Von Lengerich nach Lienen

Bis auf den kurzen, steilen Aufstieg zum Kamm des Osning erwartet uns eine ruhige Wald- und Wiesenfahrt meist auf Nebenstraßen in sachtem Auf und Ab. (Autor: Bernhard Pollmann)
18 km
200 m
2.00 h
Von der spätgotischen Kirche in der autofreien Altstadt von Lengerich lenken wir durch die spitzbogige Durchfahrt (um 1500) des Römers, des Torhauses zwischen Kirchplatz und Markt, und treffen an der ersten Straße auf die Schlösserroute. Ihr folgen wir rechts (Münsterstraße) bis zur Bodelschwinghstraße, hier links zur Knemühle und zum Niedermarker See, dahinter links (Niedermarker Damm). Wenig später geht es im Wald aufwärts, dann beginnt nach Überfahren des Kamms eine traumhaft schöne Bergfahrt in sachtem Auf und Ab im Wiesen- und Waldland des Osning. Im Gebiet von Lengerich, Hagen und Bad Iburg sind dem Kamm des Osning oder Teutoburger Walds im Norden mehrere Berge vorgelagert, sodass hier der Eindruck entsteht, man befinde sich im Gebirge: Grüne »Almen«, abgeschiedene Täler, alte Bergbauernhöfe, drumherum die Wälder. Dörfer gibt es nicht, vereinzelt stehen Gehöfte in diesem Hochland.
Beim Eurocamp von Holperdorp treffen wir auf die Radroutenverzweigung, an der die Verlängerung nach Bad Iburg beginnt: Während die Schlösserroute an dieser Stelle rechts abzweigt und auf der Kreisstraße (Holperdorper Straße) steil nach Lienen hinabführt, folgen wir der Radroutenbeschilderung geradeaus Richtung »Bad Iburg«. Bald nach Überqueren der Grenze zwischen Münsterland und Osnabrücker Land beginnt die Abfahrt, und unten, in einem Sattel des Osning, zeigt sich das nächste Etappenziel: Die mächtige Schloss- und Klosteranlage der früheren Fürstbischöfe von Osnabrück im heutigen Kneippkurort Bad Iburg. Die von Bischof Benno II. auf einem isoliert aufragenden Bergkegel gegründete Iburg
war von 1080 bis 1673 als Doppelanlage Bischofsschloss/Benediktinerkloster die Hauptfeste und Residenz des Fürstbistums Osnabrück. Heute wartet Bad Iburg mit einer malerischen Altstadt auf.
Von Bad Iburg folgt die Friedensroute kurz dem Radweg längs der Bundesstraße, biegt dann rechts auf den Alten Postdamm ein. Kurz nach erneutem Überqueren der unsichtbaren Grenze zwischen Osnabrücker und Münsterland steht ein Gasthaus am Weg, gleich darauf ist das Fachwerkdorf Lienen erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied200 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKirche in der Ortsmitte von Lengerich.
EndpunktLienen.
TourencharakterVon Lengerich führt diese »Bergetappe« der 100-Schlösser-Route über den Teutoburger Wald in das Fachwerkdorf Lienen, wobei der kurze Abstecher zur Höhenburg von Bad Iburg zu empfehlen ist, dem bedeutendsten Kneippheilbad der Teutoburger Walds.
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte 1:50000 Radelpark Münsterland, Blatt Kreis Steinfurt.
MarkierungenSchloss, Richtungspfeile und namentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungA 1 Ruhrgebiet – Münster – Osnabrück Ausfahrt Lengerich. Bahnlinie Osnabrück – Münster.
GastronomieLengerich, Bad Iburg, Alter Postdamm, Lienen.
Tipps
Variante: Die Schleife von der Verzweigung bei Holperdorp über Bad Iburg liegt bei 12 km. Wer die Tour als Rundfahrt anlegen will, da Lienen und Lengerich nicht durch eine Bahnlinie verbunden sind, folgt von Lienen der Markierung der »Friedensroute« zurück nach Lengerich (10 km). Die Schlösserroute hingegen führt von Lienen via Ladbergen weiter nach Warendorf (Tour 17).
Tourismusbüro
Verkehrsamt Stadt Lengerich, Rathausplatz 1, 49525 Lengerich, Tel. 05481/82422, Fax 05481/7880, Internet www.lengerich.de. Fremdenverkehrsamt Lienen, Diekesdamm 1, 49536 Lienen, Tel. 05483/724010, Fax 05483/724019, Internet www.lienen.de.
Tags: 
Mehr zum Thema