Von Passau nach Niederranna

Bis Jochenstein größtenteils auf dem Radweg entlang einer mäßig befahrenen Bundesstraße, stellenweise auch auf der Bundesstraße, anschließend bis kurz vor Niederranna auf einer Anliegerstraße in Ufernähe. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
33 km
485 m
3.00 h
In Passau bekommt die Donau ordentliche Verstärkung. Fast exakt an der gleichen Stelle münden von links die Ilz und von rechts der Inn in die Donau und verdoppeln deren Wassermenge auf einen Schlag. Interessant ist das Farbenspiel, das man beim Zusammenfluss beobachten kann: Das Wasser des aus den Alpen kommenden Inns ist meist weißlich bis hellgrün, während die aus einem Moorgebiet kommende Ilz fast dunkelbraun bis schwarz ist. Zusammen mit dem Blau der Donau sind mehrere Kilometer lang die drei unterschiedlichen Farben nebeneinander zu sehen, bevor sich das Wasser der drei Flüsse vollständig vermischt hat.
Bummel durch Passau Zwischen Donau und Inn gelegen, erweckt die historische Altstadt von Passau den Eindruck einer Flussinsel. Es gibt
zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die man am besten zu Fuß erkundet.
Stephansdom, Rathaus, Opernhaus und mehrere Kirchen liegen dicht beieinander. Beim Gang durch die engen, gepflasterten Gassen gibt es viel zu sehen: Stadtarchiv, Oberhausmuseum, Römermuseum, Böhmerwaldmuseum, Domschatz- und Diözesanmuseum sowie Glasmuseum geben Auskunft über die Geschichte der 2000-jährigen Stadt im östlichen Niederbayern an der Grenze zu Österreich.
An der Donau entlang nach Österreich Von der Passauer Altstadt radeln wir zunächst über die Marienbrücke auf das südseitige Ufer des Inns, biegen dort gleich links in die Löwengrube ein und schieben das Rad links eine schmale Fahrradrampe hinunter zum Inn und folgen flussabwärts dem Uferweg. Nach etwa vier Kilometern überqueren wir die Landesgrenze nach Österreich (Ausweis mitnehmen) und radeln rechts neben der Donau an der B 130 entlang. Zwischendurch finden sich genügend Rastplätze, um den Schiffsverkehr zu beobachten.
Strom aus der Donau Nach weiteren acht Kilometern besteht die Möglichkeit, mit der Fähre ans andere Ufer in Obernzell zu wechseln. Wir bleiben jedoch auf dem Radweg und erreichen nach sieben Kilometern das Kraftwerk Jochenstein, dessen fünf Turbinen elektrischen Strom erzeugen. Im ehemaligen Wärterhaus auf der rechten Uferseite kann man sich ausführlich darüber informieren, während im Haus des Stroms am linken Ufer eine Ausstellung zum Thema Wasser eingerichtet ist. Wir bleiben gleich auf dieser Flussseite und radeln links der Donau auf einer Anliegerstraße nach Niederranna.

Fahrzeiten: Passau – Pyrawang 1 Std. 15 Min. – Jochenstein 45 Min. – Niederranna 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied485 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof in Passau.
EndpunktNiederranna.
TourencharakterDie Bischofsstadt Passau lädt mit historischer Altstadt zum Verweilen ein. Die Donau wird hier durch zwei Nebenflüsse fast doppelt so breit wie zuvor.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Radtourenkarte 1:25000, Blatt 151.
VerkehrsanbindungAnfahrt: Sehr gute Bahnverbindung aus Richtung München oder Nürnberg nach Passau. Mit dem Auto über die Autobahn A 3 Deggendorf–Passau, die Parkplätze im Zentrum sind ausgeschildert. Rückfahrt: Ab Engelhartszell oder Schlögen besteht eine Schiffsverbindung zurück nach Passau (www.donauschiffahrt.de).
GastronomieIn Passau bestehen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, auch in den meisten durchfahrenen Orten findet man Gaststätten. Zudem kann man im Infozentrum beim Kraftwerk Jochenstein preiswert einkehren.
Tipps
Der Passauer Stephansdom - Auf dem höchsten Punkt der Passauer Altstadt steht weithin sichtbar der Stephansdom, der nach dem Stadtbrand von 1662 unter Einbeziehung der verbliebenen gotischen Teile im barocken Stil erbaut wurde. Das Gotteshaus hat den größten barocken Innenraum nördlich der Alpen und gilt als die bedeutendste Barockkirche italienischer Prägung auf deutschem Boden. Zu den barocken Prachtstücken zählen die vergoldete Kanzel sowie die zehn Seitenaltäre, während der moderne Hochaltar erst 1952 entstanden ist. Am herausragendsten ist jedoch die Orgel, mit ihren 17974 Pfeifen und 233 Registern die größte katholische Kirchenorgel der Welt. Während die größte Orgelpfeife eine Länge von über 11 m und ein Gewicht von 306 kg hat, ist die kleinste Pfeife gerade mal 6 mm lang. Die beiden Gebläse der Hauptorgel müssen 80 m3 Luft pro Minute liefern. Zwischen 2. Mai und 31. Oktober ist die Orgel täglich zwischen 12 und 12.30 Uhr zu hören. Wer die Zeit hat, sollte sich dieses Klangerlebnis, das durch die guten akustischen Eigenschaften des Kirchenraums noch verstärkt wird, nicht entgehen lassen.
Unterkunft
Pension Draxler, Niederranna, Tel. 07285/511; Campingplatz Yachthafen Schlögen, Tel. 07279/8241.
Tourismusbüro
Passau Tourismus, Rathausplatz 3, 94032 Passau sowie schräg gegenüber vom Hbf in der Bahnhofstraße 36, Tel. 0851/955980, Fax 0851/35107, E-Mail: tourist-info@passau.de, www.passau.de

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