Von Kempten nach Immenstadt

Angenehm zu fahrende, leichte Tour mit sehr geringen Steigungen; insgesamt jedoch flussaufwärts. Meist Kiesweg entlang der Iller, bei Kempten bis zur Alten Brücke teils schmaler Waldweg; kurzer Abschnitt auf Radweg bei Hegge und neben der B19 hinter Sondert. (Autor: Michael Graf)
26 km
240 m
2.00 h
Wir fahren in Kempten vom Residenzplatz an der Residenz zur Iller, dort rechts auf einem Radstreifen die Illerstraße zum Illertor. Gegenüber geht es in die Brennergasse, die sich in der Senterstraße fortsetzt. Am Alten Holzplatz halten wir uns links, radeln die Keselstraße hoch und vor der T-Kreuzung links hinab und gleich darauf rechts über eine kleine Brücke. Ein schmaler Weg führt entlang der Iller durch den Wald. Wir erreichen die Illerüberquerung bei der Alten Brücke; auf der anderen Flussseite gibt es ein Café zum Einkehren.Wir fahren an der Alten Brücke vorbei, dann geht es hoch zur quer laufenden Teerstraße, dort nach links und auf einem Radstreifen durch den Wald aufwärts bis Hegge. Dort endet der Radweg und wir biegen im Ort bei der Metzgerei links in die Georg-Haindl-Straße, der Beschilderung Illerradweg nach. Am Ende weist uns der Illerradweg nach links, wir rollen durch Industriebrache hinab, treffen auf die Iller und fahren vorher rechts in einen schmalen Kiesweg. Der Weg weitet sich nach wenigen Metern und führt sehr nah durch den schattigen Uferwald an der Iller entlang. Wir fahren unter der Autobahnbrücke der A7 hindurch und über eine kleine Holzbrücke queren wir einen Illerzufluss.Entlang an Wiesen und Auwald radeln wir in aller Ruhe den Illerradweg weiter, große Huflattichblätter sind zu sehen. Anschließend führt der Weg wieder durch Wiesen, vor uns sehen wir den Grünten, rechts den mächtigen, romanischen Kirchturm von Waltenhofen. Angenehm radeln wir nun zwischen Iller und Wiesen den Kiesweg nach Süden, vor uns die Berge. Auf der anderen Flussseite sehen wir den Kirchturm von Ried b. Ottacker aufragen. Wir radeln auf Martinszell zu, treffen vor dem Ort auf eine Querstraße. Der Beschilderung folgend fahren wir auf der Asphaltstraße nach rechts, gleich danach wieder links und nach den Häusern am Feldkreuz unter der Linde wieder links (Radbeschilderung Oberstdorf). Wir stoßen auf ein Wehr, bleiben auf der Asphaltstraße nach rechts. Nun geht es auf der kleinen Straße aufwärts, am Weiler Sondert vorbei. Wir stoßen auf den Radweg entlang der Bundesstraße. Wir radeln neben der stark befahrenen B19 abwärts, dann geht der Radweg in einen neuen Kiesweg über und verläuft zum Glück wieder weiter abseits der Bundesstraße. In einem Bogen fahren wir auf dem neuen Kiesweg, links sehen wir die neu geschaffenen Flächen für das Illerwasser.Noch geht es nicht geradeaus weiter auf dem Illerdammweg, da die Bauarbeiten hier noch im Gange sind. So müssen wir von der Iller weg auf das Industriegebiet zufahren. Wir kommen am großen Firmenparkplatz vorbei und scharf links hinab in einen kleinen Kiesweg der Beschilderung nach wieder auf die Iller zu, wo wir auf den neuen Illerdamm treffen. Nun radeln wir auf dem Kiesweg weiter, rechts sehen wir den Kirchturm von Stein auftauchen.Wir unterqueren die Bundesstraße, danach führt der Weg entlang der Bahnlinie Kempten–Immenstadt. Nach den ersten Häusern fahren wir über eine kleine Brücke und radeln nach rechts weiter (Illerradweg). Auf einem Gehweg geht es bis zur T-Kreuzung, nach links an der Klinik vorbei und unter der Bahnlinie rechts hindurch. Wir halten uns links entlang der Bahnlinie, zum Zentrum von Immenstadt fährt man am besten weiter den Bahndamm entlang, bis der kleine Weg nach rechts in die Salzstraße führt. Am Kreisel radeln wir geradeaus in die Fußgängerzone, in der Fahrradfahren erlaubt ist. Gleich nach der Kirche und dem Kirchplatz erreichen wir den autofreien Marienplatz von Immenstadt. Rückfahrt: Mit dem Zug entlang der Iller; ca. 30 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied240 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKempten, Residenz.
