Von Immenstadt nach Nesselwang

Zahlreiche Anstiege, insgesamt sind mehrere hundert Höhenmeter zu bewältigen, der höchste Punkt liegt bei über 1000 m. Die Tour verläuft auf meist kleinen Straßen; Radweg zwischen Rauenzell und Rettenberg, um den Rottachsee mehr Autoverkehr und größere Straße; ab Oy Verbindungsstraße (Autor: Michael Graf)
33 km
630 m
3.00 h
Wir beginnen am Marienplatz in Immenstadt, fahren die Hofgarten-Straße am Hofgarten und der Stadthalle vorbei in die Monfort-Straße. Dort geht es nach rechts auf einer kleinen Holzbrücke über die Ach und danach am Parkplatz vorbei. Nachdem wir die kleine Straße überquert haben und der Beschilderung Museum Hofmühle gefolgt sind, fahren wir durch eine Unterführung. Bei der Realschule Maria Stern treffen wir auf eine kleine geteerte Straße, radeln an der Ach entlang, rechts vor uns liegt an der Ach die Hofmühle, die heute das Heimatmuseum Immenstadts beherbergt.Wir überqueren den kleinen Fluss und folgen der Beschilderung Bodensee-Königssee-Radweg nach links. Wir treffen auf die befahrene Kemptener Straße, fahren wenige Meter nach links und biegen dann rechts beim Feuerwehrhaus ab. Dort treffen wir auf den Fuß- und Radweg vor dem Bahndamm und radeln nach rechts. Kurz danach geht es unter dem Bahndamm hindurch (Bodensee-Königssee-Radweg). Wir folgen dem Radsymbol am Kindergarten und radeln an der Schule vorbei und dann zwischen Sportplätzen hindurch, treffen nach dem Auwaldsee auf den Illerdamm und fahren geradeaus über eine Brücke über die Iller. Vor uns ragt der Grünten auf, nach rechts sehen wir die Hindelanger Berge. Wir queren die Teerstraße und fahren geradeaus weiter auf das E-Werk zu. Vor dem E-Werk biegen wir dem Radsymbol folgend nach links ab. Auf einem kleinen Kiesweg geht es an einem Baggersee vorbei, wir treffen auf eine Wegkreuzung und halten uns rechts (keine Beschilderung) auf Rauenzell zu. Dort fahren wir links hoch.Oben auf der Kuppe halten wir uns rechts der Radbeschilderung nach. Wir überqueren die vierspurige B19 und radeln auf der kleinen Asphaltstraße weiter; es geht leicht abwärts. Wir fahren unter der Straße hindurch, auf der rechten Seite verläuft ein breiter, von Birken bestandener Rad- und Fußweg. Nach rechts blicken wir über die schönen Wiesen, teilweise mit kleinen Waldstücken, und auf das dahinter aufragende Gebirge. Wir radeln eben auf dem Radweg entlang bis zum Kreisel und dort geradeaus Richtung Rettenberg. Nun geht es auf dem Radweg aufwärts in das Brauereidorf Rettenberg mit zwei Privatbrauereien, die dort bereits seit über 550 bzw. 350 Jahren tätig sind und mit ihren Brauereigasthöfen zur Einkehr einladen. Am Ortsanfang endet der Radweg, wir fahren auf der Durchgangsstraße weiter, an der Brauerei Engelbräu und dem Gästeamt vorbei. An der Kirche biegen wir beim Rathaus links hoch ab Richtung Sterklis; wir folgen nicht dem Radwegweiser Bodensee-Königssee nach rechts, der über Kranzegg verläuft.Nun radeln wir auf der kleinen Straße kräftig aufwärts, kommen durch Sterklis und Bommen und treffen bei Engelpolz auf eine Querstraße. Auf dieser etwas breiteren Straße fahren wir links hinauf (keine Beschilderung), durch Engelpolz hindurch und erreichen Emmereis, einen stimmungsvollen Ort mit alten schindelverkleideten Bauernhöfen und einer schönen romanischen Steinkapelle mit einem barocken Hochaltar. Geradeaus weiterfahrend kommen wir nach Vorderburg mit der mächtigen Pfarrkirche St. Blasius, einem spätgotischen Bau, der im 18. Jh. deutlich umgestaltet wurde. Hier gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten, beide mit schönem Blick auf die flachere Rückseite des Grünten.Nach der Burgschenke geht es steil bergab, links und rechts sehen wir schöne Weiden mit Scheunen. Wir rollen sehr beschaulich hinab durch Gerats und biegen, unten angelangt, rechts ab (rechtzeitig bremsen) über den Bach Richtung Oberzollhaus/Petersthal (Beschilderung Bodensee-Königssee-Radweg). Nun müssen wir nochmals aufwärts radeln; von der Kuppe aus sehen wir links unten den Rottachsee. Wir kommen dicht am Ufer vorbei, die Straße führt wieder aufwärts, bis wir hinab nach Petersthal rollen. Auf der linken Seite steht die mächtige Dorfkirche mit ihrem beeindruckenden Turm. Die hochbarocke Kirche St. Peter verdient aufgrund ihrer prächtigen Rokokoausstattung aus der Mitte des 18. Jh.s. einen Besuch. Nicht übersehen sollte man dabei den romanischen Palmesel von Anfang des 14. Jh.s, der einer der ältesten seiner Art ist.Wir biegen bei der Feuerwehr links ab Richtung Mittelberg/Oy, Beschilderung Bodensee-Königssee-Radweg. Es geht ordentlich aufwärts nach Memersch auf 969 Meter. Dort sehen wir noch einige mächtige alte Bauernhöfe. Wie ein Bild und die Inschrift an einem Haus auf der linken Straßenseite zeigen, führte