Von Regensburg nach Straubing

An der schönen blauen Donau Etwas längere gemütliche Tour auf gut ausgebauten, gut beschilderten und weitgehend asphaltierten Radwegen. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
52 km
30 m
4.00 h
In Regensburg unterwegs: Der Dom St. Peter im Herzen der Stadt beeindruckt durch seine farbenprächtigen Glasfenster aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Im Innern fällt das gotische Gewölbe auf, das sich wie ein Baldachin in 32 Meter Höhe über das Mittelschiff erhebt. Die Sailer-Kapelle im Südchor wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von oberitalienischen Bauleuten errichtet und der Lachende Engel auf dem westlichen Vierungspfeiler gilt als Wahrzeichen des christlichen Glaubens.Nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt liegt der Haidplatz mit seinen schönen mittelalterlichen Gebäuden. Hier findet im Sommer das rauschende Bürgerfest statt, auf dem sich Stelzengeher, Jongleure und Feuerspeier tummeln.Von der bekannten Steinernen Brücke bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt, anschließend überqueren wir die Donau und radeln dann halbrechts auf die Protzenweiherbrücke zu, die den Schleusenkanal des Regen überspannt. Entlang der Frankenstraße geht es dann auf einem Radweg über den Regen, anschließend biegen wir rechts in die Holzgartenstraße, radeln durch die Vororte aus der Stadt und durch die Wiesen nach Donaustauf.Die Ehrenhalle der Deutschen:Kurz nach dem Ort sehen wir links auf einem Hügel die Walhalla stehen, die der Architekt Leo von Klenze Mitte des 19. Jahrhunderts nach den Wünschen von König Ludwig I plante. In der Walhalla sind über 120 Büsten bedeutender Persönlichkeiten »teutscher Zunge« aufgestellt, zuletzt verewigte man dort Sophie Scholl. Das Bauwerk ist täglich geöffnet und durch einen kurzen steilen Anstieg vom Radweg aus zu erreichen.Ab dem kleinen Ort Demling können wir endlich direkt an der Donau entlangfahren, wenn auch durch den Damm getrennt. Es gibt jedoch genügend Stellen, an denen wir auch oben auf dem Damm den Schiffsverkehr beobachten können. Kurz hinter der Autobahnbrücke haben wir die Wahl, entweder an der Donau zu bleiben und auf der Schotterpiste durch das Naturschutzgebiet zu radeln oder einen asphaltierten Weg über Wörth zu nehmen. Beide Wege kommen nach etwa sechs Kilometern wieder zusammen. Die Variante über Wörth bietet die Möglichkeit, neben einer Einkehr auch dem Schloss Wörth einen Besuch abzustatten. Der weithin sichtbare Bau mit Stilelementen aus Barock und Renaissance ist allerdings nur jeden ersten Samstag im Monat im Rahmen einer Führung zu besichtigen; Treffpunkt ist um 15.30 Uhr an der Zugbrücke. Ansonsten kann man lediglich die Höfe des heute von Senioren bewohnten Schlosses betreten.Fantastische Auenlandschaft:Im weiteren Verlauf folgt ein kurzes, unattraktives Stück des Radwegs, das direkt an der Autobahn entlang verläuft. Anschließend geht es zunächst etwa zwei Kilometer durch die Felder, ehe wir hinter Pondorf wieder die Donau erreichen. Hier beginnt ein sehr schöner Weg entlang der bei Hochwasser überschwemmten Auen. Mit sehr viel Glück können wir hier einen Biber entdecken. Zudem bieten die im Wasser stehenden abgestorbenen Bäume ein bizarres Landschaftsbild.Nächste Ziele sind die Orte Kößnacht und Sossau. Von Sossau kommen wir auf der Westtangente über die Donau direkt nach Straubing, dem Ziel dieser Etappe. Besonders sehenswert in der Stadt sind die Karmeliterkirche, die Ursulinenkirche und die päpstliche Basilika St. Jakob. Direkt an der Donau steht das Herzogschloss mit dem ehemaligen Rittersaal. Ideal zur Erholung nach der Radtour sind die zahlreichen Cafés, Eisdielen und Restaurants am Theresien- und Ludwigsplatz, deren Betreiber im Sommer Tische und Stühle im Freien stehen haben. Dann erinnert die Atmosphäre an eine italienische Kleinstadt.

