Von Ismaning zum Speichersee

Gemütliche Rundtour überwiegend auf flachen Radwegen. Es geht entlang der Isar vorbei an verschiedenen Badeseen und dem großen Vogelschutzgebiet des Speichersees. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
33 km
160 m
3.00 h
Um auf den Isarradweg zu gelangen, radeln wir vom Bahnhofsplatz in westlicher Richtung durch die Bahnhofstraße. An der T-Kreuzung folgen wir ihr weiter mit Links-rechts-Schwung und überqueren gleich darauf an der Ampelanlage die große Münchner Straße in die Straße An der Isarau. An deren Ende geht es in der Rechtskurve abwärts, dann biegen wir links ab und treffen auf einen ungeteerten Weg. Erneut links, und schon geht es parallel zum Fluss durch die Isarauen Richtung Süden. An der zweiten Fußgängerbrücke gönnen wir uns den Abstecher steil hinauf auf den ehemaligen Müllberg bei Unterföhring. An klaren Tagen haben wir von oben einen weiten Blick über den Isarkanal auf München und die Alpen. Badeseen: Zur Weiterfahrt bleiben wir am Fuße des Müllbergs noch für weitere 50 m auf dem Isarradweg und biegen dann links zum Poschinger Weiher ein. Er ist der Badesee der Unterföhringer und an warmen Sommertagen eine willkommene Abkühlung. Am See vorbei, überqueren wir die große Autostraße und radeln nun am Isarkanal entlang. Wir passieren das E.ON-Umspannwerk und queren vor der Autobahnbrücke rechts den Kanal. Auf der anderen Kanalseite erneut rechts, aber nach 30 m gleich links, spitz in den Feldweg mit der Beschilderung zum Feringasee. Kurz darauf sind wir am beliebten Münchner Badesee mit seinem sich schnell erwärmenden türkisfarbenen Wasser. Wenn nicht zu viel Trubel herrscht, umrunden wir den ganzen See auf dem etwas längeren Uferweg nach rechts bis zur Wirtschaft Feringasee. Links herum ist es aber bei sommerlichem Massenbetrieb wesentlich einfacher und kürzer. Zum Wasservogelschutzreservat An der Wirtschaft verlassen wir das Erholungsgelände, radeln rechts über den Parkplatz und gleich darauf links Richtung Aschheim. Die autofreie, geteerte Straße führt über Felder, bis wir an einigen Häusern wieder auf eine Autostraße stoßen, die wir geradeaus in den Radweg leicht bergauf queren. Oben bleiben wir auf dem Radweg, der parallel zur viel befahrenen Bundesstraße verläuft. Wir überqueren die Ampel weiter geradeaus und biegen dann, kurz nach dem Birkenhof, rechts vorsichtig über die Bundesstraße in den Feldweg (Schild »Aschheimer Speichersee«). Nun geht es stur geradeaus. Vom Wasser, den Speicherseen, den Fischteichen und den kleineren Hochwasserrückhaltebecken, sehen wir leider von unserem Weg aus wenig. Dann überqueren wir auf einer kleinen Brücke den Erlmühlenbach und biegen danach links zum Seedamm in die geteerte Straße ein. Mit herrlichen Aussichten über das Wasser überqueren wir den Speichersee. Am nördlichen Ufer folgen wir nun der Beschilderung zur Finsinger Alm nach rechts. Das beliebte Radlerlokal verführt zum Rasten, ansonsten radeln wir einfach die Straße an der Alm weiter. An der Vorfahrtsstraße links, durch Eicherloh und am dortigen Feuerwehrhaus erneut links in die Großsenderstraße. Nun bleiben wir immer auf der Großsenderstraße, die aber nicht immer Vorfahrtsstraße ist. Wir sind nun schon mitten im Krautanbaugebiet von Ismaning. Auf mehr oder weniger großen Feldwegen halten wir uns einfach nach Westen und stoßen so fast unweigerlich auf die Mayerbachstraße. Sie bringt uns über die Ismaninger Umgehungsstraße zurück nach Ismaning. Links in die Steinheilstraße, und wir sind wieder am Bahnhof.

Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied160 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktIsmaning, S-Bahnhof
EndpunktIsmaning
TourencharakterIm Nordosten von München gibt es viele künstliche Stau- und Badeseen. Letztere dienen vor allem den Münchnern als Naherholungsziel. Die Stauseen haben sich im Gegensatz dazu zum Erholungsgebiet vieler Zugvögel entwickelt. Diese rasten nämlich auf ihrer Reise in oder vom Süden kommend bevorzugt in den Staubecken des Isarkanals.
Hinweise
DER SEE MIT DEN DREI NAMEN. Ist es jetzt der Ismaninger, der Aschheimer oder der Finsinger Speichersee? Wenn wir Einheimische der drei Ortschaften danach befragen, werden sie den See immer als einen der ihrigen Gemeinde ausgeben. Die ziemlich neutralen Straßenatlanten beschränken sich deshalb auf die Beschriftung Speichersee, was für die Beschilderung vor Ort nicht immer zutrifft. Fest steht, dass der Stausee 1929 gleichzeitig mit dem Bau des Isarkanals angelegt wurde. Er dient auch heute noch als Hochwasserrückhaltebecken für die Stromerzeugung im angrenzenden Finsinger Wasserkraftwerk und zur natürlichen Nachklärung des Münchner Abwassers. Deshalb liegen neben dem See und dem Isarkanal noch jede Menge künstliche Abwasserfischteiche. Sie sind das Eldorado für ganze Zugvogelschwärme, die sich hier kurzfristig niederlassen und natürlich mittels der Fische Energie für die Weiterreise tanken. Deshalb stehen auch große Teile des Gewässers unter Naturschutz, und es ist verboten, die Ufer zu betreten.TIPPFernglas für die Vogelbeobachtung nicht vergessen!
KartentippKompass Karte Nr. 183 Freising/Erding, 1:50 000
VerkehrsanbindungVon München nach Norden über Unterföhring nach Ismaning; günstige Park & Ride-Parkplätze am Bahnhof. Mit der S 8 nach Ismaning.
GastronomieDirekt am Feringasee gibt es eine beliebte, bayerische Wirtschaft mit sonnigem Bier-garten und Seeblick. Sehr nett ist auch die kleine Finsinger Alm, eine traditionsreiche Ausflugswirtschaft im Randgebiet des trockengelegten Finsinger Moores.
Tipps
BADEMÖGLICHKEITEN: Feringasee; Poschinger Weiher

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Wilfried und Lisa Bahnmüller

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