Von Ingolstadt nach Kelheim

Auf Wirtschaftswegen und Nebenstraßen zum berühmten Kloster Weltenburg. Von dort entweder mit dem Schiff oder anstrengend mit dem Rad (zusätzlich 8 km) nach Kelheim. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
52 km
435 m
3.00 h
Wir beginnen die Tour in Ingolstadt auf dem Rathausplatz und radeln in die Hieronymusgasse. Durch schmale Gassen gelangen wir geradewegs zum Paradeplatz vor dem Neuen Schloss. Wir radeln links um das Schloss herum und dann rechts zum Donauufer hinab. Auf dem Radweg fahren wir nach links, unter der Eisenbahnbrücke hindurch und nach der Schillerbrücke auf der Zufahrtsstraße kurz aufwärts. Rechts finden wir den Dammweg, dem wir geradewegs bis zum Bayernwerk folgen.
Durch die Auwälder an der Donau Hier bieten sich zwei Weiterwege an. Entweder man folgt weiterhin dem Damm bis zur Donaubrücke bei Großmehring. Oder man fährt den Schildern des Donauradweges folgend links um das Bayernwerk herum. Nach dem Werksgelände unter der Umgehungsstraße hindurch zum Ortsrand von Kleinmehring.
Auf der Straße rechts in den Ort und unterhalb der Kirche rechts in die Kanalstraße.
Auf ihr radeln wir geradewegs durch Großmehring und biegen am Ortsende rechts zur Donaubrücke ab.
Nach der Überquerung der Donau nehmen wir nach der Brücke links einen Weg, der uns am rechten Ufer nach Vohburg bringt. Am Ortsrand fahren wir vom Damm herab, halten uns dann links und radeln durch das Tor zur Straße am Fuß des Burgberges. Nach links läuft der kürzeste Weg zur Donaubrücke.
Die Beschilderung des Donauradweges leitet uns jedoch für eine Stadtbesichtigung nach rechts. Wir radeln um den Burgberg, bis wir vor der Brücke über den Wellenbach auf die Hauptstraße stoßen. Auf ihr links durch das Tor in die Altstadt von Vohburg. Der zentrale Burgberg ist seit der Bronzezeit besiedelt. Durch ein romanisches Burgportal tritt man auf das Plateau mit den Resten der mittelalterlichen Burg, auf dem die klassizistisch umgestaltete Pfarrkirche steht. Die Altstadt am Fuße des Burgberges wird noch von drei mittelalterlichen Stadttoren bewacht.
Durch die Altstadt von Vohburg fahren wir weiter zur Donau und nach der Brücke an der neuen Hauptstraße kurz nach rechts, ehe wir den Beginn der alten Straße erreichen. Sie leitet uns nach Dünzing, das wir geradeaus durchqueren. In Wackerstein folgen wir der Hauptstraße, die uns unter dem Barock-schlösschen zur neuen Straße führt. An ihr entlang kurz nach links und bei erster Gelegenheit links abbiegen.
Am Ortsrand halten wir uns an der Straßengabelung rechts und radeln nach Pförring. Im Ortszentrum rechts in die Donaustraße und dann links in die Straße Geisgries. Sie führt uns am Gemeindeweiher vorbei zur Umgehungsstraße, die wir überqueren. Durch Wald radeln wir zum Donaudamm und links haltend durch ruhige Auenlandschaft zur Donaubrücke nördlich Neustadt. Wir überqueren den Fluss und biegen am Südufer in den Hinterdammweg. Vorbei an ersten Hopfenfeldern erreichen wir die Wegkreuzung, an der wir links nach Bad Gögging abbiegen. Schon die Römer nutzten dort das heilkräftige Wasser der Schwefelquellen. Reste einer römischen Badeanlage finden sich unter der romanischen Kirche St. Andreas, die ein sehenswertes Portal aus dem 12. Jahrhundert aufweist.
Durch Hopfenland nach Kloster Weltenburg Wir treffen in Bad Gögging auf die Hauptstraße, auf der wir links Richtung Sittling radeln. Fährt man nach dem Ort den Schildern des Radweges »Via Raetica« folgend geradeaus auf der Hauptstraße weiter, gelangt man zum großen Römerkastell »Abusina« in Eining. Von dort erreicht man auf der Straße nach Süden radelnd bei der Ziegelei wieder den Donauradweg.
Wir biegen jedoch an der Kreuzung nach Sittling rechts zur Ziegelei ab. Zwei Kilometer nach der Ziegelei erreichen wir eine Kreuzung, an der wir links nach Staubing fahren. In Staubing unter der Umgehungsstraße durch, vorbei an der Kirche und dann rechts in die Straße Am Krautgarten. Wir treffen auf die Landstraße, auf der wir in das nahe Weltenburg radeln.
Drei Wege führen nach Kelheim Hier haben wir drei Möglichkeiten zur Weiterfahrt nach Kelheim. Entweder man müht sich, den Schildern des Donauradweges folgend, anstrengend über den bewaldeten Hügelkamm, der südlich der Donau aufragt. Zum Abschluss führt eine gefährlich steile Abfahrt hinab nach Kelheim (nicht zu empfehlen).
Oder man radelt weiter an der Donau entlang Richtung Kloster Weltenburg. Auf halbem Weg passiert man die Anlegestelle der kleinen Donaufähre, die eine zweite Wegvariante erschließt. Mit ihrer Hilfe kann man in das Dörfchen Stausacker übersetzen. Von dort aus folgt man den Schildern des Radweges »Via Raetica«. Sie leiten noch ein kurzes Stück am Fluss entlang, ehe es auf schmalem Sträßchen steil bergauf geht. Bald führt die Beschilderung rechts durch die Reste des äußeren Verteidigungswalles des keltischen Oppidums »Alkimoennis«. Vorbei an keltischen Erzschürfgruben fährt man auf Waldwegen zum Michelsberg. Dort bietet sich ein Abstecher zur nahen Befreiungshalle an, ehe man die Räder auf der Straße nach Kelheim hinabrollen lässt. Wer unbedingt mit dem Rad fahren möchte, dem sei dieser Weg empfohlen.
Vom Fähranleger ist es dann nur noch eine kurze Wegstrecke zum herrlich gelegenen Kloster Weltenburg. Nahe dem Kloster starten die Schiffe, die uns durch den malerisch von hellen Felswänden überragten Donaudurchbruch bringen. Diese dritte Wegvariante ist gleichzeitig die einfachste und attraktivste.
Kloster Weltenburg Schon im 7. Jahrhundert sollen sich hier irische Mönche niedergelassen haben. Herzog Tassilo III. unterstellte das Kloster dem Benediktinerorden. Das lange Zeit unbedeutende Kloster erlangte erst im 18. Jahrhundert größeren Reichtum. In dieser Zeit entstanden die neuen Gebäude mit der herrlichen Kirche im Zentrum. Sie zählt zu den hervorragenden Barockkirchen in Bayern und ist ein Werk von Cosmas Damian Asam. Der wundervolle Hochaltar ist in sanftes Licht getaucht und der ovale Kirchenraum wird von einer herrlich ausgemalten Kuppel abgeschlossen.
Von Weltenburg nach Kelheim Die Schifffahrt endet an der Anlegestelle in Kelheim. Die von Donau und Altmühl eingefasste Stadt liegt auf uraltem Siedlungsgebiet. Schon die Kelten errichteten hier ihr riesiges Oppidum »Alkimoennis«, das den Michelsberg einschloss. Dort oben findet man bis heute die Verteidigungswälle der Kelten und die Gruben, in denen sie nach Erz schürften. Die regelmäßig angelegte Altstadt entstand ab dem Jahr 1200 im Schatten einer von den Wittelsbachern erbauten Burg und wurde in den beiden folgenden Jahrhunderten mit einer Stadtmauer umgeben. Anfang des 13. Jahrhunderts war Kelheim die Residenz der Wittelsbacher Herzöge, ehe sie nach Landshut verlegt wurde. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch mehrere Stadttore erhalten geblieben. Am Fuße des Michelsberges findet man nahe dem gotischen Franziskanerkloster mit der im 12. Jahrhundert erbauten Michaelskirche das älteste Gotteshaus der Stadt. Neben der gotischen Pfarrkirche ist vor allem der spätgotische Herzogskasten von Interesse, denn in ihm ist das hervorragende Archäologische Museum untergebracht. Hier sind bedeutende Funde aus den Tälern von Altmühl und Donau zu bewundern, die schon seit der Altsteinzeit von Menschen besiedelt wurden. Über der Stadt ragt auf dem Michelsberg die imposante, Mitte des 19. Jahrhunderts von Bayernkönig Ludwig I. erbaute Befreiungshalle auf, von der man einen herrlichen Ausblick hat.

