 Uhr. Von den Türmen hat man einen weiten Blick über die Küste. Südlich davon steht der Peilturm. Hier fallen die Kreidefelsen bis zu 50 Meter ab zum Meer. Auf einer schmalen Treppe kann man an der Steilküste herabsteigen. Südlich des Peilturms sind die Reste der Jaromarsburg zu besichtigen, der ehemals größten Burg der hier ansässigen, slawischen Ranen. Eine Tafel informiert über deren Geschichte und die Burg, die die Gottheit Svantevit beherbergte und 1186 durch den Dänenkönig Waldemar I. zerstört wurde. Erst nach diesem Sieg begann die Christianisierung der Insel. Direkt an der Steilküste erbaut, verschwinden bis heute Teile der ehemaligen Burg durch Küstenabtrag, sodass die ursprüngliche Größe nur erahnt werden kann. Öffnungszeiten: 10–16.45 Uhr. Bei den Leuchttürmen liegt in den Fels gegraben die Marine Bunkeranlage, die mit Führung zu jeder vollen Stunde besichtigt werden kann. Letzte Führung: 16 Uhr. Von Kap Arkona nach Altenkirchen: Entlang der Steilküste bis zum slawischen Burgwall, dort rechts hinab, gleich links zum Peilturm bis zur Burganlage und weiter zur Kapelle von Vitt. Diese ungewöhnliche Kirche oberhalb von Vitt wurde 1806 erbaut, um den Fischern bei den berühmten Uferpredigten Ludwig Theobul Kosegartens Schutz vor dem Wetter zu bieten. Gleichzeitig hatten sie von der Erhebung einen guten Blick auf die See und konnten so das Eintreffen der Heringsschwärme verfolgen. Die Kirchentür öffnet sich folglich zum Meer hin. Vor der Kapelle rechts Richtung Stubbenkammer. An der Kreuzung rechts, dann ziemlich aufwärts, weiter nach Goor, erst auf schlechtem Betonstreifenweg, dann am Ufer lang, am Riesenberg von Nobbin, einem Großsteingrab, vorbei bis zum Campingplatz. Dort rechts nach Altenkirchen. Altenkirchen ist einer der ältesten Orte Rügens. Hier steht, durch einen Torbogen erreichbar, die sehenswerte Dorfkirche mit dem frei stehenden Glockenturm. Bereits um 1200 als dreischiffige, romanische Hallenkirche errichtet, wurde sie spätgotisch umgebaut. An den Apsiden sieht man noch romanische Bögen. In der Sakristei finden sich Hauszeichen, an denen die Bewohner ihre Waffen vor dem Gottesdienst ablegen mussten, und das steinerne Abbild eines slawischen Gottes, quer liegend eingemauert. Bemerkenswert ist auch das romanische Taufbecken von 1240 aus gotländischem Kalkstein. An der Südseite der Kirche liegt das Grab des berühmten evangelischen Predigers Ludwig Theobul Kosegarten (1758–1818), der auch mit den Geistesgrößen seiner Zeit, z.B. Goethe, Schiller, Herder und von Humboldt, korrespondierte. Ernst Moritz Arndt war Hauslehrer bei Kosegarten und wurde stark von diesem beeinflusst.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour54 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchaprode, Hafen
EndpunktAltenkirchen
TourencharakterMit der Wittower Fähre setzt man auf Wittow über und radelt entlang des Wieker Boddens und dann durch den Kiefernwald an der Nordküste bis Kap Arkona. Die Ostküste am Tromper Wiek zeigt uns das malerische Fischerdörfchen Vitt und das Städtchen Altenkirchen.
Beste Jahreszeit
KartentippWander- und Radwanderkarte, Rügen mit Hiddensee, 1:75000, Nordland Verlag
MarkierungenOstseeküsten-Radweg, Rügenrundweg und lokale Radbeschilderung
GastronomieSchaprode: Alte Schule, Gasthaus Keil. Wittow: Pension und Restaurant Wittower Fähre (Mi geschlossen). Schöne Terrasse am Bodden. Wiek: mehrere Einkehrmöglichkeiten. Banz am Wieker Bodden: gutes Fischrestaurant/Räucherei Schreiber’s Fisch. Dranske Hof: Gasthaus Seeblick (tägl. geöffnet). Kap Arkona: Biergarten
Tipps
Blick vom Leuchturm: Bei gutem Wetter lohnt sich auf jeden Fall der Aufstieg auf den 26 m hohen Neuen Leuchtturm. Von diesem blickt man auf die Halbinsel Wittow, auf die Tromper Wiek und kann deutlich das Plateau der südlich gelegenen Jaromarsburg erkennen. Auch der Königssteig hinab zu den imposanten Kreidefelsen ist empfehlenswert. Variante 1: Zum Fischerort Vitt: Wer den kleinen Fischerort Vitt besichtigen will, fährt an der Kirche links steil hinab. Vom kleinen Hafen des unten gelegenen Fischerdorfes hat man einen schönen Blick auf die hoch aufragende Steilküste des Arkonariffs. Dann nach rechts aus dem Ort hinaus, steil aufwärts und links weiter (1,5 km). Variante 2: Altenkirchen umfahren: Wer nicht nach Altenkirchen will, hält sich geradeaus, fährt an der befahrenen Verbindungsstraße vor Juliusruh nach links auf den Radweg, dann auf der rechten Seite weiter (s. Tour 15, 2 km). Kombination: Fortführung mit der Tour Altenkirchen nach Sassnitz
Unterkunft
Campingplätze in Möwenort, Putgarten, Altenkirchen und Juliusruh
Tourismusbüro
Breege: Informationsamt, Wittower Neustr. 5, Tel. 038391/311, Fax 038391/399, www.kap-arkona.de
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