Von Riedlingen nach Ehingen

Auf Nebenstrecken durch das beschauliche Donautal oder im Auf und Ab über die angrenzenden Randhöhen. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
37 km
380 m
3.00 h
Von der Donaubrücke in Riedlingen fahren wir rechts des Flusses bis kurz vor Daugendorf und wechseln dort auf das linke Ufer. Wir halten uns nach der Brücke zweimal rechts und erreichen das nahe Bechingen. Auf der Hauptstraße fahren wir rechts nach Zell. Die barocke Kirche St. Gallus birgt eine spätgotische Madonna. Nach dem Ort queren wir die Gleise und fahren am Bahnkörper entlang nach Zwiefaltendorf. Jenseits der Bahnlinie radeln wir geradewegs in das Dorf. Neben dem Renaissanceschlösschen wartet der Ort mit der im 15. Jahrhundert erbauten und im 18. Jahrhundert barockisierten Michaelskirche auf. Im Inneren besticht das fein gearbeitete Chorgestühl des berühmten Meisters Jörg Syrlin. Unter dem Brauereigasthof Rößle befindet sich eine Tropfsteinhöhle, die besucht werden kann. Abstecher zum herrlichen Barockkloster in Zwiefalten Wer den ausgeschilderten Abstecher zum Kloster Zwiefalten unternehmen möchte, der hält sich an der Verkehrsinsel in der Bahnhofstraße links und am Dorfrand vor dem Wald rechts. Nun geht es immer links der Zwiefalter Ache großteils auf Wirtschaftswegen in das fünf Kilometer entfernte Zwiefalten. Im Jahre 1089 wurde das Kloster gestiftet, dessen zweitürmiges Münster das Ortsbild beherrscht. Die Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des berühmten Baumeisters Johann Michael Fischer erbaut und zählt zu den schönsten Barockbauten in Oberschwaben. Sie besticht durch ihre Eleganz und durch die wertvolle Ausstattung. Der Kreuzaltar enthält ein spätgotisches Muttergottesbildnis. Burgen und Klöster im Donautal Nach unserem Ausflug nach Zwiefalten halten wir uns in Zwiefaltendorf rechts und überqueren die Donau. Vor der Bahnlinie auf Kiesweg nach links und nach kurzer Fahrt steil nach Datthausen hinauf. Wir überqueren die B 311
und radeln rechts der Bundesstraße bergan, bis wir auf halbem Weg nach Obermarchtal die B 311 wieder queren können. An der linken Seite der Bundesstraße leitet eine Kurzvariante direkt nach Obermarchtal. Wir entscheiden uns jedoch für den etwas weiteren und anstrengenderen Weg entlang der Donau und lassen unsere Räder in das Donautal hinablaufen. Beim kleinen Weiler Mittenhausen erreichen wir die Bahnstrecke, der wir nach rechts folgen.
Nun geht es am rechten Talhang entlang, bis wir über die Gleise und den Fluss nach Rechtenstein gelangen. Das malerisch an der Donau gelegene Dorf wird von den Resten einer im 12. Jahrhundert erbauten Doppelburg überragt. Wir überqueren die Donau und biegen nach der Brücke rechts in eine Nebenstraße. Nach wenigen Metern halten wir uns links und an der folgenden Gabelung rechts. Nach der Bahnlinie biegt links eine Direktvariante entlang der Donau nach Untermarchtal ab. Wir radeln jedoch geradeaus über eine schmale Holzbrücke auf das vor uns liegende Obermarchtal zu. Am Ortsrand von Obermarchtal rechts in den Mühlenweg, der uns ansteigend nach ca. 500 Metern zu einer Vorfahrtsstraße führt. Links geht es zum nahen Kloster, das nach seiner Gründung im 12. Jahrhundert schnell zu Macht und Reichtum kam und um das Jahr 1500 zur Reichsabtei erhoben wurde. Die heutige Anlage wurde im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Glanzstück ist die Barock-kirche. Sie ist mit reichem Stuck ausgeschmückt und enthält neben dem mächtigen Hochaltar weitere wertvolle Altäre. Ab 1803 wurde der Klosterkomplex zu einer Schlossanlage umgestaltet.
Von der Klosterkirche radeln wir anschließend wieder zurück zur Kreuzung, an der wir links eingebogen waren, und von dort der Vorfahrtsstraße folgend durch das Dorf. Bald leitet uns eine Unterführung unter der B 311 hindurch. Nach der Bundesstraße halten wir uns links und nach wenigen Metern rechts. Nach kurzer Fahrt biegen wir links haltend auf ein Wirtschaftssträßchen, das durch die Wiesen nach Osten läuft. Bald leuchtet im Norden am Fuße der bewaldeten Albhänge das weiß schimmernde Schloss Mochental. Eine Querstraße leitet uns links nach Untermarchtal. Auf der Hauptstraße nach rechts über die Donau und bis kurz vor die auf einem Hügel gelegene, Ende des 18. Jahrhunderts erbaute und üppig ausgemalte Wallfahrtskirche Frauenberg.
Durch das weite Donautal nach Ehingen Wir biegen rechts ab und fahren über das Dörfchen Algershofen zu einer Vorfahrtsstraße, auf der wir links in das Stadtzentrum von Munderkingen gelangen. Vor der Abfahrt zur Donau links in die Martinstraße, die uns in Kurven durch die hübsche, in einer Donauschleife gelegene Altstadt führt. Von 1297 bis 1803 gehörte die Stadt zum österreichischen Hause Habsburg. Neben einer Anzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser ist die im 15. Jahrhundert erbaute Stadtkirche sehenswert, die mit Bildwerken der Ulmer Schule und herrlichem Chorgestühl aufwarten kann. Vorbei am 1563 erbauten Rathaus mit markantem Staffelgiebel lassen wir die Räder zur Donau hinabrollen.
Nach der Brücke halten wir uns rechts und fahren entlang der Landstraße nach Rottenacker. Wir überqueren die Bahnlinie, halten uns anschließend links und radeln nach wenigen Metern rechts über den Fluss. An der folgenden Straße geht es nach links und kurz nach dem Ortsende links auf ein Nebensträßchen. Jetzt führt uns der Donauradweg durch das Rottenacker Ried nahe der Donau bis Dettingen. Hier überqueren wir die Donau und erreichen rechtshaltend die Hauptstraße. Auf ihr fahren wir nach rechts und im Bogen bis zu einer Kreuzung vor dem Stadthügel von Ehingen. Wir bleiben links und folgen der Hauptstraße, bis wir eine Fußgängerampel erreichen. Wir überqueren die Straße, fahren kurz geradeaus und halten uns unterhalb der Liebfrauenkirche links, bis wir rechts in Richtung Stadtmitte abbiegen. Geradeaus zum Heilig-Geist-Spital, vor dem wir rechts abbiegen. Ein kurzer Anstieg bringt uns geradewegs zum weiten Marktplatz von Ehingen. Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt kam im 14. Jahrhundert zu Österreich, bei dem es bis 1806 verblieb. In der Altstadt findet man die frühbarocke Herz-Jesu-Kirche, die Pfarrkirche St. Blasius mit sehenswerten Altären, das Ritterhaus, das Ständehaus und das Rathaus, die alle nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges erbaut wurden. Im Heilig-Geist-Spital, einem mächtigen Renaissance-Fachwerkbau, ist das Heimatmuseum untergebracht. In der Unterstadt findet man in der barocken Liebfrauenkirche prunkvolle Altäre und eine spätgotische Madonnenfigur der Ulmer Schule.

