Von Ohlstadt nach Oberau

Ruhige Rundtour überwiegend auf Forst- und Wanderwegen entlang der Loisach. Viel Schatten auch im Sommer, Abkühlungsmöglichkeiten in der Loisach und diversen Bächen. Nach starken Regenfällen kann der Weg nach Oberau überschwemmt sein. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
27 km
150 m
2.00 h
Am Maibaum vor dem Ohlstadter Rathaus beginnt unsere heutige Radtour. Auf der Kaulbachstraße radeln wir an der Villa des Münchner Malerfürsten Kaulbach vorbei, die heute der LVA Unterfranken gehört. Das Atelier des Malers kann besichtigt werden (April–Nov. Mi/Sa 16–18 Uhr). Nach der Villa geht es in die Boschetstraße, und schon radeln wir über Felder, die Kaltwasserlaine und den Greiterbach zu den Sportplätzen am Waldrand. Wir wenden uns nach rechts, und nun geht es auf der ungeteerten Forststraße zwischen den Viehweiden und dem Wald langsam aufwärts. Nach einem Holzlagerplatz wird es etwas steiler, aber an der Schranke haben wir es geschafft. Jetzt geht es wieder abwärts. Kurz vor Eschenlohe können wir die Räder abstellen und zu Fuß zum Heldenkreuz hinaufsteigen. Oben erwartet uns auf einem Felsplateau eine herrliche Sicht auf das Loisachtal. Von der Aussichtskanzel blicken wir weit über das Murnauer Moor nach Süden. Nach der Schaurast geht es auf dem Forstweg weiter bis zu einem Wanderparkplatz in Eschenlohe. Hier radeln wir jetzt rechts über die Walchenseestraße an die Loisach hinunter.Eschenlohes lange Geschichte Führte doch bereits im 1. Jh. n. Chr. eine der alten Römerstraßen von Süden nach Augsburg hier vorbei. Früher gab es über dem Ort sogar eine Burg auf dem Hügel Vestbühl, wo heute die Nikolauskapelle steht. Wir bleiben auf dieser Uferseite und radeln vor der neuen Brücke links in die Mühlstraße. An deren Ende, an der verwirrenden Kreuzung vieler kleiner Straßen, folgen wir erst geradeaus, dann links in die Römerstraße der Radwegbeschilderung »Garmisch–Oberau« bzw. »Sieben Quellen«. So verlassen wir Eschenlohe leicht aufwärts. Oben angekommen, liegt eine Landschaft wie aus dem schönsten Bayern-Kalender vor uns. Weit streckt sich das Tal über das Moor, und dahinter ragt die deutlich sichtbare Zugspitze empor. Jetzt geht es leicht abwärts zu den Sieben Quellen. Die Quellen sind ein recht eindrucksvolles Naturschauspiel. Hier stößt eine wasserführende Schicht am Fuße des Estergebirge ans Tageslicht. Gewaltige Mengen Wasser in schillernden Blau- und Grüntönen ergießen sich dabei in das Pfrühlmoor und bilden regelrechte Mooraugen. Selbst an heißesten Sommertagen ist dieses Wasser eiskalt. Immer weiter auf der Schotterstraße, dem alten Römerweg, strampeln wir am Fuße des Estergebirges entlang und erreichen einen netten Picknickplatz an der kleinen Lauterbachüberquerung. Danach passieren wir den Golfplatz von Oberau. An den ersten Häusern biegen wir rechts ab, nach Norden zurück. Am Klärwerk geht unser Weg wieder in einen geschotterten Uferweg über. Nun fahren wir sehr idyllisch mal mehr, mal weniger nahe am Flussufer der Loisach entlang. An einem großen Viehgatter (bitte wieder schließen!) sind wir wieder zurück in Eschenlohe. Für den Rückweg bis Ohlstadt bleiben wir auch diesmal auf der rechten Uferseite. Der Radweg auf der linken zieht sich zu dicht an der stark befahrenen Bundestraße B 2 entlang und ist uns zu laut. Von der Loisachbrücke aus radeln wir in die Heubergstraße. An deren Ende, vor der Bahnbrücke, wenden wir uns nach rechts und fahren entlang der Gleise durch Weidewiesen nach Norden. Im Ortsteil Buchenried biegen wir rechts in den Buchenweg, gleich links in die Von-Kühlmann-Straße und erneut rechts in den Greutweg. So vermeiden wir die stark befahrene Autostraße und kommen über das Warmfreibad von Ohlstadt zur Badstraße, in der wir rechts bis zur Boschetstraße, die wir vom Hinweg bereits kennen, gelangen. Jetzt sind es nur noch wenige Meter zum Ausgangspunkt zurück.

Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour27 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOhlstadt, Rathaus in der Ortsmitte.
EndpunktOhlstadt
TourencharakterAm Fuße des Estergebirges radeln wir durch das herrliche Loisachtal und die Loisachmoore. Im Süden haben wir freien Blick auf die Zugspitze im Werdenfelser Land. Ohlstadt, Eschenlohe und Oberau sind kleine, nette, bayerische Dörfer, in denen noch viele alte Höfe und Häuser zu finden sind.
Hinweise
BAROCKES DORFJUWEL. In Eschenlohe sollten wir nicht vergessen, die wunderschöne, 1765 nach den Plänen des großen Barockbaumeisters Johann Michael Fischer gebaute Kirche St. Clemens zu besuchen. Die Innenausstattung wurde zum Teil von bedeutenden Künstlern wie Johann Baptist Straub (Hochaltar) und Ignaz Paur (Fresken) gestaltet. Alles in allem ein sehr gelungenes, harmonisches, barockes Gesamtkunstwerk.
KartentippKompass Karte Nr. 6 Walchensee/Wallgau/Krün, 1:50 000
VerkehrsanbindungVon München auf der A 95 bis Ausfahrt Murnau/Kochel und weiter in Richtung Murnau, nach dem Gut Schwaiganger links nach Ohlstadt; Parkmöglichkeiten um Rathaus und Kirche. Ohlstadt liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch.
GastronomieGasthäuser gibt es in Oberau, Ohlstadt und Eschenlohe: in Eschenlohe z. B. das griechische Restaurant Taverna Athena und der Gasthof Zur Brücke direkt an der Loisach; in Ohlstadt u. a. das Restaurant Veste Schaumburg.
Tipps
BADEMÖGLICHKEITEN: Warmfreibad in Ohlstadt

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