Von Regensburg nach Straubing

Auf Nebenstraßen und Radwegen entlang des träge dahinfließenden Stromes durch das weite Donautal. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
51 km
220 m
4.00 h
Wir beginnen die Tour an der Steinernen Brücke in Regensburg. Der Beschilderung des Donauradweges folgend radeln wir am Altstadtufer nach Osten und auf der nahen Brücke links über die Donau. Nach der Brücke fahren wir geradeaus und über einen Steg zur Andreasstraße. Wir folgen ihr nach links, biegen neben der Kirche St. Mang rechts auf die Vorfahrtsstraße und radeln über die Brücke zur verkehrsreichen Frankenstraße. Auf dem Radweg fahren wir nach rechts und biegen nach der Regenbrücke rechts in die Holzgartenstraße ein. Bald geht es rechts ab in die schmale Bedelgasse und durch die Straßenunterführung. Über die Johannisstraße erreichen wir den Schwabelweiser Weg. Nach einem kurzen Linksknick finden wir die Fortsetzung des Schwabelweiser Weges, auf der wir das Stadtgebiet verlassen.
Nahe der Donau geht es unter der Autobrücke hindurch und dann am Ortsrand von Schwabelweis entlang. Der Radweg verlässt die schmale Straße und führt uns südlich um Tegernheim herum über stille Wirtschaftssträßchen zur neuen Donaubrücke. Hier ist ein kurzer Abstecher in das nahe Donaustauf möglich. Über der Stadt ragt die Ruine der Burg auf, deren Geschichte bis in das 10. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Wer den Aufstieg auf sich nimmt, findet anschauliche Reste von romanischen Wehranlagen, Wohngebäuden und der Burgkapelle mit Resten um 1050 entstandener Wandmalereien.
Von der Walhalla zu den Weinbergen Wir radeln unter der Brücke hindurch, erreichen die Hauptstraße und folgen dem Radweg nach rechts. Am östlichen Ortsrand von Donaustauf zweigt die Zufahrtsstraße zur Walhalla ab. Wer mit dem Rad zur Ruhmeshalle hinauffahren möchte, der folge der Beschilderung. Wir bleiben jedoch noch auf dem Radweg, der die Hauptstraße begleitet. Bald leitet uns eine kleine Unterführung zur anderen Straßenseite. Hier beginnt der steile Aufstiegsweg zur Walhalla, die über uns in hellem Marmor leuchtet. Trotz des schweißtreibenden Treppenweges sollte man sich allein wegen der herrlichen Aussicht einen Besuch der Walhalla nicht entgehen lassen. König Ludwig I. von Bayern ließ sie zwischen 1830 und 1842 durch Leo von Klenze nach dem Vorbild des antiken Parthenon erbauen. Als nationale Ruhmeshalle beherbergt sie die Büsten berühmter Deutscher.
Nach dem Abstecher fahren wir auf dem Radweg südlich an Sulzbach vorbei. Unter den Hängen des Scheuchenberges verlässt der Donauradweg die Hauptstraße und folgt dem Donaudamm. Vorbei an Demling geht es nach Frengkofen. Kurz vor dem Ort führt links ein Abstecher in das nahe am Donauradweg gelegene Dörfchen Bach. In Bach findet man ebenso wie im Kruckenberg, zu dem kurz nach Frengkofen ein kurzer Abstecher möglich ist, die letzten altbayerischen Weinberge und einige gemütliche Weinstuben.
Entlang der Donau zum Zentrum des Gäubodens Von Frengkofen radeln wir durch das sich weitende Donautal in weiten Bögen am Flussdamm entlang, bis wir südlich von Wörth ein Schöpfwerk erreichen. Noch ca. 500 Meter an der Donau entlang und nach der Alten Donau links in Richtung Wörth. Nach einem weiteren Kilometer muss man sich an der nächsten Kreuzung entscheiden. Nach links und an der folgenden Kreuzung rechts führt ein Abstecher nach Wörth, das vom Schloss der Regensburger Bischöfe überragt wird. Die Bauten rund um den romanischen Bergfried entstanden hauptsächlich im 16. und 17. Jahrhundert.
Wir folgen jedoch dem Donauradweg nach rechts und radeln dann links bis vor die Autobahn. Noch vor der Brücke geht es nach rechts und entlang der Autobahn bis zu einer Kreuzung. Wir fahren geradeaus, halten uns an der nächsten Wegkreuzung links und überqueren eine Vorfahrtsstraße. Nun geradeaus auf schmalem Sträßchen, bis wir an seinem Ende rechts nach Pondorf radeln. Geradewegs durch das Dorf und nach der Kirche links in eine Wirtschaftsstraße, die uns zur Donau bringt. Vor dem Damm radeln wir auf dem Schottersträßchen nach links. Es geht bald in eine schmale Teerstraße über, die uns über Pittrich nach Kößnach führt. Im Dorf radeln wir auf der Hauptstraße nach rechts und wechseln am Ortsende geradeaus auf einen Radweg, der uns nach Sossau bringt. Mittelpunkt des Dorfes ist die in feierlichem Barock ausgestattete Wallfahrtskirche mit gotischem Gnadenbild im Hochaltar.
Neben einer kleinen Brücke müssen wir uns entscheiden. Wer Straubing nicht besuchen möchte, der fährt geradeaus und trifft am Nordende der Agnes-Bernauer-Brücke wieder auf den Donauradweg. Wir radeln rechts über die kleine Brücke und am Sportplatz vorbei. Bald stoßen wir auf die neue Westtangente, die in weitem Bogen die Donau überspannt. Ein Radweg führt uns an ihr entlang über den breiten Fluss und am Festplatz vorbei bis zur Straubinger Innenstadt. Wir radeln einen kurzen Berg aufwärts bis zur großen Kreuzung. Links zweigt der Theresienplatz ab, über den wir den im 14. Jahrhundert erbauten Stadtturm im Zentrum von Straubing erreichen.
Reiche Stadt im Gäuboden Eine Anzahl stattlicher Kirchen und Bürgerhäuser zeugen vom Reichtum, den die Stadt im Herzen des fruchtbaren niederbayerischen Gäubodens seit ihrer Gründung im Jahre 1218 erwarb. Traurige Berühmtheit erlangte Straubing, als Herzog Ernst von Bayern hier 1435 Agnes Bernauer, die aus niederem Stand stammende Gattin seines Sohnes, ertränken ließ. Neben dem im 14. Jahrhundert erbauten Rathaus mit einem schönen Laubenhof aus dem 16. Jahrhundert und dem an der Donaubrücke gelegenen Schloss aus dem 14. Jahrhundert sind in Straubing vor allem einige Kirchen sehenswert. In der großen gotischen Stadtpfarrkirche St. Jakob bestechen die herrliche Rokokokanzel, die wertvollen Figuren und Bilder im Hochaltar und einige Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert. Rund um das Kirchenschiff gruppieren sich reich ausgestattete Kapellen. In der Burggasse liegt die barocke Ursulinenkirche, ein Werk der berühmten Asambrüder. Die Karmelitenkirche in der Albrechtsgasse besitzt einen der mächtigsten barocken Hochaltäre in Bayern und ein hervorragend gearbeitetes gotisches Grabmal. Am gleichnamigen mittelalterlichen Friedhof liegt die um 1200 erbaute Pfarrkirche St. Peter mit zwei eindrucksvollen romanischen Portalen. Im Friedhofsgelände sind drei gotische Kapellen von Interesse, darunter die 1435 von Herzog Ernst von Bayern als Sühne gestiftete Agnes-Bernauer-Kapelle mit der Grabplatte der schönen Baderstochter. In der Frauenhoferstraße ist in zwei barocken Adelshäusern das Gäubodenmuseum untergebracht, das neben geschichtlichen Funden und volkskundlichen Sammlungen einen 1950 nahe der Stadt entdeckten römischen Schatz zeigt.

