Von Neuenburg am Rhein nach Breisach

Neuenburg am Rhein – (Grißheim –) (Neuf-Brisach –) Breisach.
Heute geht es direkt am Rhein entlang. Auf geschotterten und teils asphaltierten Abschnitten erreichen wir Breisach. Der Weg führt zunächst auf einem Hochdamm entlang. Da die Tagesetappe in kurzer Zeit zu schaffen ist, bleibt genügend Zeit, Breisach zu erkunden. Alle Radwege sind gut befahrbar. Es gibt keine nennenswerten Steigungen. (Autor: Karsten-Thilo Raab, Ulrike Katrin Peters)
Von Neuenburg am Rhein zum Fluss.
Wir beginnen unsere Tour in Neuenburg am Rhein an der Ecke Mülhauser Straße/Rheinhafenstraße. Wir biegen an der Kreuzung von Neuenburg kommend rechts ab und folgen der Rheinhafenstraße, einer asphaltierten Straße, die links von Schatten spendenden Bäumen gesäumt wird. Wenn die Rheinhafenstraße einen Rechtsknick
macht, fahren wir links auf den Schotterweg.
Unmittelbar vor dem Weg passieren wir eine Bootseinlassstelle. Der Weg führt schnurstracks auf einem Hochdamm entlang. Der sandige Untergrund knirscht angenehm unter den Reifen, Vogelgezwitscher rundet das klangliche Erlebnis ab. Nach 7,6 Kilometern kommen wir an eine weitere Stelle, an der früher eine Fähre zu finden war. Rechts liegt das Häuschen des Fährenwärters. Am alten Fährübergang bietet sich auch die Gelegenheit, direkt ans Rheinufer hinabzufahren und die Füße im Fluss abzukühlen. Von hier bietet sich ein Abstecher nach Grißheim an. Schließlich ist die restliche Strecke bis Breisach ansonsten eher eine »Durststrecke« – zumindest, was die Versorgungslage angeht. Es gibt unterwegs nur noch eine Einkehrmöglichkeit, die aber nur am Wochenende geöffnet ist.
Wer nicht nach Grißheim abbiegen möchte, fährt weiter parallel zum Rhein geradeaus nach Breisach. Der Weg führt durch ein bewaldetes Gebiet, mit dem Rhein zur Linken.
Trifft der Weg auf eine Brücke, hat man einmal mehr die Möglichkeit, nach Frankreich hinüberzugelangen. Der Weg macht vor der Brücke einen Rechtsknick, dem wir auch entsprechend folgen. Die Brücke führt ins französische Chalampé. Die erste Möglichkeit fahren wir links. Über die Straße rüber, die von der Brücke kommt, um unmittelbar nach der Brücke wieder zum Rhein hinunterzufahren.
Wenn der Weg auf eine T-Kreuzung trifft, fahren wir halb links und sofort wieder rechts, um weiter dem Weg parallel zum Rheinufer zu folgen. Rechter Hand ist hier an dieser Ecke ein Gatter mit Rehen. Schließlich passieren wir erneut einen ehemaligen Fährübergang. Dann beschreibt der Weg eine Rechtskurve und führt in einen Wald hinein. Wir folgen dem Weg durch den Wald. Dieser Weg beschreibt nun ein »U« durch das Wäldchen wieder zurück an den Rhein, wo sich links ein kleiner Jachthafen mit zahlreichen Booten im Wasser und an Land im Trockenen befindet. Dazu gehört das Clubhaus eines Segelvereins, das am Wochenende auch Getränke und Speisen zum Kauf anbietet.
Wenn der Weg auf eine T-Kreuzung trifft, biegen wir links ab und folgen dem Verlauf der Straße. Es gibt zwei Möglichkeiten, rechts abzubiegen. Wir nehmen die zweite Möglichkeit, die näher am Rhein ist, und fahren den kleinen Hügel hinauf. Links passieren wir einen halb verrotteten Kran. Der Rhein wird nun zunehmend breiter, je näher wir Richtung Breisach kommen.
Am Rhein entlang nach Breisach.
Dann führt der Weg direkt am Rhein entlang, sodass der Weg nicht mehr durch Bäume vom Fluss getrennt ist. Geradeaus kommt die nächste Rheinbrücke in den Blick. Endlich gelangen wir an den Regattaturm von Breisach. Hier werden immer wieder internationale Ruderwettkämpfe ausgetragen. Rechter Hand passieren wir das Alfred-Berge-Haus, das Leistungszentrum des Landesruderverbandes Baden-Württemberg, und die Anlage des Breisacher Rudervereins. Am Ufer kann es besonders an Sommertagen etwas eng werden – weil entsprechend viele Leute mit Hund, Kind und Rad unterwegs sind.
An der Brücke von Breisach liegt eine weitere Staustufe. Unmittelbar nach dem Ruderclub erscheint auf der rechten Seite das Café Rheinpromenade. Es liegt direkt am Radweg und hält zahlreiche willkommene Erfrischungen für Radler bereit. Der Weg führt nun unter der Brücke hindurch Richtung Breisach Stadt – linker Hand der Rhein mit Schiffsanlegern, rechter Hand fallen Weinhänge ins Auge. Nun fällt auch das St.-Stephans-Münster in den Blick. Wir folgen der Straße, die eine Rechtskurve beschreibt, und passieren das Ortseingangsschild von Breisach. An der nächsten Kreuzung biegen wir links ab und folgen der Josef-Bueb-Straße. An der ersten Möglichkeit biegen wir rechts ab in die Schwanenstraße. An der Ecke Schwanenstraße, Josef-Bueb-Straße und Hafenstraße, unweit des Rheintors, ist der Endpunkt der heutigen Etappe.

