Von Rahlstedt nach Ahrensburg

S-Rahlstedt – Höltigbaum – Brauner Hirsch – Forst Hagen – U/S/DB-Ahrensburg (Autor: Günter Weigt)
15 km
60 m
1.00 h
Von Rahlstedt nach Brauner Hirsch.
S-Rahlstedt, Über Parchimer Straße und Eichberg zum Höltigbaum, Durch das NSG Höltigbaum, Hagener Allee, Brauner Hirsch.
Wir nehmen den Nordausgang des Rahlstedter Bahnhofs, radeln die Hagenower Straße hinunter und biegen links in die Parchimer Straße. Es geht durch eine ruhige Einzelhaussiedlung, links in den Warnemünder Weg/Eichberg und an der Ampel über die vierspurige Umgehungsstraße Höltigbaum hinweg. Wir fahren geradeaus in das ehemalige Truppenübungsgelände und heutige Naturschutzgebiet Höltigbaum. Nach 700 Metern endet die asphaltierte Straße am runden Veranstaltungsgebäude des NSG.
Wir biegen nach rechts auf die betonierte ehemalige Panzerstraße. Links sehen wir jetzt Stallungen und das Bürogebäude des Naturschutzgebiets. 300 Meter weiter geht es nach links und auf der breiten Panzerstraße in den leicht hügeligen Höltigbaum hinein, vorbei an Baumgruppen, friedlich grasenden Hochlandrindern und vereinzelten Resten der ehemaligen Militäranlagen. Interessant, wie sich die Natur sogar eine zweispurige Betonpiste Stück für Stück zurückerobert! Das Gelände wird zusehends offener; vor der weiten Linkskurve mündet links der Wanderweg der Alternativstrecke A. Hinter der Linkskurve und der Brücke über die Wandse beginnt die Alternativstrecke B.
700 Meter hinter der Wandsebrücke biegen wir rechts in eine zweite Panzerstraße ab; wir überqueren den Weiderost, und ab hier laufen die Robustrinder auch gerne mal auf der Straße herum – ungefährlich, aber die NSG-Verwaltung bittet darum, immer einen Abstand von 25 Metern zu den zotteligen Herrschaften zu halten. Nach einem knappen Kilometer endet die Piste an einem Eisentor, dahinter ehemalige Militärbaracken. Wir umfahren das Wäldchen, in dem in ordentlichen Reihen die Munitionsdepots angelegt waren, links am Zaun entlang auf einem schmalen Feldweg. Das NSG endet am asphaltierten und inzwischen für Kfz gesperrten Ahrensburger Weg. Dort biegen wir links ein. Bei der zweiten rechtwinkeligen Kurve (mit Erdwall als Autosperre) endet der Asphaltbelag. Geradeaus gelangen wir auf das Gelände eines Modellflugzeugplatzes, bei Flugbetrieb eine interessante Stelle für eine Pause.
Wir radeln nach links auf die wellige Lehmkiespiste und erreichen nach 900 Metern die Siedlung Brauner Hirsch.
Von Brauner Hirsch nach Ahrensburg.
Hagener Allee, Nach links in den Forst Hagen, Burgwall Arnesvelde, Holzsteg durch den ehemaligen Ahrensfelder Teich, U-Ahrensburg-Ost oder Hagener Allee nach S-Ahrensburg.
In Brauner Hirsch radeln wir auf der Hagener Allee am Sportplatz vorbei, überqueren die Kreuzung und biegen 100 Meter dahinter – direkt gegenüber der Straße Meisenweg – links in einen Waldweg. Dem folgen wir zunächst in westlicher, dann in nordwestlicher und hinter dem Rechtsabzweiger nach 700 Metern schließlich in nördlicher Richtung, immer nahe am Waldrand. Nach 1,4 Kilometern führt links ein schmaler Pfad und 300 Meter weiter der Hauptweg hinunter zu den Wällen der mittelalterlichen Burg Arnesvelde. Von der überwiegend hölzernen Burganlage ist natürlich nichts mehr zu sehen, wohl aber vom mehrere Meter hohen Burghügel und seinem Wall. Eine gute Stelle für ein Picknick!
Unmittelbar nördlich der Burganlage beginnt der »Ahrensfelder Teich« – früher ein sichelförmig die Burg umgebender See, heute nur noch ein halb verlandeter Bruchwald, in dem die Bäume in den feuchteren Jahreszeiten im Wasser stehen und sich allerlei Nässe liebendes Getier tummelt. Mitten durch diesen kleinen Urwald führt ein schmaler hölzerner Fußweg, rechts und links mit Geländern versehen und auf Schwimmkörper gesetzt, die den Weg – ähnlich wie einen Bootssteg – je nach Wasserstand aufschwimmen lassen. Wenn der hoch ist, dann bewegt sich der Weg unter Ihrem Gewicht und das Wasser gluckst an den Schwimmern. Dahinter geht es auf einem Wanderweg an der Bahnstrecke entlang bis zur Kreuzung von U- und S-Bahn-Strecke. Hier müssen wir rechts in den Kuhlenmoorweg und radeln die 1,3 Kilometer bis zum U-Bahnhof Ahrensburg-Ost an der U-Bahn entlang. Alternative: nach 900 Metern links in die Hagener Allee, und nach einem weiteren Kilometer führt eine Fahrrad-Serpentine direkt in den S/DB-Bahnhof Ahrensburg hinein.