FAHRZEITEN: Regensburg – Donaustauf 1 Std. – Wörth 1 Std. 30 Min. – Straubing 1 Std. 30 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour51 km
Höhenunterschied220 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Steinerne Brücke in Regensburg.
EndpunktDie Altstadt von Straubing.
TourencharakterVon Regensburg, wo die Donau ihren nördlichsten Punkt erreicht, führt uns diese Etappe zum weißen Tempel der Walhalla. Von dort genießen wir einen herrlichen Blick auf die Donauebenen von Niederbayern, die den Namen Gäuboden tragen. Mittelpunkt dieser fruchtbaren Landschaft und Endpunkt unserer Tour ist die Stadt Straubing.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 23 Bayerischer Wald – Donau.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Regensburg liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Fernverkehrsstraßen am nördlichsten Punkt der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Straubing liegt südlich der A 3 im Tal der Donau. Rückkehrmöglichkeit nach Regensburg mit der Bahn.
GastronomieIn Tegerheim, Donaustauf, Sulzbach, Bach, Wörth, Hofdorf, Kößnach, Sossau und Straubing.
Tipps
Die letzten Weinberge - Wie zahlreiche Flurnamen beweisen, war im klimatisch begünstigten Mittelalter der Weinanbau in Bayern weit verbreitet. Heute findet man rund um Bach die einzig verbliebenen Weinberge in Altbayern und im Dorf das kleine Baierwein-Museum. Probieren kann man den heimischen Wein nach einem kurzen Abstecher vom Donauradweg in einer der Weinstuben von Bach oder Kruckenberg.
Unterkunft
In Tegernheim, Donaustauf, Bach, Kruckenberg, Wörth (1 km abseits), Hofdorf, Kirchroth (1,5 km abseits), Kößnach, Sossau; in Straubing: große Auswahl an Hotels, Gasthöfen und Pensionen, auch Jugendherberge, Tel. 09421/80436.
Tourismusbüro
Amt für Tourismus, Theresienplatz 20, 94315 Straubing, Tel. 09421/944307, Fax 09421/944100, poststelle@straubing.de, www.straubing.de; Donaustauf: Marktverwaltung, Tel. 09403/95020; Wörth: Verkehrsamt, Tel. 09482/94030.

Buchtipp

Michael Reimer, Wolfgang Taschner

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