Etappe auf einen Blick.
km 0. Neuenburg am Rhein, zurück ans Rheinufer, diesem stets parallel folgen.
km 8,5. Altes Fährwärterhäuschen, von hier Abstecher nach Grißheim möglich.
km 29. Breisach, Zielort erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortNeuenburg am Rhein.
AusgangspunktNeuenburg am Rhein.
EndpunktBreisach.
TourencharakterDie Strecke von Neuenburg am Rhein bis nach Breisach hat lediglich ein Pfund zu bieten, mit dem sie wuchern kann: Natur pur. Dafür mangelt es auf dieser leicht zu befahrenden Strecke an besonderen Sehenswürdigkeiten und an interessanten Städten und Ortschaften – sieht man einmal von dem lohnenswerten Tagesziel ab, das fraglos eines der charmantesten Städte am Oberrhein ist.
Hinweise
Werkstätten. Neuenburg: Fahrradfachgeschäft Alfons Harwardt, Rebstr. 12, Tel. 07631/ 741 60. Breisach: Fahrräder Schweizer, Neutorstr. 31, Tel. 07667/76 01.
MarkierungenRheintal-Weg (weißer Radfahrer auf grünem Grund mit Schriftzug »Rheintal-Weg«).
VerkehrsanbindungBahn. Nach Neuenburg Regional züge. Breisach ist über Freiburg mit S-Bahn und Busverbindungen zu erreichen. Auto. Neuenburg am Rhein erreichen Sie über die Anschlussstelle Mülheim/Neuenburg (65) oder über die B3/B378. Parken: Parkplätze in Tiefgarage am Rathaus. Breisach ist über die A5 Basel–Frankfurt, Ausfahrt Riegel, Freiburg-Süd oder Bad Krozingen zu erreichen. Parken: Parkhäuser finden sich u. a. an der Friedhofsallee und an der Straße Zum Kaiserstuhl.
GastronomieBreisach. Café Ihringer, Marktplatz 1, Tel. 07667/310 (Kuchen und Torten); Gasthaus Bayrischer Hof, Neutorstr. 25, Tel. 07667/83 37 67, www.bayrischer-hof-breisach.de (gemütliches Gasthaus in der Fußgängerzone, mit Terrasse).
Informationen
Mehr als 4000 Jahre reicht die Geschichte Breisachs zurück. Rhein und Rheinbrücke ließen den einstigen Standort eines römischen Kastells im 17. Jahrhundert zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt und Handelsplatz aufsteigen. Wahrzeichen ist das im 12. bis 15. Jahrhundert im romanischen und gotischen Stil errichtete St.-Stephans-Münster (A), das hoch über der Stadt auf dem Münsterberg thront. Einen besonderen Blickfang bildet auch das im Jahr 1678 fertiggestellte Rheintor (B) mit seiner reich verzierten Westfassade, in dem seit 1991 das Museum für Stadtgeschichte untergebracht ist. Auch die Unterstadt mit ihren bunt getünchten Häusern rund um den Marktplatz bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Der Bogen spannt sich vom Gutgesellentor (C) aus dem 14. Jahrhundert über Teile der alten Stadtmauer bis hin zur Spitalkirche St. Martin. Wasserpegel des Rheins. Auch bei gutem Wetter kann der Wasserpegel des Rheins in diesem Bereich rasch ansteigen, denn der Fluss kommt aus den Alpen und dem Schweizer Jura. Innerhalb von nur 30 Minuten kann der Wasserspiegel schon mal um gut einen Meter ansteigen, wenn es in den Alpen zu heftigen Regenfällen kommt oder die Schneeschmelze einsetzt. Wer sich ans Ufer oder eine der Inseln wagt, sollte daher stets den Rückweg im Auge behalten. Der Rhein – kürzer als gedacht. Auch wenn Ihnen als Radler der Rhein an manchen Abschnitten vielleicht unendlich lang vorkommen mag – er ist kürzer, als jahrelang angenommen. Im Frühjahr 2010 wurde es bekannt: Die Länge des mächtigen europäischen Stromes wurde um 90 Kilometer zu hoch angegeben – vermutlich, so der Biologe Bruno Kremer, aufgrund eines Zahlendrehers aus dem Jahr 1960. Damals waren wohl die Zahlen zwei und drei vertauscht worden, aus der korrekten Angabe von 1230 Kilometer Länge von der Quelle in den Schweizer Alpen bis zur Mündung bei Hoek van Holland wurde die Zahl 1320, erklärte Kremer in der »Süddeutschen Zeitung «. Von da an hat wohl einer nach dem anderen die falsche Info übernommen.
Unterkunft
Breisach. Kapuzinergarten, Kapuzinergasse 26, Tel. 07667/930 00, www.kapuzinergarten.de (auf dem Münsterberg, schmiegt sich über neun Etagen an den Hang); Jugendherberge Breisach, Rheinuferstr. 12, Tel. 07667/76 65, www.jugendherberge-breisach.de (am Rheinufer); Camping Müns terblick, c/o Hotel Landgasthof Adler, Hochstettener Str. 11, Tel. 07667/ 9393-0, www.adler-hochstetten.de
Tourismusbüro
Breisach: Kaiserstuhl-Tuniberg Information, Marktplatz 16, Tel. 07662/93 53 86, Fax 07223/93 53 87, www.kaiserstuhl.cc
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