Wenn Sie noch eine Runde durch Ahrensburg drehen wollen: Ein Besuch des Ahrensburger Schlosses sowie des alten Schlosskirchenkomplexes mit seinen »Gottesbuden«, am Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Armen-Wohnungen, lohnt sich immer!

Tour auf einen Blick.
km 0 S-Rahlstedt, durch ruhige Wohnviertel zum Höltigbaum, km 3 NSG Höltigbaum, auf Betonpisten durch das ehemalige Militärgelände, km 8 Modellflugplatz Hagener Allee, auf der Hagener Allee nach Brauner Hirsch, km 9 Brauner Hirsch, durch den Wald zum Burgwall, km 12 Burgwall Arnesvelde, auf dem Steg durch den verlandeten Ahrensfelder Teich, km 14/15 U-Ahrensburg-Ost, oder S/DB-Ahrensburg, Endpunkt der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied60 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortRahlstedt
AusgangspunktS-Rahlstedt.
EndpunktS/DB-Ahrensburg oder U-Ahrensburg-Ost.
TourencharakterDie Route führt durch das ehemalige Truppenübungsgebiet und heutige Naturschutzgebiet Höltigbaum, mit Magerwiesen- Biotopen und auf den Hügeln grasenden Hochlandrindern. Dahinter geht es durch offene Felder, dann durch Hochwald und an einem mittelalterlichen Burgwall vorbei. Er liegt am Rande eines Feuchtgebiets, das wir auf einem schwimmenden Wanderweg durchqueren. Highlight für Kinder: Er wackelt und gluckst beim Befahren. Bald danach erreichen wir den Stadtrand von Ahrensburg und radeln durch ruhige Wohngebiete zum Bahnhof.
Hinweise
Baden. Hallenbad »Badlantic« in Ahrensburg, gut 1 km nördlich des Bahnhofs in der Nähe des Ahrensburger Schlosses.
KartentippStadtplan Hamburg; ADFC-Regionalkarte Hamburg und Umgebung 1:75 000.
VerkehrsanbindungS-Bahn S 4; Rückfahrt: S 4 oder U 1.
GastronomieRestaurants und Cafés in Rahlstedt und Ahrensburg; Gaststätte im Spechtweg in Brauner Hirsch/Ahrensfelde.
Tipps
Höltigbaum. Der Höltigbaum wurde bis 1992 als Truppenübungsplatz genutzt. Das gut 500 Hektar große Gelände, je etwa zur Hälfte auf Hamburger und auf Stormarner Gebiet gelegen, ist heute ein Naturschutzgebiet und wird von mehreren Naturschutzverbänden gemeinsam betreut. Zahlreiche Vogelarten können beobachtet werden, u. a. Kraniche und Störche. Die ganzjährig weidenden Hochlandrinder und Heidschnucken halten das Gelände offen und verhindern die Verbuschung des Höltigbaums. Näheres unter www.hoeltigbaum.de und www.hamburg.nabu.de/projekte/hoeltigbaum.
Informationen
Kombinationen mit anderen Touren möglich. Anschlussmöglichkeiten. Weiterfahrt zum Bahndammradweg Trittau–Glinde und Richtung Tour Von Mümmelmannsberg nach Bergedorf und Vom Hauptbahnhof nach Glinde: U-Ahrensburg-Ost – Am Aalfang – Manhagener Allee – Sieker Landstraße nach Siek und weiter über Hauptstraße – Papendorfer Weg zum Bahndammradweg Weiterfahrt nach Ohlstedt und Duvenstedt und zum Alsterwanderweg (siehe Tour Oberalster: Von Ohlsdorf nach Duvenstedt und Oberalster: Von Duvenstedt zur Alsterquelle): S-Bahnhof Ahrensburg – Stormarnstraße – links in den Wulfsdorfer Weg – rechts am Bredenbeker Teich (mit Bademöglichkeit) entlang – Wulfsdorfer Weg – Hoisbüttel – Ohlstedter Straße – links in den Mühlenbrook – rechts in die Hoisbütteler Straße/Sthamerstraße – südlich an U-Ohlstedt vorbei – rechts versetzt in den Haselknick – in der Linkskurve rechts ab und am Ausflugsrestaurant vorbei zum Alsterwanderweg.
Unterkunft
www.ahrensburg.de/Kultur, Freizeit und Tourismus/Unterkünfte.
Tourismusbüro
www.ahrensburg.de/Kultur, Freizeit und Tourismus.
Tags: