Von Offenburg nach Bühl

Die Ausläufer des Schwarzwaldes und der nahe gelegenen Vogesen sind während dieses Streckenabschnitts ständige Begleiter. Zwischen Feldern, Wiesen und Obstplantagen gilt es den einen oder anderen Anstieg zu meistern, während zahlreiche kleinere Ortschaften durchfahren werden. Doch für den geflossenen Schweiß folgt nach jedem Anstieg die Belohnung in Form von herrlichen Panoramablicken. (Autor: Karsten-Thilo Raab, Ulrike Katrin Peters)

Von Offenburg nach Appenweier

Die Fußgängerzone von Offenburg ist mit Kopfsteinpflaster bestückt. Es verkehren hier auch Linienbusse, sodass etwas Vorsicht geboten ist. Nach 370 Metern biegen wir rechts in die Gustav-Ree-Anlage ab. Linker Hand sehen wir die markante Kirche von Offenburg. Wir folgen der Gustav-Ree-Anlage, die einen Linksbogen beschreibt und nach einem kurzen Stück auch einen Radweg neben sich hat. Sobald wir auf eine Brücke treffen, überqueren wir sie rechter Hand. Am Ende biegen wir an der Ampel links ab und fahren auf dem Radweg, der entgegen der Fahrtrichtung verläuft, weiter Richtung Appenweier. Die Straße, neben der wir entlangfahren, ist die Rammersweier Straße.

Wir passieren linker Hand den Nebeneingang des Bahnhofs von Offenburg. Unmittelbar hinter dem Bahnhof endet der Radweg. Wir müssen auf die Rammersweier Straße abbiegen und dort den Weg fortsetzen. Alternativ kann man geradeaus auch über den Parkplatz fahren, denn schon nach 120 Metern an dem Fußgängerüberweg führt der Weg wieder links hinüber auf einen Radweg parallel zur Straße. Achtung, dieser Radweg ist in beide Richtungen befahrbar und nicht sonderlich breit! Nach 1,8 gefahrenen Kilometern geht es linker Hand am alten Ausbesserungswerk vorbei, einem charmanten Gebäude in orangefarbenen und gelblichen Klinkern. Links passieren wir die Feuerwehr, das Kletterzentrum des Alpenvereins sowie die Vivil-Werke. Wenn wir auf den Kreisverkehr treffen, ist der Ortsteil Rammersweier erreicht.

Wir überqueren die Straße geradeaus und fahren dann links die Moltkestraße hinunter. Diese Straße ist auch als »Tour Wald-Reben-Seen« ausgeschildert. Wir fahren nun auf einem breiten Radweg parallel zur Straße durch ein Industriegebiet. Kurz darauf fällt links das alte Römerbad ins Auge.

Der Radweg überquert nun die Straße Brücklesbünd und führt halb rechts einen leichten Anstieg hoch. Direkt am Radweg liegt auch ein Menhir aus prähistorischer Zeit, der bei der Aushebung der Straße gefunden wurde. Nach knapp 4,4 gefahrenen Tageskilometern, wenn wir auf ein T-Stück treffen, biegen wir rechts ab und folgen dem Rheintal-Weg Richtung Ebersweier und Appenweier.

Der Weg führt weiterhin durch Felder und Wiesen von der Moltkestraße, zu der wir die ganze Zeit parallel gerollt sind, weg. Bald biegen wir links an einer kleinen Kreuzung ab. Hier wechselt der Untergrund von asphaltiert zu gepflastert. Auf diesem Teilstück, das über den Plättleweg führt, gilt es auch immer wieder kleine Steigungen zu meistern. Kurz danach trifft der Weg auf die Bohlsbacher Straße, auf der wir unseren Weg nach Appenweier fortsetzen.

Das Kirschendorf im Durbachtal

Nach knapp 300 Metern ist dann auch Ebersweier erreicht, das sich selber »Das Kirschendorf im Durbachtal« nennt. Unmittelbar vor dem Ortseingangsschild befindet sich eine Jesusfigur an einem Kreuz. Wir folgen der Bohlsbacher Straße. Linker Hand passieren wir die Kirche von Ebersweier. Der Weg führt hinunter zur Ortsmitte. Die Straße wird nun zur Straße Am Durbach. Wir überqueren diese mithilfe einer Brücke und biegen dann an der zweiten Möglichkeit links ab in den Schmiedweg, der Richtung Friedhof ausgeschildert ist.

Genau gegenüber der Straße, an der wir links abbiegen, liegt noch ein niedliches Fotomotiv: eine alte, öffentliche Fahrzeugwaage in einem schmucken Fachwerkhäuschen. In Ebersweier gibt es auch einen kleinen Supermarkt sowie gastronomische Betriebe.
Der Weg führt uns nun am Friedhof vorbei und wieder auf einem landwirtschaftlichen Nutzweg durch Felder und Wiesen. Nun gilt es, einen steilen, knapp 400 Meter langen Anstieg zu meistern. Wenn sich der Weg dann gabelt, halten wir uns halb links. Der Weg steigt weiter leicht an. Zur Belohnung gibt es dann eine ganz leichte Schussfahrt und ein herrliches Panorama auf die umliegenden Berge des Schwarzwaldes und der Vogesen. Der Schmiedweg geht in den Ebersweier Weg über.

Bald darauf geht es dann schwungvoll bergab. Nach rund 800 Metern passieren wir linker Hand eine Christusfigur. Wir treffen auf eine Straße mit dem Namen Hinter den Gärten und setzen unseren Weg geradeaus fort. Mithilfe einer Brücke geht es über die stark befahrene Bundesstraße B29 und weiter nach Appenweier.

Von Appenweier nach Gamshurst

Wir setzen die Fahrt geradeaus fort. Die Straße, auf der wir nun fahren, heißt immer noch Hinter den Gärten. Wir überqueren die Alemannenstraße, bleiben auf der Straße Hinter den Gärten und biegen nach 100 Metern rechts ab in die Nesselrieder Straße. Nach 60 Metern biegen wir dann links ab in die Josefsgasse. Wenn wir auf eine Brücke treffen, biegen wir erneut links ab. Auf der anderen Seite der Brücke ist wieder ein Kreuz mit einer Christusfigur zu sehen. Der Weg folgt dem Verlauf des kleinen Baches, der durch Appenweier mäandriert. Besonders charmant ist die Tatsache, dass die Brückengeländer des Flusslaufes mit Blumenkästen behangen sind. Die Straße entlang des Flüsschens heißt passenderweise Bachstraße. Wo die Bachstraße auf die Hauptstraße trifft, biegen wir rechts ab. Geradeaus fällt uns dabei die Kirche von Appenweier in den Blick.

Weiter fahren wir auf einem kombinierten Fußgänger- und Radweg parallel zur Straße. Sobald die Hauptstraße als abknickende Vorfahrt einen Linksbogen beschreibt, fahren wir geradeaus in die Römerstraße. Nachdem wir die letzten Wohnhäuser von Appenweier passiert haben, geht es wieder auf einem landwirtschaftlichen Forst- und Waldweg durch Felder weiter. Schließlich passieren wir einen beschrankten Bahnübergang und setzen den Weg geradeaus fort. Etwa 140 Meter weiter treffen wir auf eine Stoppstraße. Diese überqueren wir geradeaus Richtung Erlach, das von hier in 3,6 Kilometern Entfernung liegt. Rechter Hand passieren wir nun ein Elektrizitätswerk.

Derweil steigt die Straße wieder leicht an. Bald treffen wir auf die nächste Kreuzung. Auch hier fahren wir gerade rüber und bleiben auf dem landwirtschaftlichen Nutzweg, der vorbei an Äckern, Wiesen und Obstwiesen führt. Nach 500 Metern kommt erneut eine Kreuzung, die wir geradeaus passieren. Bei der nächsten Kreuzung halten wir uns an der zweiten Möglichkeit rechts, um dann sofort wieder rechts zu fahren. Linker Hand passieren wir nun den Golfplatz des Golfclubs Urloffen. Am Eingang zum Clubareal markiert auch ein großer Stein das Gelände des Vereins. Achtung! Auch hier gibt es wieder zwei Radwegweiser für den Rhein-Radweg – wir nehmen den rechten Weg! Nachdem wir die Driving Range des Golfplatzes linker Hand passiert haben, biegen wir an der ersten Möglichkeit rechts ab und dann, nach einem Gehöft und einem Lagerhaus, links in die Margarethenstraße. Wir fahren über eine Brücke an einem Bachlauf direkt auf Erlach zu, das uns mit seinem grünlich glänzenden Kirchturmspitzchen empfängt.

Die Straße, über die wir rollen, heißt weiterhin Margarethenstraße. An deren Ende biegen wir links in die Erlacher Straße ab. Der Weg führt uns vorbei an der Kirche links. Wir überqueren eine Brücke über das Flüsschen Rench, das bei Rheinau-Helmlingen in den Rhein mündet, und setzen unseren Weg rechter Hand fort, wobei die Erlacher Straße leicht ansteigt. Ein kleiner Anstieg führt uns aus Erlach hinaus.

Sofort hinter dem Ortsausgangsschild kommt rechter Hand wieder ein Radweg parallel zur Straße. Wir treffen auf einen Kreisverkehr, den wir geradeaus überqueren. Nach einer kurzen Abfahrt und einem kleinen Anstieg biegen wir auf der Kuppe links in die Säbelstraße ab. Geradeaus ist bereits das Ortseingangsschild von Ulm zu sehen.

Von dort geht es noch mal ein kleines Stück den Hügel hinauf. Nach einem kleinen Bogen durch Obstbaumplantagen kommen wir nun in Ulm an und fahren dort durch eine Wohnsiedlung bergab. Die Straße, die wir heruntergefahren sind, ist noch immer die Säbelstraße. Nachdem wir die Ullenburghalle und einen Sportplatz passiert haben, biegen wir an der ersten Möglichkeit rechts in die Ullenburgstraße ab, nach etwa 50 Metern links in die Mauritiusstraße.

Aus Ulm heraus

Nach knapp 100 Metern passieren wir linker Hand eine Christusfigur und biegen links ab in die Önsbacher Straße. Sie führt uns raus aus Ulm. Hier wartet dann erneut ein kleiner Anstieg. Wenn sich kurz danach die Straße gabelt, nehmen wir den rechten Weg und folgen weiter der Önsbacher Straße. Bei Tageskilometer 20 wartet der nächste Anstieg. Dann treffen wir auf eine Kreuzung auf der Kuppe, wo wir den Weg geradeaus fortsetzen.

Ein mit Betonplatten ausstaffierter Weg führt uns hinunter nach Önsbach. Dort, wo die Schwarzwaldstraße auf eine Vorfahrtstraße trifft, direkt an einem Fachwerkhaus, biegen wir links ab und folgen weiter der Schwarzwaldstraße.

Wir folgen dem Verlauf der Schwarzwaldstraße in die Ortsmitte, passieren linker Hand die Feuerwehr und die Kirche von Önsbach. In Önsbach gibt es verschiedene kleine Geschäfte und gastronomische Einrichtungen. Wenn die Schwarzwaldstraße auf die Bundesstraße B3 trifft, überqueren wir diese und setzen unseren Weg geradeaus fort. Neben der Straße verläuft nun wieder ein kombinierter Rad- und Fußweg. Nach 650 Metern unterqueren wir drei dicht aufeinanderfolgende Brücken, die für den Eisenbahn- und Straßenverkehr gedacht sind.

Wenn der Radweg auf die Gewerbestraße trifft, biegen wir rechts ab. Nach nur 80 Metern geht es wieder rechts; wir fahren auf einen landwirtschaftlichen Nutzweg zu, der uns dann weiter durch Felder und Wiesen führt. Wir überqueren die erste Kreuzung geradeaus und fahren über die Straße namens Bernhardshof. Wenn diese auf eine T-Kreuzung trifft, fahren wir links ab auf die Straße Obermatten. Nach knapp 200 Metern gabelt sich der Weg – wir nehmen die rechte Variante. Rund zwei Kilometer nach Önsbach befindet sich auf der rechten Seite ein überdachter Grillplatz, der zu einer kleinen Verschnaufpause und Stärkung einlädt.

Nun geht es hinein in ein Waldstück auf asphaltiertem Grund. Etwa 900 Meter nach dem Grillplatz biegt der asphaltierte Weg rechts ab. Wir fahren aber geradeaus über eine Schotterpiste. An der ersten Möglichkeit biegen wir dann links ab und fahren nicht weiter geradeaus auf die Autobahn zu. Schließlich müssen wir eine 180-Grad-Kurve machen und parallel zu dem Weg, über den wir gekommen sind, einen leichten Anstieg über die Autobahnbrücke meistern. Wir überqueren die Autobahn A5. Die Straße heißt Schrot.
An der nächsten T-Kreuzung halten wir uns rechts; von hier sind es bis Gamshurst 1,4 Kilometer. Nun wechselt der Untergrund wieder von einer Schotterpiste zu einer asphaltierten Straße. Dann müssen wir die Schnellstraße L87 queren und weiter geradeaus über die Rheinstraße nach Gamshurst fahren. Nach der Landstraße überqueren wir eine kleine Brücke, unmittelbar danach fahren wir rechts hinunter auf den Radweg und dann nach 30 Metern scharf links auf den Radweg, der etwas unterhalb der Straße verläuft. Dieser Radweg führt uns nun direkt nach Gamshurst.

Von Gamshurst nach Bühl

Die Straße, die wir entlangfahren, ist immer noch die Rheinstraße. Wenn diese zu Ende ist und auf die Lange Straße trifft, biegen wir links ab. In weiten Bögen führt die Lange Straße durch Gamshurst hindurch. Wir passieren rechts wieder eine Christusfigur am Kreuz. Nach etwa 300 Metern kommt eine Reihe von Fachwerkhäusern in den Blick, bevor geradeaus die Kirche von Gamshurst erscheint. Und nach weiteren 300 Metern müssen wir, unmittelbar vor der Kirche, rechts in die Oststraße abbiegen. Dort liegen rechter Hand auch ein Brunnen und die Volksbank. Die Oststraße führt uns, vorbei an einem Kindergarten, wieder hinaus aus Gamshurst. Direkt am Ortsausgang liegt rechts neben der Straße ein Radweg. Nach dem Friedhof müssen wir links abbiegen. Nach 550 Metern treffen wir auf eine Kreuzung, diese überqueren wir geradeaus und fahren unter einer Stromleitung hindurch. 450 Meter weiter kommt eine weitere Kreuzung, die wir ebenfalls geradeaus überqueren.

Unmittelbar bevor wir wieder auf eine Straße treffen, biegen wir auf den rechts liegenden Radweg ab. Bald ist rechter Hand wieder ein großes Kruzifix am Straßenrand zu sehen. Schließlich kommt ein Schild in den Blick, das den Rheintal-Weg nach links weist. Dort fahren wir aber nicht links ab, sondern weiter geradeaus und auf Unzhurst und den Kirchturm zu. Der Radweg endet schließlich an einem Kreuz, wir fahren ein Stück an der Rheinstraße weiter, die uns bis nach Unzhurst hineinbringt.

Die Rheinstraße endet schließlich an der Zeller Straße. Dort biegen wir links ab Richtung Sportplatz. Wir folgen ein Stück der Straße Richtung Moos. Schließlich erreichen wir Zell. Wir durchfahren Zell parallel zur Straße und fahren rechts ab Richtung Balshofen. Wir müssen hier leider an einer viel befahrenen Landstraße entlangfahren. Nach circa 700 Metern überqueren wir erneut die Autobahn A5. Die Straße, die wir fahren, ist die K3747. Nach ca. 1,5 Kilometern erreichen wir dann Balshofen. Hier folgen wir der Balshofener Straße, bis sie als abknickende Vorfahrtstraße rechts herumführt. Dort fahren wir geradeaus. An der rechten Seite befindet sich ein Lebensmittelladen. Die Straße, in die wir jetzt einbiegen, ist die Eichenwaldstraße. An der Ecke liegt auch eine Bäckerei.

