Von Neuburg an der Donau nach Ingolstadt

Diese kurze Etappe führt, vorbei am mächtigen Renaissanceschloss Grünau, auf stillen Wegen durch die Auwälder an der Donau zur alt-bayerischen Metropole Ingolstadt. (Autor: Bernhard Irlinger, Michael Reimer  und Wolfgang Taschner)
25 km
165 m
1.00 h
Wir beginnen unsere Tour in Neuburg an der Donau am Südende der Donaubrücke. Wir radeln auf der Hauptstraße bis zur nahen Kreuzung und biegen links in die nach Grünau ausgeschilderte Straße. Sie führt ein kurzes Stück am Donauufer entlang und bietet uns einen letzten Blick hinauf zum mächtigen Schloss. Entlang der Hauptstraße radeln wir auf dem Radweg fünf Kilometer geradeaus, bis wir kurz vor dem Jagdschloss Grünau auf eine viel befahrene Vorfahrtsstraße treffen. Geradewegs über die Hauptstraße und auf schmalem Sträßchen zum nahen Jagdschloss Grünau, das in einer wohltuend stillen Parklandschaft liegt. Pfalzgraf Ottheinrich ließ den mächtigen Bau, dessen Stil den Übergang von der Gotik zur Renaissance zeigt, zwischen 1530 und 1555 für seine Gattin errichten.

Durch stille Landschaft zur geschäftigen Metropole Wir radeln rechts um das ausladende Schloss herum und biegen in den zweiten Wirtschaftsweg ein, der rechts abgeht. Durch eine Allee erreichen wir eine schmale Teerstraße, die uns geradewegs zum Gut Rohrenfeld führt.

Links am Gutshof vorbei Richtung Maxweiler

Nach kurzer Fahrt biegen wir links in einen Kiesweg ein. An den Weggabelungen auf den Äckern halten wir uns links, dann rechts und wieder links und erreichen einen Querweg am Waldrand. Auf ihm rechts in den Auwald und an mehreren Kreuzungen geradeaus weiter. An der nächsten Weggabelung geht es rechts und auf die Äcker hinaus. Wir queren die alte Bahnlinie und halten uns am Ortsrand von Weichering links.

Nahe des Bahndamms radeln wir durch das Dorf und wechseln nach zwei Kilometern links auf die Nordseite der stillgelegten Bahnlinie. Wir folgen ihr weitere drei Kilometer, ehe wir auf einen Querweg stoßen.

Auf ihm nach links und in Kurven über Äcker und durch ein Wäldchen, an dessen Ende wir links zum Donaudamm abbiegen. Rechts bringt uns der Dammweg zum Donaukraftwerk Ingolstadt. Geradeaus führt hier eine Kurzvariante zum Stadtzentrum. Wir folgen jedoch dem Hauptweg und überqueren auf der Staustufe die Donau. Am Nordufer halten wir uns links und bleiben auf der Teerstraße, die bald vom Ufer wegführt.

Wir erreichen eine Vorfahrtsstraße, der wir nach rechts folgen. Auf dem Radweg bis zu einer weiteren Vorfahrtsstraße, und an ihr entlang bis zur Westlichen Ringstraße.

An der Ampel überqueren wir die Straße, fahren wenige Meter nach links und dann rechts auf der Friedhofstraße durch das Kreuztor in die Altstadt von Ingolstadt. An der Weggabelung vor dem nahen Liebfrauenmünster halten wir uns rechts, radeln über die Kreuzstraße und Theresienstraße bis zur Fußgängerzone und biegen rechts in die Luftgasse. Dann links in die Dollstraße und geradeaus, bis wir rechts über die Moritzstraße zum nahen Rathausplatz im Zentrum von Ingolstadt gelangen.

Die alte Residenzstadt Ingolstadt

Schon die Kelten hatten eine ihrer wichtigsten Siedlungen im nahen Manching und auch die Römer nützten hier den Donauübergang. Anfang des 9. Jahrhunderts wurde die Siedlung Ingolstadt erstmals urkundlich erwähnt und im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben, war ab 1392 Residenz des Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt und wurde ab dem 16. Jahrhundert zur stärksten bayerischen Festung ausgebaut.

Im intakten altbayerischen Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern sind bedeutende Bauwerke zu finden. Nahe dem Kreuztor aus dem 14. Jahrhundert ragen die gedrungenen Türme des spätgotischen Liebfrauenmünsters in den Himmel. Im gewaltigen Kirchenschiff besticht der Renaissancealtar mit seinen Tafelbildern. Etwas nördlich des Liebfrauenmünsters ist die Asamkirche Maria Victoria zu finden, die 1736 fertiggestellt wurde und ein eindrucksvolles Deckenfresko von Cosmas Damian Asam und einen herrlichen Hochaltar birgt.

Im Zentrum der Altstadt, nahe dem sehenswerten alten Rathaus, liegt die Stadtpfarrkirche St. Moritz mit dem Pfeifenturm, die ab 1234 erbaute älteste Kirche Ingolstadts. Im Inneren finden sich wertvolle Barockaltäre und gotische Skulpturen. Im Anfang des 15. Jahrhunderts erbauten und später verstärkten Neuen Schloss am Paradeplatz ist das bayerische Armeemuseum untergebracht.

Fahrzeiten: Neuburg an der Donau – Weichering 1 Std. – Ingolstadt 45 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour25 km
Höhenunterschied165 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Donaubrücke in Neuburg
EndpunktDas Stadtzentrum von Ingolstadt.
TourencharakterGroßteils auf verkehrsfreien Nebenstrecken durch die Auenlandschaft südlich der Donau.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 22 Fränkische Alb – Altmühl.
VerkehrsanbindungAnfahrt: Neuburg an der Donau liegt westlich von Ingolstadt an der B 16 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn
Rückfahrt: Ingolstadt liegt nahe der A 9 im Tal der Donau. Rückkehrmöglichkeit nach Neuburg mit der Bahn
GastronomieIn Weichering und Ingolstadt
Unterkunft
In Weichering und Ingolstadt; in Ingolstadt auch Jugendherberge, Tel. 0841/34177; Neuburg-Bürgerschwaige (kurz vor Schloss Grünau): Zeltübernachtungsplatz Schweighölzl.

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