hier von 1636 bis 1851 die alte Salzstraße vorbei. Es geht nochmals aufwärts, danach bieten sich schöne Blicke auf das Tal und den Rottachsee. Wir erreichen Haag, wo wir einen unverstellten Blick bis auf das Karwendelgebiet haben. Ab Haag sausen wir hinab nach Oy, dessen Zentrum wir bei der Kirche erreichen.Dort fahren wir an der Kirche vorbei und biegen vor dem Rathaus links hinab in die Maria-Rainer-Straße (Bodensee-Königssee-Radweg). Am Ortsende überqueren wir die eingleisige Bahnlinie Pfronten–Kempten und radeln unter der B309 hindurch. Nun geht es nochmals aufwärts nach Guggemoos, wofür uns der wunderbare und sehr weite Blick auf das Alpenpanorama entschädigt. Von Guggenmoos machen wir uns nun allmählich auf den Weg nach Nesselwang. Von der Schnakenhöhe mit Café bietet sich ein letztes Mal das Alpenpanorama unseren Blicken dar. Wir sausen hinab nach Maria Rain, vorbei an dem mit einer Mauer umgebenen Friedhof auf der linken Seite, und treffen danach auf die quer laufende Straße. An der sehenswerten Wallfahrtskirche radeln wir rechts vorbei und dann wieder aufwärts. Wir biegen von der Asphaltstraße links ab, rollen auf einem Kiesweg hinab, unter der Bundesstraße hindurch und treffen danach auf eine kleine Querstraße. Vor uns sehen wir den Grünten.Weiter geht es nach links, über die Bahnlinie, dann die schöne, alte Ahornallee hinunter bis zur Römerbrücke der Wertach und auf der anderen Seite nochmals aufwärts. Wir radeln geradeaus durch Gschwend und dann auf einem Radweg entlang der sehr stark befahrenen Bundesstraße. Am Ortsanfang von Nesselwang endet der Radweg, genau gegenüber geht es die Römerstraße hinab. Wir treffen auf die stark befahrene Kemptener Straße, nach rechts versetzt geht geradeaus ein kleiner Kiesweg weiter. Wir folgen weiter der Radbeschilderung, stoßen auf die Linggstraße und fahren dort rechts und gleich wieder links. Schließlich endet unsere Tour am kleinen Bahnhof in der Nähe des Kurparks von Nesselwang. Rückfahrt: Von Nesselwang mit der Bahn über Oy-Mittelberg nach Kempten und von dort entlang der Iller nach Immenstadt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied630 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktImmenstadt, Marienplatz.
EndpunktNesselwang Bhf.
TourencharakterVom Illertal führt diese Tour zwischen dem Rottachberg und dem Grünten hinauf und am Rottachsee entlang nach Oy. Auf einer langen Abfahrt bei herrlichem Bergpanorama erreicht man Nesselwang.
Hinweise
Die Ortsdurchfahrt von Nesselwang ist aus guten Gründen für den Fahrradverkehr gesperrt, denn aufgrund der Enge und der Kurven ist diese wirklich lebensgefährlich. Halten Sie sich unbedingt an die Radbeschilderung!
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenVon Immenstadt bis Rettenbach Radbeschilderung Bodensee-Königssee- Radweg, anschließend normale Beschilderung bis Engelpolz, ab dort bis Nesselwang wieder Bodensee-Königssee-Radweg.
VerkehrsanbindungImmenstadt liegt an der Bahnlinie Kempten–Lindau; mit dem Auto ist Immenstadt über die B19 von Kempten aus und über die B308 von Lindau zu erreichen.
GastronomieRettenberg: Brauereigasthof Engelbräu, Adler; Vorderburg: Landgasthof Hirsch, Burgschenke; Petersthal: Löwen; Café Schnakenhöhe mit Außenterrasse auf 1000 m hinter Guggemoos, wunderbarer Blick auf das Alpenparorama; Nesselwang: u. a. Zum Bären.
Tipps
Burgschenke in Vorderburg: Von der Gartenterrasse der Burgschenke in Vorderburg hat man einen wunderbaren Blick über die Wiesen auf den mächtigen Grünten, der sich hier mit seiner »Rückseite« gänzlich anders zeigt als vom Illertal aus.
Informationen
Nesselwang wird auch zu den Urpfarreien des Allgäus gezählt, da sich hier Mitte des 8. Jh.s eine Betzelle des heiligen Magnus befunden haben soll. Umso enttäuschender ist, dass die Pfarrkirche St. Andreas ein Neorokokobau von 1904 ist, der im Inneren jedoch noch einige interessante Zunftstangen von 1670 beherbergt. Das Stadtzentrum mit seinen mächtigen Wirtshäusern wird leider durch den starken Durchgangsverkehr gestört.InfoMaria RainMaria Rain ist neben Maria Trost im Gebiet von Nesselwang die bedeutendste Marienwallfahrt. Sie geht zurück auf ein Bild der Gottesmutter mit Kind, das ein Ritter an einer Ulme angebracht haben soll. Nachdem dies viele Gläubige anzog und an dieser Stelle auch eine heilkräftige Quelle entsprang, wurde zunächst eine Kapelle und 1490–96 der heutige Bau errichtet. Die aufwändigen Ausstattungen von 1614, 1707 und 1760 prägen bis heute das Bild des wohlproportionierten dreischiffigen Innenraums mit einem äußergewöhnlichen Hochaltar, sechs Seitenaltären und einer prächtigen Rokokokanzel.
Tourismusbüro
Gästeinformation, Marienplatz 12, 87509 Immenstadt, Tel. 08323/914176.

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