FAHRZEITEN: Ingolstadt – Vohburg 1 Std. – Bad Gögging 1 Std. – Weltenburg 1 Std. (– Kelheim 45 Min.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour52 km
Höhenunterschied435 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Rathausplatz von Ingolstadt.
EndpunktDie Altstadt von Kelheim.
TourencharakterAn der Donau entlang und über die mit Hopfengärten bestandenen Hügel bei Neustadt leitet diese Etappe zum malerischen Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg. Das Kloster und die Stadt Kelheim bieten die kulturellen Höhepunkte dieser Tour.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 22 Fränkische Alb – Altmühl.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Ingolstadt liegt nahe der A 9 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Kelheim liegt am Zusammenfluss von Altmühl und Donau nahe der B 16. Rückkehrmöglichkeit nach Ingolstadt mit der Bahn vom nahe Kelheim gelegenen Ort Saal aus.
GastronomieIn Großmehring, Vohburg, Pförring, Bad Gögging, Weltenburg und Kelheim.
Tipps
Schiffsverkehr zwischen Weltenburg und Kelheim - Ende März bis Ende April und Mitte Oktober bis Anfang November: wochentags 10.45–16.15 Uhr, Sa und So 10.15–17.15 Uhr. Ende April bis Mitte Mai und Ende September bis Mitte Oktober: wochentags 10.15–17.15 Uhr, Sa und So 10.10–18.10 Uhr. Mitte Mai bis Ende September: wochentags 10.15–18.10 Uhr, Sa und So 10.00–18.30 Uhr. Auskunft zum Schiffsverkehr Weltenburg–Kelheim: Steibl Personenschifffahrt, Tel. 09441/3201, oder Personenschifffahrt Stadler, Tel. 09441/7299 und 4354, oder Personenschifffahrt Schweiger, Tel. 09441/3402.
Unterkunft
In Großmehring, Vohburg, Wackerstein, Pförring, Neustadt, Bad Gögging, Weltenburg; in Kelheim: große Auswahl an Hotels, Gaststätten und Pensionen; in Kelheim-Ihrlerstein: Jugendherberge, Tel. 09441/3309.
Tourismusbüro
Touristik-Information, Ludwigsplatz 16, 93309 Kelheim, Tel. 09441/701234, Fax 09441/701207, tourismus@kelheim.de, www.kelheim.de; Bad Gögging: Kurverwaltung, Tel. 09445/95750.

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