FAHRZEITEN: Riedlingen – Zwiefaltendorf 45 Min. – Obermarchtal 30 Min. – Munderkingen 45 Min. – Ehingen 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied380 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Donaubrücke an der Altstadt von Riedlingen.
EndpunktDie Altstadt von Ehingen.
TourencharakterÖstlich von Riedlingen bezaubern im engen Donautal das von einer Doppelburg überragte Dörfchen Rechtenstein und die eindrucksvolle Klosterkirche von Obermarchtal, ehe sich bei der von der Donau umflossenen Altstadt von Munderkingen das Tal wieder weitet.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 25 Bodensee – Schwäbische Alb.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Riedlingen liegt am Kreuzungspunkt von B 311 und B 312 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Ehingen liegt westlich von Ulm an der Kreuzung von B 311, B 465 und B 492. Rückkehrmöglichkeit mit der Bahn.
GastronomieIn Daugendorf, Zwiefaltendorf, Rechtenstein, Obermarchtal, Untermarchtal, Munderkingen, Rottenacker, Dettingen und Ehingen.
Unterkunft
In Zwiefaltendorf, Rechtenstein, Obermarchtal, Munderkingen, Dettingen und in Ehingen: Gasthaus Pfeffermühle (Tel. 07391/1764), Gasthaus Sonne (Tel. 07391/6885), Brauereigasthof Schwert (Tel. 07391/1288); Camping in Rottenacker: Freizeitanlage Heppenäcker/Biolandhof Walter, Tel. 07393/2771.
Tourismusbüro
Tourist-Info, Marktplatz 1, 89584 Ehingen, Tel. 07391/503270, Fax. 07391/503222, www.ehingen.de; Munderkingen: Stadtverwaltung, Tel. 07393/598101; Rottenacker: Bürgermeisteramt, Tel. 07393/2771.

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