Wenn die Straße sich gabelt, biegen wir halb links ab und fahren nicht geradeaus in die Vogt-Kistner-Straße. Wir gelangen an einen unbeschrankten Bahnübergang, den wir überqueren und wo wir uns rechts halten. Wir überqueren eine Brücke über ein Flüsschen und halten uns auf dem rechten Weg (nicht geradeaus!). Auch die nächste Wegekreuzung überqueren wir geradeaus. Sobald wir auf Häuser und eine Kreuzung treffen, fahren wir über diese erneut geradeaus hinweg. Die Straße, über die wir rollen, heißt Forlenhof. An der nächsten Kreuzung müssen wir nochmals geradeaus fahren. Linker Hand kommt ein Sportplatz, nach dem wir linker Hand ein Schulgelände passieren. Nach diesem treffen wir auf die Tullastraße. Hier endet die Tagesetappe.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortOffenburg
AusgangspunktOffenburg
EndpunktBühl.
TourencharakterDie Ausläufer des Schwarzwaldes und der nahe gelegenen Vogesen sind während dieses Streckenabschnitts ständige Begleiter. Zwischen Feldern, Wiesen und Obstplantagen gilt es den einen oder anderen Anstieg zu meistern, während zahlreiche kleinere Ortschaften durchfahren werden. Doch für den geflossenen Schweiß folgt nach jedem Anstieg die Belohnung in Form von herrlichen Panoramablicken.
Hinweise
Werkstätten. Offenburg: Offenburger Fahrradmagazin, Ortenberger Str. 6-8, Tel. 0781/9481396. Bühl: Zweirad-Center Weiss, Industriestr. 10, Tel. 07223/241 90.
MarkierungenRheintal-Weg (weißer Radfahrer auf grünem Grund mit Schriftzug »Rheintal-Weg«).
VerkehrsanbindungBahn. Offenburg ist ICE- und IC-Haltestation. Bühl ist Station an der Rheintalstrecke, ICE- und IC-Halt ist in Baden-Baden. Auto. Offenburg liegt an der A5 (Frankfurt–Basel), der B3 (Nord-Süd-Verbindung) und der B33 (West-Ost-Verbindung in Richtung Bodensee). Bühl liegt an der A5 Karlsruhe–Basel, Ausfahrt Bühl, B 3. Parken: u. a. möglich am Parkdeck Johannesplatz sowie am Kulturzentrum.
GastronomieGamshurst: Gasthaus Zum Hirsch, Lange Str. 131, Tel. 07841/212 40. Bühl: Die Grüne Bettlad, Blumenstr. 4, Tel. 07223/931 30; Feurer’s Bauernstüble zum Rindfuß, Hauptstr. 26, Tel. 07223/242 04
Informationen
Als »Tor zum Schwarzwald« weist Offenburg insbesondere in der Altstadt eine Reihe historischer Gebäude auf. So den barocken Königshof von 1717, der heute die Polizeidirektion beheimatet. Kaum minder sehenswert sind die Barockfassaden des Hotels Sonne und des historischen Rathauses von 1741. Die Ursulasäule vor dem repräsentativen Verwaltungssitz ist der Schutzpatronin der Stadt gewidmet. Derweil wird der nahe gelegene Fischmarkt mit dem markanten Löwenbrunnen von 1599 von der Hirschapotheke (1898) und dem Salzhaus (1786) gesäumt. Ebenso interessant mutet das Ritterhaus an. Im Jahr 1784 als Herrenhaus erbaut, beherbergt es heute das Stadtarchiv sowie das Museum im Ritterhaus (www.museumoffenburg.de). Zu sehen sind hier Mineralien, Erze und Gesteine, wertvolle Ausgrabungsstücke, beeindruckende Zeugnisse aus früheren Jahrhunderten und viel Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt. Im städtischen Lapidarium, bestehend aus dem Vinzentiusgarten und dem Gewölbekeller im Vinzentiushaus, ist nun die Sammlung von Steindenkmälern, Grenzsteinen und Skulpturen untergebracht. Eine weitere Besonderheit innerhalb der Stadtgrenzen der 59 000-Einwohner-Gemeinde, die vor allem als Sitz der Hubert Burda Mediengruppe bundesweit bekannt ist, bildet das Jüdische Bad, das Mikwe. Es ist eines von nur fünf erhaltenen aus dem Mittelalter im Rheingebiet und nimmt mit seinen Stilelementen in baulicher Hinsicht eine Sonderstellung ein. Ganz im Zeichen der alten Römer stehen die interessantesten Plätze von Rammersweier, das seit 1971 ein Stadtteil von Offenburg ist. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer auf dem heutigen Stadtgebiet ein Kastell. 1993 wurden bei Ausgrabungsarbeiten an der Moltkestraße die Reste eines römischen Militärbades entdeckt, das unweit des Kastells stand. Ansonsten ist die Gemeinde vornehmlich für eine Reihe charmanter Fachwerkhäuser und die im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Weine der Winzergenossenschaft Rammersweier (www.wgrammersweier.de) bekannt. Und dies, obwohl Rammersweier mit gerade einmal 55 Hektar zu den kleinsten Anbaugebieten in Baden gehört. Daneben rückt Rammersweier regelmäßig in den Fokus der Sportwelt, wenn die kleine Gemeinde die Weltcup-Rennen der Mountainbiker (www.worldcup-offenburg.de) austrägt. Die römische Badeanlage wurde 1993 bei der Erweiterung der Moltkestraße zufällig entdeckt. Die aufgedeckten Mauern bilden die Einfassung der Heizanlage, die in den Boden eingelassen war. Keramikfunde datieren das Bad in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus. Viel Sehenswertes hat Appenweier nicht aufzuweisen. Sieht man einmal von dem Rathaus im ehemaligen Vogteigebäude und der 1750 im Rokokostil errichteten Kirche ab, die dem heiligen Michael geweiht ist. Teile der 9800-Seelen-Gemeinde sind auch die Ortsteile Nesselried und das für den Meerrettichanbau bekannte Urloffen. 725 Jahre alt und doch jung geblieben – Attribute, die sich das charmante Erlach am Übergang des Renchtals in die Rheinebene auf die Fahne schreiben kann. Die knapp 900 Einwohner des Stadtteils von Renchen leben vorwiegend vom Obst- und Weinanbau. Zwar gibt es wenig Sehenswürdigkeiten in Erlach, gleichwohl wurde das Dorf nicht zuletzt wegen seines gepflegten Erscheinungsbildes nicht von ungefähr im Jahr 2006 beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« auf den zweiten Platz gehoben. Markantestes Bauwerk ist die 1886 erbaute Pfarrkirche St. Anastasius, deren Turm sogar aus dem Jahr 1511 datiert. Mit seinen gut 2200 Einwohnern ist Önsbach heute ein Stadtteil von Achern. Durchschnitten wird der im Jahr 1225 erstmals urkundlich erwähnte Ort durch die viel befahrene Bundesstraße B3. Mit fruchtbaren Lössböden gesegnet, hat sich Önsbach vor allem durch den Anbau von Getreide, Gemüse und Obst einen Namen gemacht. Gamshurst, das seit 1973 ein Stadtteil von Achern ist, erweist sich als charmantes Dorf ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten. Durchzogen wird das im Jahr 902 erstmals urkundlich erwähnte Dorf, in dem gut 1700 Menschen zu Hause sind, auf einer Länge von etwa drei Kilometern von der Acher, einem 53 Kilometer langen Nebenfluss des Rheins. Das kleine Unzhurst, das seit dem Jahre 1972 ein Ortsteil von Ottersweier ist, erweist sich als reines Wohngebiet. Entsprechend gibt es in dem im Jahr 1240 erstmals urkundlich erwähnten Ort keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten.
Unterkunft
Bühl: Die grüne Bettlad, Blumenstr. 4, Tel. 07223/931 30, www.gruenebettlad.de (schmuckes Fachwerkhaus); Sternen Hotel-Restaurant, Hauptstr. 32, Tel. 07223/98650, www.sternen-buehl.de (im Herzen der Stadt, badische Küche); Campingplatz Adam, Campingstr. 1, Tel. 07223/ 231 94, www.campingplatz-adam.de
Tourismusbüro
Bühl: Tourist-Information Bühl, Hauptstr.92, Tel. 07223/93 53 32, www.buehl.de