Dauer: 4 Regensburg – Donaustauf 1 Std. – Wörth 1 Std. – Pondorf 1 Std. – Straubing 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour52 km
Höhenunterschied30 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Regensburg.
EndpunktBahnhof Straubing.
TourencharakterDer Donau-Radweg zählt zu den beliebtesten Fahrradstrecken für Freizeit Radler. Ohne nennenswerte Steigungen und Abfahrten pedaliert man am Fluss entlang durch die schöne Landschaft. Um nicht den gleichen Weg zwei Mal fahren zu müssen, gibt es den komfortablen Rücktransport mit der Bahn. Regensburg, die Stadt an der Donau und Ausgangspunkt dieser Tour, war bereits in der Steinzeit besiedelt, 179 n. Chr. bauten die Römer hier ein Legionslager. Durch seinen Handel zählte Regensburg im Mittelalter zu den reichsten und bedeutendsten Städten Europas. In dieser Zeit entstanden die bis heute noch teilweise erhaltenen prachtvollen mittelalterlichen Gebäude. Ab Mitte des 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Regensburg Sitz des Reichstags.
Hinweise
Dauer: 4 Regensburg – Donaustauf 1 Std. – Wörth 1 Std. – Pondorf 1 Std. – Straubing 1 Std.
KartentippADFC-Radtourenkarte Bayerischer Wald/ Donau, 1:150.000.
MarkierungenDonau-Radweg Regensburg–Straubing.
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke Nürnberg–Regensburg-Passau sowie München–Landshut–Regensburg. Mit dem Auto auf der Autobahn A93 München–Regensburg oder der Autobahn A3 Passa–Regensburg. Die Parkplätze in Regensburg sind ausgeschildert. In Straubing, das an der Autobahn A3 liegt, findet man in der Nähe des Bahnhofs ausreichend Parkplätze.
GastronomieIn Regensburg, Wörth und Straubing gibt es viele Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Gasthäuser unterwegs haben eher selten geöffnet.
Tipps
Die Donau: Die Donau ist der zweitlängste Strom in Europa. Sie durchfließt nach Deutschland und Österreich noch acht weitere europäische Staaten und mündet nach 2888 Kilometern in Rumänien in das Schwarze Meer. Der Name der Donau stammt von Danubius ab, einem römischen Flussgott.Schon sehr früh war die Donau ein Transportweg für Menschen und Waren, die auf einfachen Flößen flussabwärts trieben. Vor der Regulierung durch Dämme und Stauwerke überschwemmte der Fluss regelmäßig weite Gebiete. Heute sind nur noch wenige dieser so genannten Donauauen vorhanden. Sie dienen als Rückzugsgebiet vieler Tiere wie Gänse, Enten, Vögel, Marder, Biber und Nattern.Der GäubodenDie Stadt Straubing ist weithin als »Gäuboden-Metropole« bekannt. Der Gäuboden erstreckt sich südlich der Donau und galt früher als die Kornkammer Bayerns. Auf dem fruchtbaren Lössboden werden heute auch vermehrt Kartoffeln, Zwiebeln, Mais und Zuckerrüben angebaut. Wegen seiner tieferen Lage im Gelände und da er durch die niederbayerische Hügellandschaft sowie den Bayerischen Wald vor Wind geschützt ist, herrscht auf dem Gäuboden meist ein etwas milderes Klima vor.
Informationen
Die Tour kann problemlos auch in der entgegengesetzten Richtung gefahren werden.
Tourismusbüro
Touristinformation, Altes Rathaus, 93047 Regensburg, Tel. 0941/5074410, Fax 5071919, www.regensburg.de; Amt für Tourismus, Theresienplatz 2, 94315 Straubing, Tel. 09421/944307, Fax 944103, www.straubing.de

Buchtipp

Michael Reimer, Wolfgang Taschner

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