EndpunktImmenstadt, Marienplatz.
TourencharakterAuf dieser beschaulichen Tour radelt man den Illerradweg aufwärts, auf den Grünten und die mächtigen Allgäuer Alpen zu.
Hinweise
Aufgrund des Illerhochwassers im Jahr 1999 wird das Illerbett nördlich und südlich von Immenstadt aufgeweitet, um mehr Raum für die Hochwässer zur Verfügung zu haben. Eine durchgängige Befahrung des Illerdamms war bis 2005 noch nicht möglich.
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenRadbeschilderung Illerradweg.
VerkehrsanbindungKempten liegt an den Bahnlinien nach Immenstadt, Memmingen und Buchloe; mit dem Auto ist Kempten über die A7 von Ulm und über die B12 von Buchloe aus zu erreichen.
GastronomieDirekt an der Strecke keine Einkehrmöglichkeiten; Café Burgstube bei Rauns (300 m), mehrere Gasthäuser in Martinszell; Immenstadt: Zum Engel am Marienplatz mit Außenbewirtschaftung.
Informationen
Kempten ist mit 68000 Einwohnern und einem großen Einzugsbereich eine der größten Städte des Allgäus und kann so mit einer breiten Palette an Angeboten aus Kultur, Kunst, Freizeit und Erholung dienen. Kulturgeschichtlich bekannt ist Kempten als älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands; der griechische Geograf Strabon berichtet im Jahr 18 n.Chr. von Cambodunum, das ursprünglich eine keltische Siedlung war, dann aber neben Augsburg (Augusta Vindelicorum) und Regensburg (Castra Regina) zur bedeutendsten römischen Niederlassung in der Provinz Rätien wurde. Auf dem rechten Hochufer der Iller können im Archäologischen Park Cambodunum (APC) in weitläufigen Ausgrabungen der Tempelbezirk und die Thermen besichtigt werden. Im 3. Jh. n. Chr. wurde aufgrund der Alemanneneinfälle die Stadt von der Hochebene ins Flusstal verlegt; aus einer ersten Missionszelle von 740 entwickelte sich ein Kloster, dessen Äbte schließlich zu den Reichsfürsten gehören.Nachdem im Dreißigjährigen Krieg Kloster und Klosterkirche niedergebrannt wurden, wurde ab 1652 an dem heutigen imposanten Residenzplatz die doppeltürmige barocke St.-Lorenz-Kirche nach dem Vorarlberger Bauschema errichtet. Sie bildet zusammen mit der fürstlichen Residenz von 1651–1664, die zugleich die Klosteranlage beherbergt, dem Hofgarten, der Orangerie von 1780, dem Marstall und dem Kornhaus das eine Zentrum von Kempten. Das zweite gruppiert sich um das frei stehende Rathaus, einen schmalen weißen Bau mit Treppengiebel und Zwiebelhaube, der auf eine lange Bau- und Umbauzeit zurückblickt und sich heute in seiner Neurenaissancegestalt von 1874–85 präsentiert. Die bemerkenswerten alten Häuser am Rathausplatz, am St.-Mang-Platz und die gotische Häusergruppe am Mühlberg zeugen von Kemptens Bedeutung als Freie Reichsstadt. Hier finden wir auch die evangelische Pfarrkirche St. Mang, die auf frühromanischen Fundamenten basiert.
Tourismusbüro
Tourist Information, Rathausplatz 24, 87435 Kempten, Tel. 0831/2525237; Gäste-Information, Marienplatz 12, 87509 Immenstadt, Tel. 08323/914176.

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